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4 Themen, die am Montag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem letztlich eher enttäuschenden Freitag dürfte es am deutschen Aktienmarkt am Montagmorgen mehrheitlich aufwärts gehen. Der DAX +0,17% wurde kurz vor Xetra-Handelsstart 0,4 Prozent höher taxiert auf 13.334 Punkte. Mit 13.423 Punkten hatte der Leitindex vor dem Wochenende zwar den höchsten Stand seit Januar 2018 erreicht, war anschließend jedoch wieder deutlich abgesackt und verteidigte am Ende nur ein halbes Prozent Gewinn.

Grundsätzlich bleibt die Stimmung positiv: Die Anleger feierten weiter den Handelsdeal zwischen den USA und China sowie den geregelten Brexit, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Allerdings sind mit dem Handelsdeal die Konfliktpunkte zwischen den beiden Ländern noch nicht gelöst. Zudem muss der Deal erst noch unterschrieben werden. Alles in allem dürfte es an den Börsen in dieser Woche aber wohl aufwärts gehen. - Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Vorgaben aus den USA

An der Wall Street hat die offizielle Bestätigung der Teil-Einigung im US-chinesischen Handelsstreit die Kurse letztlich kaum bewegt. Die wichtigsten Aktienindizes hatten sich zwar im frühen Handel noch allesamt auf Rekordhöhen geschleppt, allerdings ließ der Schwung schnell wieder nach. Bereits am Donnerstag hatten die Anleger die Aussicht auf einen Deal zwischen den USA und China gefeiert. Die nun bekannt gewordenen Details hätten nicht ausgereicht, die Kurse weiter zu befeuern, sagten Marktstrategen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +0,17% ging 0,01 Prozent höher bei 28.135 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 0,4 Prozent. Seine Bestmarke liegt nun bei knapp 28.291 Punkten.

Vorgaben aus Fernost

Die Börsen Asiens haben am Montag keine gemeinsame Richtung gefunden. Anleger versuchen erst einmal die Implikationen des von des USA und China angekündigten Phase-1-Handelsabkommens zu analysieren. So muss der Deal erst noch unterschrieben werden. Zudem gibt es noch zahlreiche Streitpunkte zwischen den Ländern, die in weiteren Verhandlungsrunden angegangen werden sollen. In Japan fiel der Nikkei +0,18% um 0,3 Prozent auf 23,952 Punkte. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen legte zuletzt moderat zu, während in Hongkong der Hang Seng -0,88% moderat nachgab.

Konjunkturdaten

Hoffnungsschimmer für die mit vielen Problemen kämpfende chinesische Wirtschaft. Im November legten sowohl die Produktion in der Industrie als auch der Umsatz im Einzelhandel stärker zu als zuletzt und auch als Experten erwartet hatten. Stagniert haben dagegen zuletzt die Investitionen in Sachanlagen. Die Industrieproduktion zog im November im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent an, teilte die chinesische Regierung mit. Im Oktober hatte der Anstieg nur 4,7 Prozent betragen. Volkswirte hatten wieder mit einem besseren Ergebnis gerechnet, dabei aber nur ein Plus von 5,0 Prozent auf dem Zettel gehabt. Beim Einzelhandelsumsatz lag das Plus im November bei 8,0 (Oktober 7,2) Prozent. Hier hatten Experten mit einem Anstieg um 7,6 Prozent gerechnet.

Die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in Deutschland erscheinen dann um 9.30 Uhr. Die entsprechenden Daten für die Eurozone kommen um 10 Uhr. Um 10.30 Uhr berichtet die BGA über die "Wirtschaftliche Lage und Perspektive des deutschen Großhandels". Der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank wird um 12 Uhr veröffentlicht. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Meldung des Empire State Index für Dezember in den USA um 14.30 Uhr. Anleger schauen zudem auf die Einkaufsmanagerdaten um 15.45 Uhr.

Unternehmens-News

Auf Unternehmensseite notierten Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard +0,86%, die zuletzt vor allem Spielball von auf fallende Kurse spekulierenden Leerverkäufern waren, vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate mit rund einem halbem Prozent im Plus. Konzernchef Markus Braun hatte sich zuvor auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf das Jahr 2020 positiv geäußert.

Zudem macht die Immobilienbranche erneut Schlagzeilen. In dem Sektor dreht sich das Fusionskarussell weiterhin munter. Wie am Wochenende bekannt wurde, will der deutsche Wohnungskonzern Ado Properties seinen Großaktionär Adler Real Estate ±0,00% übernehmen und bietet rechnerisch dafür eine Prämie von 17 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Die Papiere von Consus Real Estate schossen gar um gut ein Drittel nach oben. Ado hat den Kauf von 22,18 Prozent des Grundkapitals von Minderheitseignern für durchschnittlich 9,72 Euro je Aktie angekündigt.

Während die finalen Jahreszahlen vom Spezialmaschinenbauer Isra Vision +0,43% ebenfalls einen Blick wert sein könnten, sorgte vorbörslich eine Analystenstudie für Kursverluste bei HeidelbergCement +0,53%. Die britische Barclays-Bank empfiehlt nun, die Papiere des Baustoff-Herstellers zu verkaufen. Analyst Nabil Ahmed rechnet für die gesamte Branche mit einer trägeren Entwicklung in den USA und Europa. (mmr mit Material von dpa-AFX)


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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 13.548,94 +0,17%
PKT +22,81
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
WIRECARD 129,60 +1,57%
FMC 68,86 +1,47%
MÜNCH. RÜCK 271,60 +1,12%
RWE ST 31,29 +1,07%
Henkel VZ 94,42 +1,05%
Flops
LINDE PLC EO 0,001 191,10 -0,55%
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