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DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
- Gattung:Aktie
- Branche:Automobile
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- WKN:710000 ISIN:DE0007100000 Symbol:DAI
Firmenprofil
Die Daimler AG ist ein global operierender Automobilhersteller. Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge sowie Finanzdienstleistungen bilden das Kerngeschäft des zu den international führenden Produzenten zählenden Konzerns. Das an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart notierte Unternehmen fertigt und vertreibt seine Produkte weltweit. Rund um den Globus verfügt es über Fabriken, Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Die Geschäftsaktivitäten hat Daimler in die Bereiche Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Daimler Financial Services sowie Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses gegliedert. Zum Portfolio zählen neben der Premium-Marke Mercedes-Benz die Marken Smart, Mercedes-AMG, Maybach (voraussichtliche Einstellung 2013), Freightliner, Mitsubishi Fuso, Western Star, Detroit Diesel, Setra, Orion und Thomas Built Buses. Als Pionier des Automobilbaus betrachtet es Daimler als Anspruch und Verpflichtung, seiner Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden und die Zukunft der Mobilität sicher und nachhaltig zu gestalten. Firmensitz und Zentrale der Daimler AG ist Stuttgart, Baden-Württembergs Landeshauptstadt.
Ausblick, wie von dem Unternehmen im Geschäftsbericht oder in einer Pressemitteilung veröffentlicht: "
Nach heutiger Einschätzung wird die weltweite Automobilnachfrage im Jahr 2011 weiter wachsen, allerdings nicht mehr so dynamisch wie im Vorjahr. Der globale Pkw-Markt könnte in der Größenordnung von 5 bis 7% zulegen und damit auf ein neues Rekordniveau ansteigen. Die asiatischen Schwellenländer und insbesondere der chinesische Markt werden dabei weiterhin eine tragende Rolle spielen. Mit Blick auf die Triademärkte ist dagegen weiterhin ein gemischtes Bild zu erwarten. Der US-Markt sollte seinen Erholungskurs fortsetzen, während für Westeuropa in Summe mit einer Stagnation der Pkw-Verkäufe zu rechnen ist. In Deutschland hingegen ist nach dem zweistelligen Marktrückgang im Jahr 2010 nun mit einem spürbaren Zuwachs zu rechnen. Der japanische Pkw-Markt dürfte dagegen das durch staatliche Kaufanreize künstlich überhöhte Niveau des Jahres 2010 nicht erreichen.
Die weltweite Nutzfahrzeugnachfrage wird 2011 voraussichtlich durch eine deutlich unterschiedliche Marktentwicklung innerhalb und außerhalb der Triade gekennzeichnet sein. In der Triade ist vor allem im Segment der mittelschweren und schweren Lkw davon auszugehen, dass die Erholung weiter an Fahrt gewinnt. Für die Region NAFTA ist mit einem Marktzuwachs von 20 bis 25% zu rechnen. Die Lkw-Nachfrage in Europa dürfte um 15 bis 20% zulegen. Nach dem Auslaufen der staatlichen Kaufanreize im Herbst des vergangenen Jahres ist für mittlere und schwere Lkw in Japan ein moderater Volumenzuwachs zu erwarten. Die Lkw-Nachfrage außerhalb der Triade wird maßgeblich vom chinesischen Markt beeinflusst. Nachdem das staatliche Anreizprogramm zum Jahresende 2010 beendet wurde, ist für dieses Jahr in China mit einem Nachfragerückgang zu rechnen.
Mercedes-Benz Cars geht für 2011 angesichts der insgesamt weiterhin günstigen Marktperspektiven sowie zahlreicher Modell-wechsel und Produktneuheiten von einer weiteren Steigerung des Absatzes der Marke Mercedes-Benz aus. Dank des aktuellen und wettbewerbsfähigen Modellangebots wird das Geschäftsfeld auch 2011 von der hohen Nachfrage nach den Modellen der E-Klasse und vom Markterfolg der S-Klasse profitieren. Darüber hinaus wird seit Ende Januar die Neuauflage des viertürigen Coupés CLS an die Kunden ausgeliefert. Für zusätzliche Absatzimpulse werden dann von März an die neue Generation der Limousine und des T-Modells der C-Klasse und der neue Roadster SLK sorgen. Im Juni folgt das Coupé der C-Klasse, ab September die Neuauflage der M-Klasse und im vierten Quartal die Roadster-Variante des Mercedes-Benz SLS AMG. Im November geht die neue B-Klasse an den Start, das erste Modell von insgesamt vier neuen Fahrzeugen im Kompaktwagensegment.
