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DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
- Gattung:Aktie
- Branche:Automobile
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- WKN:710000 ISIN:DE0007100000 Symbol:DAI
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Firmenprofil
Die Daimler AG ist ein global operierender Automobilhersteller. Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge sowie Finanzdienstleistungen bilden das Kerngeschäft des zu den international führenden Produzenten zählenden Konzerns. Das an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart notierte Unternehmen fertigt und vertreibt seine Produkte weltweit. Rund um den Globus verfügt es über Fabriken, Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Die Geschäftsaktivitäten hat Daimler in die Bereiche Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Daimler Financial Services sowie Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses gegliedert. Zum Portfolio zählen neben der Premium-Marke Mercedes-Benz die Marken Smart, Mercedes-AMG, Maybach (voraussichtliche Einstellung 2013), Freightliner, Mitsubishi Fuso, Western Star, Detroit Diesel, Setra, Orion und Thomas Built Buses. Als Pionier des Automobilbaus betrachtet es Daimler als Anspruch und Verpflichtung, seiner Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden und die Zukunft der Mobilität sicher und nachhaltig zu gestalten. Firmensitz und Zentrale der Daimler AG ist Stuttgart, Baden-Württembergs Landeshauptstadt.
Ausblick, wie von dem Unternehmen im Geschäftsbericht oder in einer Pressemitteilung veröffentlicht: "
Nach heutiger Einschätzung dürften die weltweiten Automobilmärkte in diesem Jahr weiter wachsen. Davon ausgenommen sind die durch die Schuldenkrise zunehmend belasteten westeuropäischen Märkte. Global dürften die Pkw-Zulassungen um rund 4% zulegen, wobei das Wachstum im Wesentlichen von den asiatischen Schwellenländern, dem US-amerikanischen Markt und dem von Nachholeffekten beeinflussten japanischen Markt getrieben wird.
Bei mittelschweren und schweren Lkw geht Daimler davon aus, dass die weltweite Nachfrage 2012 mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Der nordamerikanische Markt dürfte sich trotz etwas verringerter Dynamik mit einem Wachstum zwischen 15 und 20% als wichtigster Nachfragetreiber weltweit erweisen. Die Lkw-Nachfrage in Europa steht dagegen im Zeichen der anhaltenden Staatsschuldenkrise und der daraus resultierenden Konjunkturschwäche. Deshalb kann hier bestenfalls mit einem Nachfragevolumen in etwa auf dem Vorjahresniveau gerechnet werden. Der japanische Markt für schwere und mittelschwere Lkw sollte hingegen dank des Wirtschaftswachstums, das durch Wiederaufbaumaßnahmen gestützt wird, im Vergleich zum Vorjahr um weitere 5 bis 10% zulegen. In den Schwellenländern dürfte die Lkw-Nachfrage insgesamt nur moderat wachsen.
Mercedes-Benz Cars geht davon aus, den Absatz in diesem Jahr weiter steigern zu können und dabei stärker zu wachsen als der Gesamtmarkt. Das wettbewerbsfähige Modellangebot wird dazu beitragen, in den traditionellen Märkten auch unter weniger günstigen Bedingungen zu wachsen. Dabei wird das Geschäftsfeld von einer weiterhin sehr hohen Nachfrage nach den attraktiven Modellen im Segment der C-Klasse profitieren. Im Luxussegment wird ab Ende März die Neuauflage des SL für neue Impulse sorgen. Bei den Geländewagen wird von der vollen Verfügbarkeit der neuen M-Klasse sowie ab September auch vom neuen GL weiteres Wachstum erwartet. Zusätzlich kommen im Juni sowohl der kompakte Geländewagen GLK als auch die G-Klasse als neue Generationen auf den Markt. Einen weiteren Beitrag zum Absatzwachstum werden die neuen Modelle im volumenstarken Kompaktwagensegment leisten. Bereits im November 2011 ging die neue B-Klasse an den Start, und die neue A-Klasse folgt ab September 2012.
