Europas Börsen schließen leichter - Pharmatitel gefragt
18.03.2010 - 18:38
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Kurse an den europäischen Börsen sind am Donnerstag überwiegend etwas zurückgegangen. Der Dow-Jones-Euro-Stoxx-50 verlor 0,6% oder 18 Punkte auf 2.914 und der Stoxx-50 tendierte dagegen mit einem marginalen Minus von knapp 1 Zähler auf 2.614 nahezu unverändert. Händler sprachen von einem vergleichsweise ruhigen Geschäft, bei dem die Konjunkturdaten aus den USA keine Wirkung entfalteten. An vielen Terminbörsen laufen am Freitag Futures und Optionen aus, der so genannte "Hexensabbat" habe Investoren eher an die Seitenlinie gedrückt, meinten Händler. Unterstützt sein sollte der Euro-Stoxx beim potenziellen Basispreis von 2.900 Punkten, einen Widerstand sehen Händler bei 3.000 Zählern.
Pharmatitel gesucht
Das vergleichsweise gute Abschneiden des Stoxx-50-Index erklärt sich vor allem aus der höheren Gewichtung der starken Pharmatitel, deren Index um 1,2% zulegte. "Die Anleger suchen konjunkturresistente und defensive Titel", so ein Händler. GlaxoSmithKline legten um 3,9% auf 1.272 p zu und profitierten auch von Spekulationen über ein Asthma-Mittel. Die Gefahr eines baldigen US-Generikums für das Asthma-Mittel "Advair" sei deutlich gesunken, so Stimmen aus dem Handel.
Griechenland-Krise wieder aufgeflammt - Bankentitel unter Druck
Der Euro-Stoxx-50 habe dagegen unter Gewinnmitnahmen vor allem im Bankensektor gelitten, meinten Händler. Grund war die wiederaufgeflammte Griechenland-Krise. "Griechenland pokert um Finanzhilfen der EU", so ein Händler mit Blick auf Äußerungen, nach denen Griechenland auch den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe bitten könnte. Besonders stark unter Druck standen die griechischen Banken: EFG verloren 7,1%, Alpha Bank 9,6%, National Bank of Greece 6% und Piraeus Bank 5,3%. Daneben gaben Allied Irish 3,3% ab und RBS 3,6%. Der Branchenindex im Euro-Stoxx büßte 1,4% ein, sein Pendant im Stoxx 1,2%.
Generali nach durchwachsenen Zahlen leichter
Generali notierten nach durchwachsenen Zahlen 0,6% leichter bei 17,82 EUR. Das Nettoergebnis hat die Erwartungen verfehlt. Der Grund für die Zielverfehlung habe in einer höheren Schaden-Kosten-Quote gelegen, die aus der Entwicklung in Italien resultiert habe, meinten die Analysten der DZ-Bank. Die Bruttoprämien hätten aufgrund einer überzeugenden Entwicklung im Lebensversicherungsgeschäft um 3% gesteigert werden können. Für den europäischen Versicherungssektor ging es um 0,5% nach unten.
Europäische Schlussstände am Donnerstag, den 18. März 2010:
Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2913,74 -17,57 -0,6 -1,8
Stoxx-50 2614,19 -0,78 0,0 1,4
Stoxx-600 261,20 -0,14 -0,1 3,2
Frankfurt XETRA-DAX 6012,31 -11,97 -0,2 0,9
London FTSE-100 5642,62 -2,01 0,0 4,2
Paris CAC-40 3938,18 -19,71 -0,5 0,0
Amsterdam AEX 341,95 -1,11 -0,3 2,0
Athen ATHEX-20 994,87 -44,75 -4,3 -11,6
Brüssel BEL-20 2654,85 -10,77 -0,4 5,7
Budapest BUX 24000,01 219,31 0,9 13,1
Helsinki OMXH-25 2240,95 -17,52 -0,8 10,3
Istanbul NAT30 66726,06 -896,07 -1,3 -0,4
Kopenhagen OMXC-20 377,87 -0,49 -0,1 12,2
Madrid IBEX-35 11073,50 -93,30 -0,8 -7,3
Mailand FTSE-MIB 22785,15 -117,43 -0,5 -2,0
Moskau RTS 1558,80 -4,66 -0,3 7,9
Oslo OBX 335,82 -2,65 -0,8 -1,0
Prag PX 1208,50 -9,60 -0,8 8,2
Stockholm OMXS-30 1018,19 -7,39 -0,7 7,0
Warschau WIG-20 2445,40 -20,58 -0,8 2,4
Wien ATX 2583,63 -25,86 -1,0 3,5
Zürich SMI 6897,74 5,73 0,1 5,4
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,
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March 18, 2010 13:38 ET (17:38 GMT)
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