Außerdem werden die besonders effizienten Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren sowie die Eco-Start-Stopp-Technologie in weiteren Fahrzeug-Modellen eingeführt. So kommt mit der neuen Generation der C-Klasse beispielsweise der C 220 CDI mit einem Verbrauch von nur 4,4 l/100 km bzw. 117g CO2/km in den Handel.
Für die Marke smart wird aufgrund der vollen Verfügbarkeit der neuen Generation des smart fortwo ein Absatzniveau in der Größenordnung des Jahres 2010 erwartet.
Daimler Trucks geht für 2011 von einer nochmals erheblichen Absatzsteigerung aus. Die Absatzerwartungen stützen sich auf zahlreiche Produktneuheiten. Dazu zählen der neue Atego sowie der Atego BlueTec Hybrid, beide Truck of the Year 2011. Die Neuauflage des Axor bietet als erstes Fahrzeug seiner Klasse im oberen Leistungsbereich in Deutschland serienmäßig die Schaltautomatik Mercedes PowerShift. Sie optimiert den Verbrauch und erhöht den Fahrkomfort. Die bereits seit mehreren Jahren in Europa bewährte BLUETEC-Technologie wurde 2010 in den neuen Motoren in den USA und in Kanada sehr erfolgreich eingeführt. Das Geschäftsfeld geht davon aus, mit den neuen Motoren von der in Nordamerika erwarteten Bestandserneuerung besonders profitieren zu können. Im November 2010 wurde der komplett neu entwickelte, leichte Lkw Canter eingeführt, der bei Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Design Maßstäbe setzt. Der Fuso Canter Eco Hybrid, die Nummer 1 in der Verbrauchseffizienz bei den Lkw bis 5t in Japan, ist nun auch in Australien, Irland und Hongkong erhältlich.
Bei Mercedes-Benz Vans dürfte sich der positive Absatztrend in diesem Jahr fortsetzen. Auf der Produktseite werden die neue Generation des Vito und Viano sowie weitere BlueEFFICIENCY-Modelle für Impulse sorgen. Die Produktion in Argentinien wird zum Jahresende 2011 auf die aktuelle Modellgeneration des Sprinter umgestellt und damit das Angebot in den lateinamerikanischen Märkten deutlich aufwerten. Darüber hinaus wird 2011 der Sprinter in China eingeführt.
Daimler Buses geht davon aus, die weltweit führende Position bei den Omnibussen über 8t mit innovativen und qualitativ hochwertigen neuen Produkten behaupten zu können. Dabei erwartet das Geschäftsfeld, an den hohen Absatz des Jahres 2010 anknüpfen zu können. Aufgrund des geringen Wachstumsspielraums der Kernmärkte Westeuropa und Lateinamerika ist der Zuwachs aber eher begrenzt.
Daimler Financial Services rechnet für 2011 mit weiterem Wachstum sowohl im Finanzierungs- und Leasinggeschäft als auch bei Versicherungen und im Flottenmanagement. Dazu weitet das Geschäftsfeld das Produktangebot kontinuierlich aus und verknüpft die einzelnen Finanzdienstleistungsbausteine und Servicekomponenten zu attraktiven Mobilitätslösungen.
Der Daimler-Konzern geht davon aus, dass im Jahr 2011 der Absatz insgesamt steigen und der Umsatz mit geringerer Dynamik weiter zunehmen wird. Das Wachstum wird voraussichtlich von allen automobilen Geschäftsfeldern getragen.
Diesen Wachstumschancen stehen Herausforderungen gegenüber. Das Jahr 2011 wird durch hohe Ausgaben für neue Produkte und Technologien sowie die Erschließung neuer Märkte gekennzeichnet sein. Die Belebung der Weltwirtschaft dürfte zu steigenden Preisen für Öl und anderen für Daimler wichtigen Rohstoffen führen. Auf der Wechselkursseite wird die Volatilität zumindest hoch bleiben. Die Risiken, die sich aus großen Wechselkursschwankungen für das Geschäft von Daimler ergeben, wurden jedoch für 2011 bereits weitgehend abgesichert.
Auf der Basis der aktuellen Einschätzungen erwartet Daimler für 2011 ein EBIT aus dem laufenden Geschäft, das deutlich über dem Niveau des Jahres 2010 liegt.