Auf der Motorenseite werden die neuen und besonders effizienten Vier-, Sechs- und Acht-Zylinder-Motoren sowie die ECO-Start-Stopp-Technologie in weiteren Modellen eingeführt. Dies wird unter anderem für Impulse im Geschäft mit gewerblichen Kunden sorgen. Mit Hilfe der neuen Motoren und besonders sparsamer BlueEFFICIENCY-Modelle konnte Daimler 2011 den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der in der Europäischen Union verkauften Pkw auf 150 (i. V. 158) g/km verringern.
Im Rahmen der langfristig ausgelegten Wachstumsstrategie ?Mercedes-Benz 2020? wird das Produktangebot in den kommenden Jahren über alle Segmente hinweg deutlich erweitert. Allein im Kompaktwagensegment wird es künftig fünf Modelle mit Stern geben, die verstärkt auch auf jüngere Kundengruppen zielen. Gleichzeitig wird Mercedes-Benz Cars am oberen Ende des Modellspektrums wachsen ? beispielsweise mit drei zusätzlichen Varianten der nächsten S-Klasse, einer weiteren SUV-Variante sowie mit Modellen wie dem CLS Shooting Break, der als völlig neues Fahrzeugkonzept im September 2012 auf den Markt kommen wird. Positive Impulse erwartet smart in diesem Jahr durch zwei echte Höhepunkte: Der neue smart fortwo electric drive wird sukzessive in über 30 Märkten rund um den Globus eingeführt. Außerdem startet das smart ebike.
In regionaler Hinsicht sieht das Geschäftsfeld für 2012 vor allem in Nordamerika sowie in China, Indien und Russland weitere Wachstumschancen. Demgegenüber sind die Perspektiven in Westeuropa eher begrenzt. Mercedes-Benz Cars geht aber davon aus, dass insbesondere durch die Ausweitung des Modellportfolios die Position auch in diesen sehr wettbewerbsintensiven Märkten weiter gestärkt werden kann. Für die Marke smart wird ein weitgehend stabiles Absatzniveau erwartet.
Auch Daimler Trucks erwartet für dieses Jahr steigende Absätze. Nach dem deutlichen Absatzanstieg im Jahr 2011 will sich das Geschäftsfeld in Europa weiterhin besser entwickeln als der Markt. Für den brasilianischen Markt wird aufgrund der Einführung einer strengeren Abgasstufe nach dem Rekordjahr 2011 zunächst mit einem Absatzrückgang gerechnet.
Die Erholung des Lkw-Marktes im NAFTA-Raum wird sich voraussichtlich fortsetzen. Aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Fahrzeugflotten ist dort der Erneuerungsbedarf nach wie vor sehr hoch. Auf der Basis gut gefüllter Auftragsbücher erwartet das Geschäftsfeld davon überdurchschnittlich zu profitieren. Auch für Japan wird mit steigenden Verkaufszahlen gerechnet. Der Wiederaufbau nach der Naturkatastrophe führt zu einer verstärkten Lkw-Nachfrage.
Durch die Aktivitäten in Russland, Indien und China hat das Geschäftsfeld die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in diesen Märkten geschaffen: Für das Joint Venture in China wurden die finalen behördlichen Genehmigungen im vergangenen Jahr erteilt, in Russland präsentierte das Joint Venture mit Kamaz den ersten Kamaz-Truck mit Komponenten von Daimler, und in Indien wird im April 2012 das erste Werk eröffnet.
Grundsätzlich geht das Geschäftsfeld davon aus, dass die weltweite Marktposition in den kommenden Jahren weiter verbessert wird. Dabei stützt sich Daimler Trucks auf eine Vielzahl neuer Modelle und die Flexibilität des globalen Produktionsverbunds.
Bei Mercedes-Benz Vans dürfte sich der positive Absatztrend fortsetzen. Auf der Produktseite sollte hierzu der neue City Van Citan beitragen, mit dem ab diesem Jahr zusätzliche Wachstumspotenziale in einem neuen Marktsegment erschlossen werden können. Die Produktion in Argentinien wurde zum Jahresbeginn 2012 auf die aktuelle Modellgeneration des Sprinter umgestellt. Dadurch wird das Angebot in den lateinamerikanischen Märkten deutlich aufgewertet. Über die Fertigung vor Ort soll auch der Absatz in China deutlich gesteigert werden. Deshalb wird in dem Gemeinschaftsunternehmen Fujian Daimler Automotive zusätzlich zu den Modellen Vito und Viano seit Ende 2011 nun auch der Sprinter produziert.
