XETRA-START/Etwas leichter - Krones nach CFO-Aussagen gesucht
01.02.2010 - 10:21
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Wiederholung)
FRANKFURT (Dow Jones)--Ein schwaches spätes Geschäft an Wall Street am Freitag hat die deutschen Aktienmärkte mit Kursverlusten in die neue Woche starten lassen. Kurz nach Sitzungsbeginn erholen sich die Indizes allerdings wieder etwas. "Marktsentiment und Vertrauen sind sehr unbeständig. So schnell sich die Stimmung zuletzt eingetrübt hat, so rasch kann sie sich auch wieder erholen. Auch ohne jeglichen Katalysator", sagt ein Händler. Bis 9.52 Uhr sinkt der DAX um 0,4% bzw 21 auf 5.588 Punkte und zeigt sich damit etwas leichter.
Charttechnisch ist der Leitindex im Bereich von 5.540 Punkten unterstützt, auf Widerstand trifft er auf dem Niveau von 5.676 Punkten. In der zweiten Reihe geht es für den MDAX um 0,4% auf 7.479 Punkte nach unten. Der TecDAX gibt um 0,1% auf 807 Punkte nach.
Für Zurückhaltung unter den Börsianern sorgt unter anderem die Veröffentlichung des chinesischen Einkaufsmanagerindex. Er ist im Januar auf 55,8 Punkte von 56,6 Punkten im Dezember gesunken. Darüber hinaus lassen Äußerungen von James Bullard, President der Federal Reserve Bank of St. Louis, Bedenken aufkommen, die US-Notenbank könne früher als erwartet von ihrem ultralockeren geldpolitischen Kurs abweichen.
Die USA hätten das Risiko einer Deflation hinter sich gelassen, hatte er im Gespräch mit der "Financial Times" gesagt. "Das 'Herausspülen' auch des letzten Deflationsrisikos war eines der Ziele der quantitativen Lockerungen von Ben Bernanke", sagt ein Marktteilnehmer.
Für neue Impulse könnten im Verlauf des Tages die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe des Euroraums und der USA im Januar sorgen. Wichtiger für die Richtung der Aktienkurse düfte nach Einschätzung von Händlern dabei der ISM-Index sein. Ökonomen erwarten im Mittel ihrer Prognosen einen leichten Anstieg auf 55,3 von 54,9 Punkten im Vormonat. Aus der größten Volkswirtschaft der Welt sind darüber hinaus die Bauausgaben für Dezember avisiert.
Gesucht sind zu Wochenbeginn vor allem defensive Werte. Deutsche Telekom verteuern sich um 0,5% auf 9,40 EUR, E.ON um 0,5% auf 26,79 EUR und Merck um 0,4% auf 64,76 EUR. Stärkster DAX-Titel sind am Morgen allerdings Infineon, die um 1% auf 4,06 EUR vorrücken. Citigroup und UBS haben ihre Kursziele für den Halbleiterhersteller auf 5,40 (5,07) EUR respektive 4,50 (4,20) EUR erhöht.
Schwach zeigen sich hingegen Fresenius, die bei hohen Umsätzen um 1,9% auf 48,26 EUR nachgeben. Damit haben die Aktien des Pharmakonzerns die "rote Laterne" unter den heimischen Blue Chips inne. "Das Interview mit Gesundheitsminister Rösler in der 'ARD' belastet die Kurse", sagt ein Händler. Zwar habe Rösler schon vor kurzem in einem "Spiegel"-Interview Kostensenkungsmaßnahmen auch bei Medikamenten thematisiert. Neben den Preisen rücke nun aber offensichtlich auch die Dauer des Patentschutzes auf Medikamente in den Blick.
Anders sieht dies ein Analyst: Der zunehmende Druck auf eine Verringerung der Gesundheitskosten in Deutschland sei "kein Thema" aus Sicht der Investoren. Zum Einen würde sich mit sinkenden Preisen für Medikamente nur ein jahrelanger Trend fortsetzen. Zum Anderen sei gerade der deutsche Absatzmarkt stark von Generika geprägt - ein Grund für die Tendenz nachgebender Preise. Und schließlich komme dem deutsche Markt für die Pharmakonzerne im weltweiten Maßstab nur eine untergeordnete Rolle zu. Bayer verbilligen sich um 1,4% auf 48,80 EUR, BASF um 0,9% auf 40,85 EUR.
Im MDAX ziehen Krones um 5,6% auf 37,89 EUR an. "Wir werden im ersten Halbjahr 2010 eine auskömmliche Auslastung haben und damit definitiv die Rückkehr zum Gewinn schaffen", sagte Hans-Jürgen Thaus, Finanzvorstand (CFO) des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Im TecDAX machen die Umstufungen der Analysten die Kurse. So steigen Manz Automation um 3,3% auf 62,48 EUR, nachdem die Credit Suisse die Aktien auf "Outperform" von "Neutral" angehoben hat. Die Analysten rechnen in den kommenden Monaten mit positiven Meldungen beim Auftragseingang, womit sich die Entwicklung aus dem vierten Quartal fortsetzen dürfte.
centrotherm verbilligen sich um 2,8% auf 39,37 EUR auch hier ist eine Umstufung der schweizerischen Großbank der Auslöser. Die Analysten bewerten den Titel nunmehr nur noch mit "Neutral" nach "Outperform". Die Mitteilung, dass der erste Dünnfilmkunde des Unternehmens die Produktion aufgenommen habe, sei der letzte wichtige positive Katalysator gewesen.
DJG/jej/reh
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February 01, 2010 04:21 ET (09:21 GMT)
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