
SALZGITTER AG INHABER-AKTIEN O.N. (620200)
19.03.10
67,14 
-0,62%
- Gattung:Aktie
- Branche:Metalle
- Währung:EURO
- ISIN:DE0006202005
Firmenprofil
Die Salzgitter AG gehört zu den führenden Stahl-Technologie-Konzernen in Europa. Das Unternehmen wurde 1989 von der Preussag AG übernommen, im Zuge der Neustrukturierung des Preussag-Konzerns 1998 jedoch wieder verselbständigt. Die Unternehmensgruppe umfasst mehr als 80 nationale und internationale Tochtergesellschaften. In den Bereichen Profil- und Flachstahl gehört sie zu den führenden Anbietern in Europa.
Ausblick, wie von dem Unternehmen im Geschäftsbericht oder in einer Pressemitteilung veröffentlicht: "
Die nachfolgend dargestellte erwartete Entwicklung des Konzerns und seiner Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2010 basiert auf der Ende 2009 abgeschlossenen Unternehmensplanung und bezieht aktuelle Erkenntnisse mit ein:
Da sich die Beschäftigungsaussichten der wichtigen stahlverarbeitenden Branchen stabilisiert haben, erwartet der Unternehmensbereich Stahl für das Geschäftsjahr 2010 bessere Auftragseingänge und einen höheren Walzstahlversand. Im Zusammenwirken mit gleichzeitig ansteigenden Absatzpreisen ist von einer Umsatzerholung auszugehen. Allerdings wird 2010 auch wieder mit einer Verteuerung der Beschaffungskosten für Erze und Kohle gerechnet, die im Vorjahr noch deutlich nachgegeben hatten. Ein ausgeglichenes Resultat sollte aus heutiger Sicht erreichbar sein, darf aber keinesfalls als gesichert betrachtet werden.
Der Unternehmensbereich Handel plant 2010 mehr Stahl als im Vorjahr abzusetzen, was vor allem auf einer Volumensteigerung des internationalen Tradings beruhen wird. Die Versandausweitung sowie verbesserte Margen dürften zu einem positiven Resultat führen.
Bei sinkendem durchschnittlichen Erlösniveau, das im Vorjahr noch durch Altaufträge aus der Boomphase beeinflusst wurde, geht der Unternehmensbereich Röhren von einer substantiellen Reduzierung der Resultate aus. Ein in etwa ausgeglichenes Vorsteuerergebnis sollte erzielbar sein, sofern sich Rohstoffpreisanhebungen nicht zu stark auf die Rentabilität von Großprojekten auswirken.
Umsatz und Vorsteuerergebnis des Unternehmensbereiches Dienstleistungen werden 2010 von einer insgesamt höheren Beschäftigung der Stahlgesellschaften profitieren und somit voraussichtlich über den Resultaten der abgelaufenen Periode liegen.
Im Zuge der Absatzmarktbelebung sowie mit zunehmender Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung sollte sich die Ergebnislage des Unternehmensbereiches Technologie gegenüber dem abgelaufenen Jahr merklich erholen. Dennoch wird für das Geschäftsjahr 2010 ein allerdings deutlich reduzierter Vorsteuerverlust erwartet.
Da die Ausläufer der Finanzkrise auch noch im laufenden Jahr zu spüren sind und zu nervösen Ausschlägen relevanter Absatz- und Beschaffungsmärkte führen, kann für das Geschäftsjahr 2010 naturgemäß kein verlässlicher quantifizierter Ausblick hinsichtlich Umsatz und Ergebnis des Salzgitter-Konzerns gegeben werden. Für die meisten Konzern-Gesellschaften ist allerdings eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage absehbar. Die beschäftigungsbedingte Erholung der Stahlgesellschaften sollte dabei für eine Teilkompensation erlösbedingt reduzierter Ergebnisse im Röhrenbereich sorgen. Wir erwarten für unseren Konzern daher ein positives Vorsteuerergebnis im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Allerdings bestehen nach wie vor erhebliche Risiken: neben der absehbaren Verteuerung der Rohstoffkosten ist die Erholung der Stahl- und Maschinenbaumärkte weiterhin mit Unsicherheiten behaftet.
Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungsparitäten den Verlauf des Geschäftsjahres 2010 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann – wie die aktuellen Ereignisse zeigen – ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei 10 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Unternehmensbereiche Stahl, Handel und Röhren im Schnitt 50 € Margenverlust pro Tonne bereits ausreichen, um 500 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen.
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Adresse
- Eisenhüttenstraße 99, D-38239 Salzgitter
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