Daimler Buses geht davon aus, die Marktführerschaft in seinen Kernmärkten bei den Omnibussen über 8t mit innovativen und hochwertigen neuen Produkten behaupten zu können. Dabei wird für 2012 ein leichter Absatzrückgang aufgrund der Einführung der Euro-V-Abgasnorm in Brasilien erwartet. In dem stabilen Kernmarkt Westeuropa wird mit einem leichten Absatzanstieg gerechnet, da mit dem neuen Mercedes-Benz Citaro ein qualitativ herausragendes Produkt eingeführt wurde.
Daimler Financial Services erwartet im Kerngeschäft mit Fahrzeugfinanzierung und -leasing sowohl beim Vertragsvolumen als auch beim Neugeschäft weitere Zuwächse. Dazu dürften insbesondere das Wachstum in den BRIC-Märkten und das Angebot von Finanzdienstleistungen für die neuen Fahrzeugmodelle im Kompaktwagensegment beitragen. Im Versicherungsbereich soll die Zahl der vermittelten Policen weiter gesteigert werden und sich die Marktdurchdringung erhöhen. Ein kräftiges Wachstum wird auch im neuen Geschäftsbereich ?Mobility Services? erwartet, in den 2011 das Mobilitätskonzept car2go integriert wurde.
Auf Basis der Annahmen zur Entwicklung wichtiger Absatzmärkte und der Planungen der Geschäftsfelder rechnet der Daimler-Konzern damit, dass der Absatz in diesem Jahr insgesamt weiter deutlich steigen und der Umsatz ebenfalls weiter zunehmen wird. Es wird ein EBIT aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres angestrebt. Dabei werden Wechselkurse auf dem derzeitigen Niveau unterstellt.
Für das Automobilgeschäft strebt Daimler über die Markt- und Produktzyklen hinweg eine jahresdurchschnittliche Umsatzrendite von 9% an. Basis hierfür sind die Zielrenditen der einzelnen Geschäftsfelder, die ab dem Jahr 2013 nachhaltig erreicht werden sollen: 10% für Mercedes-Benz Cars, 8% für Daimler Trucks, 9% für Mercedes-Benz Vans und 6% für Daimler Buses. Für das Geschäftsfeld Daimler Financial Services hat sich der Konzern eine Eigenkapitalrendite von 17% vorgenommen.
Im Zeitraum von 2012 bis 2013 wird Daimler insgesamt 21,5 Mrd. ¤ für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (10,9 Mrd. ¤) sowie für Sachinvestitionen (10,6 Mrd. ¤) einsetzen. Das sind 3,2 Mrd. ¤ mehr als in den beiden Jahren 2010 und 2011.
Um die anspruchsvollen Wachstumsziele erreichen zu können, wird der Daimler-Konzern in allen Geschäftsfeldern zusätzliche Mitarbeiter benötigen. Im Rahmen der Erweiterung der Produktionskapazitäten werden vor allem in Nordamerika, Asien und Ungarn weitere Arbeitsplätze geschaffen. Mit dem Aufbau der Produktionskapazitäten im Ausland werden die Arbeitsplätze in Deutschland nachhaltig abgesichert.