In den kommenden Jahren soll das Ergebnisniveau der einzelnen Geschäftsfelder und damit des Unternehmens insgesamt erhöht und nachhaltig die Zielrenditen erreicht werden. Vom erwarteten Wachstum der Automobilmärkte will der Konzern dabei überproportional profitieren.
Für das Automobilgeschäft wird über die Markt- und Produktzyklen hinweg eine jahresdurchschnittliche Umsatzrendite von 9% angestrebt, die ab dem Jahr 2013 nachhaltig erreicht werden soll. Basis hierfür sind die Zielrenditen der einzelnen Geschäftsfelder: 10% für Mercedes-Benz Cars, 8% für Daimler Trucks, 9% für Mercedes-Benz Vans und 6% für Daimler Buses. Für das Geschäftsfeld Daimler Financial Services hat sich der Konzern eine Eigenkapitalrendite von 17% vorgenommen.
Im Zeitraum von 2011 bis 2012 wird Daimler insgesamt 20,4 Mrd. ¤ für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (10,3 Mrd. ¤) sowie für Sachinvestitionen (10,1 Mrd. ¤) einsetzen. Das sind rund 5,3 Mrd. ¤ mehr als in den Jahren 2009 und 2010. Umfangreiche Mittel sind unter anderem für den Ausbau der Produktionskapazitäten in den USA, in China, in Indien und Ungarn vorgesehen.
Update: Auf der Basis der aktuellen Einschätzungen erwartet der Daimler-Konzern im Jahr 2011 ein EBIT aus dem laufenden Geschäft, das deutlich über dem Niveau des Jahres 2010 liegt. Die Entwicklung im ersten Quartal hat gezeigt, dass sich Daimler weiter auf einem guten Weg in Richtung der Zielrenditen befindet, die ab dem Jahr 2013 nachhaltig erreicht werden sollen.
Nach dem deutlichen Anstieg im Jahr 2010 geht Daimler davon aus, dass der Konzernumsatz im laufenden Jahr weiter zunehmen wird. Das Wachstum wird voraussichtlich von allen automobilen Geschäftsfeldern getragen. Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder wird der Konzernabsatz deutlich steigen (i. V. 1,9 Mio. Fahrzeuge).
Mercedes-Benz Cars geht für das Jahr 2011 angesichts der insgesamt weiterhin günstigen wirtschaftlichen Perspektiven sowie zahlreicher Modellwechsel und Produktneuheiten von einer weiteren Steigerung des Absatzes der Marke Mercedes-Benz auf ein neues Rekordniveau von über 1,2 Mio. Pkw aus. Dank des aktuellen und wettbewerbsfähigen Modellangebots wird das Geschäftsfeld auch 2011 von der hohen Nachfrage nach den Modellen der E-Klasse und vom Markterfolg der S-Klasse profitieren. Es wird erwartet, dass der Absatz auch in den weiteren Quartalen des laufenden Jahres jeweils über dem Niveau des Vorjahres liegen wird.
Für zusätzliche Absatzimpulse sorgen seit Ende März 2011 die neue Generation der Limousine und des T-Modells der C-Klasse sowie der neue Roadster SLK. Im Juni folgt das Coupé der C-Klasse, ab September die Neuauflage der M-Klasse und im vierten Quartal die Roadster-Variante des Mercedes-Benz SLS AMG. Im November geht die neue B-Klasse an den Start, das erste Modell von insgesamt vier neuen Fahrzeugen im Kompaktwagensegment. Für die Marke smart wird aufgrund der vollen Verfügbarkeit der neuen Generation des smart fortwo ein Absatzniveau in der Größenordnung des Jahres 2010 erwartet.
Gleichzeitig investiert Mercedes-Benz Cars zur Sicherung des Wachstums in die Erweiterung des Produktionsnetzwerkes, setzt die Produktoffensive fort und treibt die Entwicklung neuer Technologien voran. Dazu gehören auch das Joint Venture zwischen Daimler und Toray zur Herstellung und Vermarktung von Automobilteilen aus Karbonfasern und die Zusammenarbeit mit Bosch bei der Entwicklung von Elektromotoren für Pkw.
