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391.442: Die Zahl der staatlichen Kontenabrufe explodiert!

| Quelle: Markus Miller | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

zuletzt habe ich ausführlich über die aktuellen Entwicklungen beim automatischen Informationsaustausch AIA berichtet. Ab September 2018 melden weltweit über 100 Länder ihre Kundendaten, wie beispielsweise Kontostände oder Wertpapiererträge, an die heimatlichen Steuerbehörden der jeweiligen Bankkunden. Die Rechtsgrundlagen für die Einführung des AIA sind bereits zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

Neben diesem internationalen Daten-Austauschprogramm gibt es auch im Inland bedenkliche Entwicklungen bezüglich der Kontenabrufmöglichkeiten durch staatliche Behörden. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich. In beiden Ländern gibt es zentrale Kontenregister, die auf Knopfdruck einsehbar sind, und zwar für eine Vielzahl staatlicher Behörden. Steuerbetrug, Sozialmissbrauch und säumige Privatschuldner werden dadurch bekämpft. 

Datenschutz und Privatsphäre werden immer weiter eingeschränkt

Der Datenaustausch wird durch neue IT-Verfahren immer einfacher. Banken und Sparkassen müssen seit dem letzten Jahre die Steuer-Identifikationsnummer des Kontoinhabers in eine Datenbank eintragen. Berechtigte Ämter dürfen diese Information jetzt abrufen, ohne dass der entsprechende Finanzdienstleister oder der Bankkunde darüber informiert wird. 391.442 Kontoabfragen zur Verfolgung von Steuerbetrug, Sozialmissbrauch oder von säumigen Privatschuldnern sind allein im ersten Halbjahr 2018 bei den Banken in Deutschland eingegangen.

Das ist ein Plus von 38% im Vergleich zum Vorjahr. Die Marke von 1 Million Kontenabrufe ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Der gläserne Bankkunde und der Überwachungsstaat sind vor dem Hintergrund dieser bedenklichen Zahlen nicht mehr bloß eine Gefahr, sondern Realität. Vor diesen negativen Entwicklungen und Rahmenbedingungen hat ein strategisches Auslandskonto nichts an seiner Wichtigkeit verloren.

Herzliche Grüße

Markus Miller

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Markus Miller

Markus Miller Markus Miller (1973) hat langjährige Erfahrungen bei international tätigen Banken und Beratungsfirmen in Österreich, Liechtenstein sowie der Schweiz gesammelt. Der renommierte Analytiker ist Gründer und Geschäftsführer des spanischen Medien- und Consultingunternehmens GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. mit Sitz auf der Baleareninsel Mallorca. In dieser Funktion koordiniert er ein internationales Informations- und Kommunikations-Netzwerk von Wirtschafts- und Finanzexperten, Rechtsanwälten und Steuerberatern. Markus Miller ist Chefanalyst und Chefredakteur des renommierten Wirtschaftsmagazins „Kapitalschutz vertraulich“, einem ganzheitlichen Wirtschafts- und Beratungsdienst, bei dem neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen zusätzlich die - für den umfassenden Vermögensschutz - so wichtigen Segmente der GeoPolitik, Rechtsprechung und Steuergesetzgebung berücksichtigt werden.

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