Update: Zu Beginn des zweiten Quartals sprechen die meisten Frühindikatoren dafür, dass die Weltwirtschaft ihre Expansion im weiteren Jahresverlauf nicht nur fortsetzt, sondern zum Jahresende hin auch beschleunigen könnte. Allerdings bleibt der Aufschwung angesichts weiterhin vorhandener Risiken und bestehender Marktunsicherheiten noch ausgesprochen fragil und anfällig für externe Störungen. Dies gilt insbesondere für die weitere Entwicklung in der Europäischen Währungsunion (EWU), die noch auf absehbare Zeit durch die Staatsschuldenkrise und Konsolidierungsmaßnahmen geprägt sein wird. Es gibt berechtigte Sorgen, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung in der EWU auch im zweiten Quartal 2012 rückläufig sein könnte. Das Ergebnis sollte aber besser sein als in den ersten drei Monaten, und es gibt auch durchaus Chancen, dass zumindest das Vorquartalsniveau gehalten wird. Wenn sich die Krise nicht weiter verschärft, sollte es für die EWU im laufenden Jahr bei einer milden und zeitlich begrenzten Rezession bleiben. Dabei werden allerdings die regionalen Unterschiede erheblich sein. Während die kleineren Länder der Peripherie teilweise tiefe Rezessionen durchlaufen und auch größere Volkswirtschaften wie Italien und Spanien im Minus liegen, haben sich zuletzt die konjunkturellen Aussichten für Deutschland merklich aufgehellt und bewegen sich eher in Richtung eines leichten Wachstums um 1%. Noch ausgeprägter ist die Anhebung der Wachstumserwartungen für die USA. Die Frühindikatoren signalisieren, dass die US-amerikanische Wirtschaft einen Wachstumspfad eingeschlagen hat, der aber mit Zuwachsraten um die 2% für amerikanische Verhältnisse noch immer vergleichsweise moderat ausfällt. Aufgrund der immens gestiegenen globalen Bedeutung ist insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in China entscheidend. Hier ist zwar ein Nachlassen der Wachstumsdynamik unübersehbar, aber ein gesamtwirtschaftlicher Zuwachs von rund 8% bleibt durchaus erreichbar. Während die anderen asiatischen Volkswirtschaften ebenfalls solide zulegen sollten, werden Osteuropa und Lateinamerika trotz einer erwarteten Belebung in der zweiten Jahreshälfte vermutlich merklich geringere Zuwächse erreichen als im Vorjahr. In Summe werden die Schwellenländer im Jahr 2012 aber mit rund 5% erneut deutlich stärker zulegen als die Industrieländer (1,0 bis 1,5%), womit sich für die Weltwirtschaft ein Zuwachs von 2,5 bis 3% ergeben würde.
Der Anstieg der globalen Automobilnachfrage sollte sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen, wobei die kräftigsten Wachstumsimpulse aus dem US-amerikanischen und dem japanischen Markt kommen dürften. Für die weltweiten Pkw-Zulassungen wird ein Zuwachs von rund 4% erwartet. In den USA ist aufgrund der verbesserten volkswirtschaftlichen Perspektiven mit einem Wachstum der Pkw-Nachfrage um rund 10% zu rechnen. Damit dürfte der Markt mit rund 14 Millionen verkauften Fahrzeugen das höchste Niveau seit fünf Jahren erreichen. Das Wachstum im japanischen Markt wird dank anhaltender Nachholeffekte und wiederbelebter staatlicher Kaufzuschüsse sogar deutlich zweistellig ausfallen. In Westeuropa hingegen ist aufgrund der nach wie vor ungelösten Staatsschuldenkrise und der damit verbundenen Konjunkturschwäche in Summe mit einem weiteren spürbaren Rückgang der Pkw-Nachfrage zu rechnen. Damit würde das Marktvolumen auf den niedrigsten Stand seit mehr als 15 Jahren fallen. Der deutsche Markt kann sich diesem Trend zwar nicht vollständig entziehen, dürfte aber immerhin einen leichten Nachfragezuwachs verzeichnen. Der chinesische Pkw-Markt sollte weiter zulegen, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr eine nachlassende Wachstumsdynamik zu erwarten ist. Der Zuwachs im Premium-Segment sollte dabei allerdings weiterhin deutlich überproportional ausfallen. In Indien hingegen ist nach der merklichen Wachstumsabschwächung im Vorjahr wieder mit etwas höheren Wachstumsraten zu rechnen. Für den brasilianischen Markt ist erneut nur von einem leichten Anstieg der Zulassungszahlen auszugehen. Die Pkw-Nachfrage in Russland dürfte 2012 nach der kräftigen Erholung in den beiden Vorjahren nur noch moderat wachsen.