Daimler Trucks geht für 2011 von einer kräftigen Absatzsteigerung aus. Unterstützt von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung und dem dadurch zu erwartenden Nachfrageanstieg nach Transportdienstleistungen und Fahrzeugen werden die Kernmärkte überwiegend deutliche Wachstumsraten verzeichnen. Das Geschäftsfeld wird in Westeuropa am kontinuierlichen Marktwachstum teilnehmen und hierbei die führende Position im schweren und mittelschweren Segment behaupten. Für die NAFTA-Region unterstützen Marktanteilsgewinne in den Klassen 6-8 und die hervorragende Auftragslage die Absatzprognose. Die Lage in Japan ist nach den jüngsten Ereignissen sehr schwierig und aufgrund der unklaren Situation in der weiteren Entwicklung schwer prognostizierbar. In anderen Teilen Asiens hingegen, insbesondere im großen chinesischen Markt, sowie in anderen wachstumsstarken Schwellenländern wird Daimler Trucks die Position ausbauen. Außerdem werden die Kapazitäten in Brasilien und in der Türkei erweitert und damit die Verfügbarkeit der Lkw in diesen Märkten erhöht.
Das Geschäftsfeld rechnet für die kommenden Quartale im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresquartalen mit einem weiteren Absatzwachstum. Zu dieser Einschätzung trägt auch die aktuelle Auftragslage bei. Die Auftragseingänge bei Daimler Trucks haben sich bei Trucks Europa/Lateinamerika im zweistelligen Prozentbereich erhöht, bei Trucks NAFTA sogar vervierfacht.
Mercedes-Benz Vans erwartet für 2011 auf Basis einer fortgesetzten Erholung in den wichtigsten Märkten eine weitere Steigerung des Absatzes. Zusätzlich werden die Einführung des Sprinter in China sowie die Erhöhung der Produktionskapazitäten in Argentinien zur Absatzsteigerung beitragen.
Daimler Buses geht davon aus, im Jahr 2011 den Absatz von 40.000 Komplettbussen und Fahrgestellen übertreffen zu können. Dies liegt jedoch ausschließlich an der positiven Entwicklung des Fahrgestellgeschäfts in Lateinamerika. Für das Komplettbusgeschäft in Europa und Nordamerika wird weiter von einer schwachen Entwicklung ausgegangen.
Daimler Financial Services erwartet für 2011 einen weiteren Anstieg des weltweiten Vertragsvolumens. Auch für das Neugeschäft geht das Geschäftsfeld von einem weiteren Zuwachs aus. Zudem wird mit einer Stabilisierung der Kreditrisikokosten im Jahr 2011 und mit steigenden Zinsen im Jahresverlauf gerechnet.
Aufgrund der guten Nachfrage geht der Daimler-Konzern davon aus, dass die weltweite Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2010 steigen wird.
Update 2: Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2011 scheint der Aufschwung der Weltwirtschaft zwar noch intakt, aber die weiteren Aussichten haben sich erkennbar eingetrübt. Es gibt mehrere kritische Faktoren, von denen die wirtschaftliche Entwicklung im weiteren Jahresverlauf abhängt. So wird sich in den USA wohl erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, ob die eher enttäuschende Entwicklung des ersten Halbjahres nur eine temporäre Schwächephase war. Eigentlich sollten die gute Ertragslage der Unternehmen, das Auslaufen der Lieferengpässe nach der Naturkatastrophe in Japan sowie die hoffentlich etwas günstigeren Rohölpreise für genügend Impulse sorgen, um die US-Wirtschaft wieder zu stimulieren. Dies würde dann zumindest ein moderates Wachstum ermöglichen. Eine schwerwiegende Belastung für die US-Konjunktur ergäbe sich aber, wenn es zu keiner raschen politischen Einigung über die Anhebung der öffentlichen Schuldengrenze käme. Dies würde erhebliche Irritationen auf den Kapitalmärkten auslösen und über höhere Kurs-Volatilitäten dann auch global zu spüren sein. In Japan ruhen die Hoffnungen darauf, dass die Wiederaufbaumaßnahmen intensiviert werden und es dabei vor allem nicht zu größeren Stromengpässen kommt. Betrachtet man den derzeitigen politischen Entscheidungsprozess in der Europäischen Währungsunion, so wird die Bewältigung der Staatsschuldenkrise und insbesondere die Vermeidung von Ansteckungseffekten noch auf absehbare Zeit ein beherrschendes Thema bleiben. So notwendig aus mittel- bis langfristiger Sicht die damit einhergehenden, teilweise massiven Sparmaßnahmen auch sind, dämpfen sie jedoch die kurzfristigen Wachstumsperspektiven. In den größeren Schwellenländern wie beispielsweise in China muss die Gratwanderung zwischen gewollter konjunktureller Abkühlung (?soft landing?) und einem zu harten geld- und fiskalpolitischen Gegensteuern bewältigt werden. Insgesamt wird auch die Entwicklung der Rohstoffpreise entscheidend sein. Hier sieht es zur Jahresmitte gerade bei den Rohölpreisen wieder etwas günstiger aus. Allerdings hat die hohe Volatilität im ersten Halbjahr mit Werten zwischen 93 und 127 US-$ pro Barrel gezeigt, welchen Einfluss auch kleinste Marktstörungen haben können. Insgesamt gehen wir wie die meisten Analysten davon aus, dass sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft bis zum Jahresende fortsetzt, wenngleich mit eher gemäßigtem Tempo. Die erreichbaren Wachstumsraten für das weltweite Bruttoinlandsprodukt liegen daher inzwischen nur noch in einem Korridor zwischen 3 und 3,5% (i. V. 4,3%).
