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20.000 zu 13.000

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine Börsenwette ist in dieser Woche noch nicht nötig. Alle Varianten werden heftig diskutiert. Ab 26.09. um 18.00 Uhr geht es dann los.

Deutet sich eine bürgerliche Regierung an, gleichgültig in welcher Konstruktion, erhöht sich das Potenzial im DAX auf ca. 20.000. Das wären rd. 30 %.

Deutet sich eine linksorientierte Regierung an, liegt das DAX-Risiko bei 13.000 oder rd. 15 % unter aktuellem Stand. Welche Kriterien sprechen dafür?

Auf einzelne Zahlen ist zurzeit nicht einzugehen. Aber zweifellos möglich ist es, die Perspektiven zu schätzen. Jede bürgerliche Regierung neigt dazu, den Rahmen für Unternehmerentscheidungen großzügig auszulegen. Sei es für Investitionen, sei es für neue Ideen oder unternehmerische Pläne. Am Beispiel Wasserstoff lässt sich das festmachen. Beträge bis 1 Bio. Euro werden herumgereicht. Auch 2 Bio. Euro sind wohl denkbar. Natürlich in mehreren Jahren. Wer finanziert so etwas? Der Staat kann es nicht. Umverteilungsaspekte gibt es nicht. Nur der Kapitalmarkt erlaubt die Möglichkeit, sinnvolle Unternehmerkonzeptionen a) zu planen, b) technisch zu bewältigen und c) schließlich zu finanzieren. Dieses investierte Geld verlangt eine Rendite. Sie muss ausreichend interessant sein, um dieses Geld zu sammeln.

Eine linksgerichtete Regierung neigt dazu, das Thema zunächst mit Regeln und Verboten für die bisherige Energie anzugehen oder mit Steuererhöhungen oder anderen Finanzkonstrukten dem Markt etwas abzuverlangen, wofür es keine Rendite gibt. Damit sind Pläne in Sachen Wasserstoff mit sozialistischen Modellen nicht finanzierbar. Das Ganze ist grob umrissen, aber darin liegt der Unterschied im Denkansatz.

An der Börse werden Erwartungen gehandelt. Sie werden jeweils überprüft, ob sie noch stimmen oder nicht. Diese Erwartungen werden also ab dem 27.09. im Raum stehen. 30 % Potenzial für den DAX lassen sich leicht rechnen. Das durchschnittliche KGV für den DAX liegt bei rd. 14. Die Perspektiven der Firmen gehen in ihren Plänen sogar noch weiter. Unabhängig von einer möglichen Konsolidierung sind technische Risiken einzukalkulieren, aber die Zielgröße 20.000 lässt sich begründen.

Eine sozialistische Variante würde sich im Zuge der Kabinettsbildung sehr schnell ergeben. Die Steuerpläne sind bekannt, die automatisch dazu führen, dass Zurückhaltung entsteht. Diese Zurückhaltung ist zunächst gefühlt und nicht begründet, aber hinreichend gut zu vermuten. Deshalb wird eine solche Korrektur relativ schnell erkennbar sein. Vermutlich in den ersten drei bis vier Monaten. Das Potenzial 20.000 rechnet sich dagegen über eine längere Zeit, wahrscheinlich zwei Jahre. Denn die Dynamisierung der deutschen Wirtschaft benötigt Geld und Ideen, die nicht so schnell umgesetzt werden können. Wer wettet mit?

Ihr

Hans A. Bernecker

P.S.: Der politische Rahmen war eines der wesentlichen Betrachtungen beim Themen-Check mit Hans A. Bernecker im Rahmen von Bernecker.TV (Sendung vom 15.09.2021). Dieser und viele weitere Beiträge sind im Bernecker.TV für gerade mal 4,95 € pro Monat zu haben. Weitere Infos unter: www.bernecker.tv

 

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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