Bei der Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw dürfte sich der nordamerikanische Markt mit einem Zuwachs zwischen 15 und 20% erneut als wichtigster Nachfragetreiber weltweit erweisen. Verglichen mit dem ersten Quartal erwarten wir für die Folgequartale eine moderatere Wachstumsdynamik. Für den europäischen Lkw-Markt kann hingegen aufgrund der anhaltenden Staatsschuldenkrise und der schwachen Konjunktur bestenfalls mit einem Nachfragevolumen in etwa auf dem Vorjahresniveau gerechnet werden. Der japanische Markt sollte weiterhin von den anhaltenden Wiederaufbaumaßnahmen profitieren und dabei in einer Größenordnung von 15 bis 20% wachsen. Infolge der Einführung einer strengeren Abgasnorm analog zu Euro V wird für den brasilianischen Lkw-Markt ein Nachfragerückgang in der Größenordnung von 10 bis 20% erwartet. Für China wird nach der rückläufigen Marktentwicklung des Vorjahres mit einer Stabilisierung der Lkw-Zulassungen gerechnet. Der indische Markt dürfte sich mindestens auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, und in Russland ist im Vergleich zu den beiden Vorjahren von einem deutlich moderateren Nachfragezuwachs auszugehen.
Für den europäischen Transportermarkt erwarten wir im Segment mittelgroßer und großer Transporter aufgrund der Schuldenkrise und deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft insgesamt einen leichten Marktrückgang. Dies ist vor allem auf die Schwäche der Märkte in Südeuropa zurückzuführen. Der Markt für Small-Vans dürfte sich in Europa leicht positiv entwickeln. Nachdem sich der Markt für große Transporter in den USA bereits im Jahr 2011 sehr positiv entwickelt hat, erwarten wir für das Jahr 2012 erneut ein deutliches Wachstum. Auch in Lateinamerika rechnen wir mit einem weiteren Marktzuwachs. Der chinesische Markt für mittelschwere und schwere Transporter dürfte sich leicht rückläufig entwickeln.
Bei den Omnibussen rechnen wir in Westeuropa mit einer stabilen Entwicklung. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Situation dürfte der Markt auf dem relativ niedrigen Niveau des Jahres 2011 verharren. In Lateinamerika gehen wir von einem Nachfragerückgang im Zusammenhang mit der Einführung neuer Abgasnormen aus.
Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz im Jahr 2012 den Absatz des Jahres 2011 von 2,1 Mio. Fahrzeugen übertreffen wird.
Mercedes-Benz Cars geht davon aus, den Absatz im laufenden Jahr weiter steigern zu können und dabei stärker zu wachsen als der Gesamtmarkt. Wir erwarten, dass unser Absatz auch in den weiteren Quartalen des laufenden Jahres jeweils über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Dabei werden wir 2012 von einer weiterhin hohen Nachfrage nach unseren Modellen im Segment der C-Klasse profitieren. Ende März haben wir mit dem SL eine Neuauflage unserer Ikone im Sportwagensektor auf den Markt gebracht. Bei den Geländewagen erwarten wir vor allem von der vollen Verfügbarkeit der neuen M-Klasse sowie ab September 2012 auch vom neuen GL weiteres Wachstum. Zusätzlich kommen im Juni 2012 sowohl der kompakte Geländewagen GLK als auch die G-Klasse als neue Generationen auf den Markt. Einen weiteren Beitrag zum Absatzwachstum werden die neuen Modelle im volumenstarken Kompaktwagensegment leisten. Bereits im November 2011 ging die neue B-Klasse an den Start, und die neue A-Klasse folgt ab September 2012. Mit dem CLS Shooting Brake wird im September ein völlig neues Fahrzeugkonzept auf den Markt kommen. In regionaler Hinsicht sehen wir für 2012 vor allem in Nordamerika sowie in China, Indien und Russland weitere Wachstumschancen. Für die Marke smart erwarten wir ein weitgehend stabiles Absatzniveau.
Daimler Trucks erwartet für das laufende Jahr erneut steigende Absätze. In Europa wollen wir uns besser als der Gesamtmarkt entwickeln und somit unsere Marktführung weiter ausbauen. Unser wichtigster Hebel dafür ist der neue Actros. Effekte im Zusammenhang mit der Einführung einer strengeren Abgasstufe in Brasilien lassen für das aktuelle Jahr dort eine eher schwierige Absatzsituation erwarten, bei der wir jedoch unsere gute Marktposition halten werden. Aufgrund des nach wie vor sehr hohen Durchschnittsalters der Fahrzeugflotten gehen wir im NAFTA-Raum von einem anhaltend hohen Ersatzbedarf und somit einer weiteren Absatzsteigerung aus. Auch für Japan erwarten wir ? getragen vom Wiederaufbau nach der Naturkatastrophe ? steigende Verkaufszahlen.