Das Wachstum der weltweiten Automobilmärkte wird sich in diesem Jahr fortsetzen, wenn auch mit merklich geringerer Dynamik als im Jahr 2010. Die globale Pkw-Nachfrage dürfte aus heutiger Sicht zwischen 5 und 7% zulegen. Der US-amerikanische Markt wird seine Erholung fortsetzen und voraussichtlich erneut in der Größenordnung von 10% wachsen. In Westeuropa ist hingegen eine Stagnation der Nachfrage zu erwarten, wobei sich die Einzelmärkte weiterhin deutlich unterschiedlich entwickeln werden. In Deutschland ist mit einem spürbaren Marktzuwachs zu rechnen, in den übrigen westeuropäischen Kernmärkten ist hingegen von einer teils deutlich rückläufigen Nachfrageentwicklung auszugehen. Der japanische Markt dürfte sich zwar im weiteren Jahresverlauf zunehmend stabilisieren, für das Gesamtjahr wird jedoch ein erheblicher Nachfragerückgang erwartet. Die Pkw-Märkte in den großen Schwellenländern China, Indien, Brasilien und Russland werden voraussichtlich weiter wachsen. In China und Indien dürfte die Wachstumsdynamik dabei aber merklich geringer ausfallen als im Vorjahr. Dagegen wird der russische Markt dank staatlicher Anreize deutlich zweistellig wachsen, während die Nachfrage in Brasilien etwas langsamer steigen dürfte als im Jahr 2010.
Der weltweite Markt für mittelschwere und schwere Lkw wird aufgrund der erwarteten Marktabschwächung in China in diesem Jahr vermutlich nur moderat wachsen. Die Daimler-Kernmärkte in der Triade hingegen werden sich mit Ausnahme von Japan kräftig erholen. In der Region NAFTA ist mit einem Nachfragezuwachs zwischen 30 und 35% zu rechnen, für den europäischen Markt ist von einem Wachstum in der Größenordnung von 35 bis 40% auszugehen. Trotz der erwarteten Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf dürfte der japanische Lkw-Markt im Gesamtjahr um bis zu 10% unter dem Niveau des Jahres 2010 liegen. Die Lkw-Märkte der großen Schwellenländer werden sich in diesem Jahr uneinheitlich entwickeln. Die Verkäufe in Brasilien dürften im laufenden Jahr nach der erneuten Verlängerung steuerlicher Kaufanreize und aufgrund von erwarteten vorgezogenen Käufen im Zusammenhang mit der Einführung der Abgasnorm Euro V zum Jahresende 2011 nochmals um 15 bis 20% zulegen. Die dynamische Erholung des russischen Marktes sollte sich mit einem deutlich zweistelligen Nachfragezuwachs fortsetzen. In Indien hingegen wird das Wachstum voraussichtlich deutlich moderater ausfallen, und im weltgrößten Markt China ist nach dem Ende des staatlichen Anreizprogramms mit einem Rückgang der Lkw-Nachfrage zu rechnen.
Für die Transporter-Märkte erwarten wir in den nächsten Quartalen eine Fortsetzung der Erholung. Wir gehen davon aus, dass sich die positive Marktentwicklung in allen für uns relevanten Regionen fortsetzen wird. Sowohl in Europa, wo wir im Vergleich zum Jahr 2010 mit einem Marktzuwachs von 10% rechnen, als auch in den USA, wo die Transporternachfrage zweistellig zulegen dürfte.
Bei den Omnibussen rechnen wir in Europa mit einem stabilen Marktvolumen auf niedrigem Niveau. Die schwache Nachfrage nach Stadtbussen macht sich hier dämpfend bemerkbar. In Lateinamerika gehen wir weiter von einer leicht wachsenden Nachfrage aus.
Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz im Jahr 2011 insgesamt deutlich steigen wird (i. V. 1,9 Mio. Fahrzeuge). Dabei erwarten wir, dass der Absatz in den weiteren Quartalen des laufenden Jahres in allen Geschäftsfeldern jeweils über dem Niveau des Vorjahres liegen wird.
Mercedes-Benz Cars geht für das Jahr 2011 angesichts der insgesamt weiterhin günstigen Marktperspektiven sowie zahlreicher Modellwechsel und Produktneuheiten von einer fortgesetzten Steigerung des Absatzes der Marke Mercedes-Benz auf ein neues Rekordniveau aus. Dank unseres aktuellen und wettbewerbsfähigen Modellangebots werden wir im Jahr 2011 von der hohen Nachfrage nach unseren zahlreichen neuen Modellen im Segment der C-Klasse sowie vom anhaltenden Markterfolg der S-Klasse profitieren.
Für zusätzliche Absatzimpulse sorgen seit Ende März 2011 die neue Generation der Limousine und des T-Modells der C-Klasse sowie der neue Roadster SLK. Seit Juni wird auch das Coupé der C-Klasse ausgeliefert. Ab September folgt die Neuauflage der M-Klasse sowie im vierten Quartal die Roadster-Variante des Mercedes-Benz SLS AMG.
Im November wird die neue B-Klasse an den Start gehen ? das erste Modell von insgesamt vier neuen Fahrzeugen im Kompaktwagensegment. Auf der Motorenseite führen wir unsere besonders effizienten Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren sowie die Eco- Start-Stopp-Technologie in weiteren Modellen ein. Damit verfügen wir über ein breites Angebot an Fahrzeugen, die mit hoher Leistung und herausragenden Fahreigenschaften bei niedrigem Verbrauch insbesondere unsere Flottenkunden überzeugen. Auf dieser Basis werden wir besonders sparsame und umweltschonende Modellvarianten auf die Straße bringen und damit den CO2-Ausstoß unserer Flotte weiter senken. So ist in der neuen Generation der C-Klasse beispielsweise der C 220 CDI mit einem Verbrauch von nur 4,4 l/100 km bzw. 117 g CO2/km erhältlich.
Für die Marke smart erwarten wir aufgrund der vollen Verfügbarkeit der neuen Generation des smart fortwo ein Absatzniveau in der Größenordnung des Jahres 2010.
Daimler Trucks wird im Vergleich zum Vorjahr ein kräftiges Absatzwachstum verzeichnen. Aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik rechnen wir in unseren Kernmärkten überwiegend mit erfreulichen Steigerungsraten. So profitieren wir in Westeuropa von dem rapiden Marktwachstum und werden hierbei weiterhin die führende Position im schweren und mittelschweren Segment einnehmen. Auch im dynamisch wachsenden Lkw-Markt in der NAFTA-Region sind wir Marktführer in den Klassen 6-8.
Nachwirkungen des Erdbebens sind derzeit im Absatz in Japan erkennbar, dem stehen jedoch hohe Auftragseingänge bei Trucks Asia entgegen. Hier gehen wir in der zweiten Jahreshälfte von einer Marktstabilisierung aus. In weiteren Teilen Asiens, insbesondere in China, und in anderen wachstumsstarken Schwellenländern werden wir unsere Position weiter ausbauen.
Unterstützt wird unsere Prognose durch die aktuellen Auftragseingänge: Im ersten Halbjahr 2011 haben wir Bestellungen von 240.200 Einheiten erhalten. Dies ist das höchste Volumen seit dem Rekordjahr 2006 und 42% mehr als im Vorjahr. Der Absatz im zweiten Halbjahr wird deshalb insgesamt stärker erwartet als im ersten Halbjahr.
Mercedes-Benz Vans erwartet für das Jahr 2011 auf Grund der anhaltenden Markterholung eine Absatzsteigerung in den wichtigsten Märkten. In Westeuropa werden wir unsere führende Marktposition bei den mittelgroßen und großen Transportern behaupten und am Marktwachstum teilnehmen. Darüber hinaus erwarten wir besonders in den USA und China eine deutliche Steigerung des Absatzes. Die Erhöhung der Produktionskapazitäten in Argentinien sowie die Einführung des Sprinter in China werden unser Wachstum zusätzlich beleben.
Daimler Buses geht davon aus, im Jahr 2011 den Absatz von 40.000 Komplettbussen und Fahrgestellen übertreffen zu können. Dies liegt jedoch ausschließlich an der positiven Entwicklung des Fahrgestellgeschäfts in Lateinamerika. Für das Komplettbusgeschäft in Westeuropa und Nordamerika gehen wir weiter von einer schwachen Entwicklung aus.
