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3%-Marke in Sicht! Anstieg der US-Renditen soll sich fortsetzen

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die gestern an dieser Stelle vorgestellte Kurzfrist-Spekulation auf weiter steigende Kurse beim DAX ist leider nicht aufgegangen. Die von den Charttechnikern von HSBC (für bestehende Positionen) als Stoppkurs empfohlene Marke von 13470 Punkten wurde am Nachmittag im Zuge des Abschwungs unterschritten, der passend dazu vorgestellte Knock-out-Schein ist vorzeitig fällig geworden. Das ist ärgerlich, aber Verluste gehören beim Trading nun mal dazu. Bei einem hier gegebenen Chance-Risiko-Verhältnis von 4:1 reicht es für einen profitablen Handel auf Dauer locker aus, wenn im Schnitt jeder zweite oder dritte Trade erfolgreich verläuft.

Gute Chancen sehen Marktbeobachter zunehmend im Bereich der US-Zinsen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist gerade auf ein Drei-Jahres-Hoch bei rund 2,66 Prozent gestiegen und hat damit den markanten Widerstand bei gut 2,6 Prozent zumindest vorerst überwinden können. Ende 2016 und im Frühjahr 2017 war der Höhenflug der Renditen an dieser Marke noch gestoppt worden. Nach dem damaligen Doppelhoch ging es zunächst fast bis auf 2 Prozent runter, bevor im Herbst der nächste Anlauf gestartet wurde.

Die Kollegen von „Wellenreiter Invest“ nennen als einen wichtigen Grund für diese Entwicklung die Repatriierung von Auslandsvermögen durch die großen US-Tech-Konzerne. Dieses Geld sei zum Großteil in US-Anleihen geparkt, die aufgrund der Steuerreform nun sukzessiv verkauft werden dürften, „was einen beständigen Druck auf Staats- und Unternehmensanleihen ausüben wird“. Zudem würde die Straffung der US-Geldpolitik dazu führen, dass auch die amerikanische Notenbank Staatsanleihen verkaufen. Und weil fallende Anleihekurse gleichbedeutend mit steigenden Renditen sind, wird erwartet, dass die 10-Jahres-Rendite „in den kommenden Wochen/ Monaten die 3-Prozent-Marke erreichen wird“. Dieses Niveau visieren auch die Portfoliomanager von StarCapital an. Das starke Wachstum der US-Wirtschaft soll demnach eine anziehende Inflation und steigende Zinsen mit sich bringen. Wenn die Fed, wie von den Experten erwartet, die Leitzinsen in diesem Jahr auf 2 Prozent anhebt, dürften die Renditen für 10-jährige US-Anleihen sogar auf über 3 Prozent anziehen. Und auch die Charttechniker von HSBC sehen gute Chancen für einen Renditeanstieg bis gut 3 oder sogar 3,3 Prozent.

Wer auf ein solches Szenario setzen möchte, muss als Basiswert den US-T-Note-Future wählen, das Kursbarometer zehnjähriger US-Staatsanleihen. Der ist seit dem Herbst von rund 128 auf gut 122 Punkte gefallen. Vor 1,5 Jahren stand der Future sogar bei ca. 134 Punkten. Als die Zinsen vor zehn Jahren noch deutlich höher notierten, konnte man hier aber auch Stände von 105 Punkten verzeichnen. Die passenden Knock-out-Short-Produkte auf den US-T-Note-Future werden aktuell von der Commerzbank, Goldman Sachs und vor allem HSBC sowie der Société Générale angeboten. Scheine mit einem separaten Stoppkurs, der im Falle eines Knock-outs in der Regel den Totalverlust verhindert, gibt es von dem US-Anbieter und den Franzosen. Bei den Hebeleffekten ist zwischen 2 und 60 nahezu alles möglich. Wobei zu geringe Hebel bei Anleihe-Futures wahrscheinlich weniger Sinn machen, da die Kursausschläge hier deutlich geringer als zum Beispiel bei Aktien ausfallen. Um auch ein konkretes Papier zu nennen: Ein Mini Short Future von Goldman Sachs hebelt die Bewegungen des US-T-Note-Future mit rund 20-facher Dynamik. Der Basispreis liegt bei 128,3541 Punkten und zum Knock-out kommt es ab 125,93 Punkten (WKN: GD7N7T).

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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