Einen weiteren großen Schritt machen wir bei der Erschließung neuer Absatzmärkte: In Indien werden wir im dritten Quartal mit der Produktion von Fahrzeugen der Marke BharatBenz beginnen. Die Lkw für das sogenannte Modern Domestic-Segment sind robuster und einfacher ausgestattet als typische Triade- Lkw, weisen aber eine bessere Qualität und Kraftstoffeffizienz auf als die bisher auf dem indischen Subkontinent verfügbaren Fahrzeuge. Im weltweit größten Lkw-Markt China verfolgt Daimler Trucks zwei strategische Richtungen: den Verkauf der hochwertigen Mercedes-Benz Lkw für das Premiumsegment sowie zusätzlich den Verkauf von Lkw im preislich niedriger angesiedelten Volumenmarkt über das Joint Venture mit Foton. Die Kooperation übernimmt ab dem dritten Quartal die Produktion von Lkw der Marke Auman. Gemeinsam mit unserem strategischen Partner Kamaz operieren wir in Russland. Durch unsere beiden Joint Ventures erschließen wir den wachsenden russischen Markt und bauen so die globale Präsenz der Daimler Trucks weiter aus.
Mercedes-Benz Vans geht für das Jahr 2012 von einer weiteren Steigerung des Absatzes aus. Die Einführung des neuen Citan im Small-Van-Segment wird unseren Absatz in Europa weiter beleben. Insgesamt erwarten wir, das Absatzniveau des Jahres 2011 in Europa halten zu können. Darüber hinaus rechnet Mercedes- Benz Vans für 2012 mit einer Steigerung des Absatzes in den USA. Auch in den lateinamerikanischen Märkten sollten wir an der positiven Entwicklung durch die Einführung der aktuellen Modellgeneration des Sprinter partizipieren können.
Daimler Buses geht für das Jahr 2012 von einem geringeren Absatz aus, wobei sich der Anteil der Komplettbusse am Gesamtabsatz positiv entwickeln dürfte. Insbesondere in Lateinamerika erwarten wir für das Jahr 2012 eine schwächere Nachfrage aufgrund der Einführung der Euro-V-Abgasnorm, die im Jahr 2011 zu Vorzieheffekten geführt hat. Für das Komplettbusgeschäft in Europa gehen wir von einer leichten Erholung aus.
Daimler Financial Services erwartet für das Geschäftsjahr 2012 einen weiteren Anstieg von Vertragsvolumen und Neugeschäft. Bei den Kreditrisikokosten ist eine Normalisierung ? und damit ein moderater Anstieg gegenüber dem außergewöhnlich niedrigen Niveau des Jahres 2011 ? zu erwarten.
Nach dem deutlichen Anstieg im Jahr 2011 gehen wir davon aus, dass der Konzern-Umsatz von Daimler im Jahr 2012 weiter zunehmen wird. In regionaler Hinsicht rechnen wir in den Schwellenländern und in Nordamerika mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten.
Auf der Basis der aktuellen Markterwartungen sowie der Planungen unserer Geschäftsfelder streben wir für den Daimler- Konzern im Jahr 2012 ein EBIT aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres an. Dabei unterstellen wir Wechselkurse auf dem derzeitigen Niveau.
Für die einzelnen Geschäftsfelder streben wir die folgenden EBIT-Ziele aus dem laufenden Geschäft an: Mercedes-Benz Cars: auf Vorjahresniveau, Daimler Trucks: mindestens auf Vorjahresniveau, Mercedes-Benz Vans: mindestens auf Vorjahresniveau, Daimler Buses: unter Vorjahresniveau, Daimler Financial Services: leicht unter Vorjahresniveau .
Daimler Buses erwartet im weiteren Jahresverlauf Belastungen aus der Repositionierung des europäischen Busgeschäfts von bis zu 50 Mio. ¤ sowie des nordamerikanischen Busgeschäfts von rund 60 Mio. ¤.
Aufgrund der guten Nachfrage gehen wir davon aus, dass die weltweite Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2011 steigen wird.
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