Daimler Financial Services erwartet für den weiteren Jahresverlauf 2011 einen Anstieg des weltweiten Vertragsvolumens und des Neugeschäfts. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Kreditrisikokosten weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres bleiben. Dagegen rechnen wir bei den Zinsen mit einem Anstieg im Jahresverlauf.
Für den Daimler-Konzern erwarten wir für das Jahr 2011 einen weiteren Umsatzanstieg auf deutlich mehr als 100 Mrd. ¤. Das Wachstum wird voraussichtlich von allen automobilen Geschäftsfeldern getragen.
Angesichts der über unseren ursprünglichen Einschätzungen liegenden Halbjahresergebnisse und der aktuell hohen Marktnachfrage rechnen wir für den Daimler-Konzern im Jahr 2011 mit einem EBIT aus dem laufenden Geschäft, das sehr deutlich über dem Niveau des Jahres 2010 und über unseren bisherigen Erwartungen liegt. Die Entwicklung in den ersten beiden Quartalen hat gezeigt, dass wir uns weiter auf einem guten Weg befinden, die angestrebten Zielrenditen ab dem Jahr 2013 nachhaltig zu erreichen.
Aufgrund der guten Nachfrage gehen wir davon aus, dass die weltweite Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2010 steigen wird.
Update 3: Auf Basis der aktuellen Einschätzungen rechnet Daimler im Jahr 2011 weiterhin mit einem Konzern-EBIT aus dem laufenden Geschäft, das sehr deutlich über dem Niveau des Jahres 2010 liegen wird. Der bisherige Geschäftsverlauf hat gezeigt, dass sich das Unternehmen weiter auf einem guten Weg befindet, die angestrebten Zielrenditen ab dem Jahr 2013 nachhaltig zu erreichen. Die Ziel-Umsatzrenditen sind für Mercedes-Benz Cars 10%, Daimler Trucks 8%, Mercedes-Benz Vans 9% und Daimler Buses 6%; die Ziel-Eigenkapitalrendite für Daimler Financial Services beträgt 17%. Diese Ziele basieren auf der Annahme eines stabilen weltwirtschaftlichen und politischen Umfelds und intakter Automobilmärkte.
Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder wird ein weiterer Anstieg des Konzern-Umsatzes auf deutlich mehr als 100 Mrd. ¤ erwartet. Das Wachstum wird voraussichtlich von allen automobilen Geschäftsfeldern getragen.
Der Konzern-Absatz wird insgesamt ebenfalls deutlich steigen (i. V. 1,9 Mio. Fahrzeuge). Dabei wird erwartet, dass der Absatz in allen Geschäftsfeldern jeweils über dem Niveau des Vorjahres liegen wird.
Mercedes-Benz Cars geht für das Jahr 2011 angesichts der insgesamt weiterhin günstigen Marktperspektiven sowie zahlreicher Modellwechsel und Produktneuheiten von einer weiteren Steigerung des Absatzes der Marke Mercedes-Benz auf ein neues Rekordniveau aus. Dank des aktuellen und wettbewerbsfähigen Modellangebots wird das Geschäftsfeld von der hohen Nachfrage nach den zahlreichen neuen Modellen im Segment der C-Klasse sowie vom anhaltenden Markterfolg der Geländewagen profitieren. Im September wurde in den USA mit der Auslieferung der neuen M-Klasse begonnen. Im vierten Quartal folgt die Roadster-Variante des Mercedes-Benz SLS AMG. Im November wird auch die neue B-Klasse an den Start gehen ? das erste Modell von insgesamt fünf neuen Fahrzeugen im Kompaktwagensegment.
Auf der Motorenseite werden besonders effiziente Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren sowie die Eco-Start-Stopp-Technologie in weiteren Modellen eingeführt. So ist in der neuen Generation der C-Klasse beispielsweise der C 220 CDI mit einem Verbrauch von nur 4,4 l/100 km bzw. 117 g CO2/km erhältlich.
Für die Marke smart wird aufgrund der vollen Verfügbarkeit der neuen Generation des smart fortwo ein Absatzniveau in der Größenordnung des Jahres 2010 erwartet.
Daimler Trucks rechnet für 2011 mit einer deutlichen Absatzsteigerung. Der Nachholbedarf sowohl auf dem europäischen Markt als auch in der NAFTA-Region trägt zur kräftigen Nachfragebelebung im Vergleich zum Vorjahr bei. Die Wiederaufbaumaßnahmen in Japan nach der Naturkatastrophe im März dieses Jahres erhöhen dort aktuell die Transportnachfrage. Damit wird der Anschluss an die Entwicklung vor diesen Ereignissen unterstützt.
Die sogenannten RIC-Märkte (RIC steht für Russland, Indien, China) wachsen dynamisch. Hierfür baut Daimler Trucks seine Kapazitäten aus: In Indien wird BharatBenz im April 2012 das Lkw-Produktionswerk eröffnen, in Russland wird die Zusammenarbeit mit Kamaz erweitert, und in China hat die Beijing Foton Daimler Automotive Co., Ltd. (BFDA) die abschließende behördliche Genehmigung für das Joint Venture von Daimler und Foton erhalten.
Die Auftragslage untermauert die Erwartungen für das laufende Jahr: Die Auftragseingänge waren auch im dritten Quartal mit 107.200 Einheiten auf hohem Niveau. Der Auftragsbestand übersteigt den Vorjahreswert deutlich. Für das vierte Quartal rechnet das Geschäftsfeld mit einem Absatz über dem Vorjahresniveau.
Mercedes-Benz Vans erwartet für 2011 aufgrund der anhaltenden Markterholung eine Absatzsteigerung in den wichtigsten Märkten. In Westeuropa wird das Geschäftsfeld die führende Marktposition bei den mittelgroßen und großen Transportern behaupten und am Marktwachstum teilnehmen. Darüber hinaus wird besonders in den USA und Osteuropa mit einer deutlichen Steigerung des Absatzes gerechnet. Die Erhöhung der Produktionskapazitäten in Argentinien wird das Wachstum in Lateinamerika zusätzlich beleben.
Daimler Buses geht davon aus, den Absatz von 40.000 Komplettbussen und Fahrgestellen übertreffen zu können. Dabei wird sich strukturell eine Verschiebung von Komplettbussen hin zu Fahrgestellen zeigen.
Daimler Financial Services rechnet mit einem höheren weltweiten Neugeschäft. Für das Vertragsvolumen wird auf wechselkursbereinigter Basis für das Schlussquartal von einem weiteren Anstieg ausgegangen. Das Geschäftsfeld erwartet für das Gesamtjahr einen Rückgang der weltweiten Kreditrisikokosten.
Aufgrund der guten Nachfrage geht der Daimler-Konzern davon aus, dass 2011 die weltweite Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2010 steigen wird.
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Adresse
- Mercedesstr. 137, D-70327 Stuttgart
Telefon/Fax:
- +49-711-17-0
- +49-711-17-22244
Internet:
Management/Führung
Vorstand
Andreas Renschler, Bodo Uebber, Dr. Christine Hohmann-Dennhardt , Dr. Dieter Zetsche, Dr. Thomas Weber, Dr. Wolfgang Bernhard
Aufsichtsrat
Ansgar Osseforth, Dr. Clemens Börsig, Dr. h. c. Bernhard Walter, Dr. Jürgen Hambrecht , Dr. Manfred Bischoff, Dr. Thomas Klebe, Erich Klemm , Gerard Kleisterlee, Jörg Hofmann, Jörg Spies, Jürgen Langer , Lloyd G. Trotter, Lynton R. Wilson, Paul Achleitner, Petraea Heynike, Prof. Heinrich Flegel, Sari Baldauf , Stefan Schwaab, Uwe Werner
Aktionärsstruktur
| Aktionär | Beteiligung in % |
|---|---|
| Aabar Investments PJSC... | 5,00% |
| BlackRock, Inc. | 5,72% |
| Streubesitz | 79,28% |
| Kuwait Investment... | 6,90% |
| Renault/Nissan | 3,10% |
Termine
| Zeit | Terminart |
|---|---|
| 22.02.2012 | Jahresabschluss |
| 04.04.2012 | Hauptversammlung |
| 27.04.2012 | Quartalszahlen |
Adhoc-Meldungen & Insidertrades
| Zeit | Meldung | Quelle |
|---|---|---|
| 23.09. | DGAP-DD: Daimler AG deutsch | DOW |
| 23.09. | DGAP-DD: Daimler AG english | DOW |
| 23.09. | DGAP-DD: Daimler AG deutsch | DGA |
| 23.09. | DGAP-DD: Daimler AG english | DGA |
| 17.08. | DGAP-DD: Daimler AG deutsch | DGA |
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