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5 Themen, die am Donnerstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor den wegweisenden Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben die Anleger mutig – wohl auch aufgrund der guten Vorgaben aus Übersee. Kurz vor dem Xetra-Start stehen beim DAX ein Plus von 0,29 Prozent und 12.394 Punkte auf der Kurstafel.

Die Erwartungen an die EZB sind hoch, wie auch die jüngste Marktrally zeigt: In drei bislang starken Wochen schaffte der Dax die Bodenbildung und schoss um insgesamt fast 6,5 Prozent nach oben. Nun scheint er bereits vor den Signalen der Notenbanker auch die Charthürde von 12 400 Punkten noch zu nehmen.

Vorgaben aus den USA

Die Anleger an der Wall Street haben weiter mutig zugegriffen. Der Dow Jones Industrial ging 0,85 Prozent höher bei 27.137 Punkten aus dem Handel. Er schloss auf seinem Tageshoch und zeigte den sechsten positiven Handelstag in Folge keine Schwäche.

Grund für die Euphorie war eine Ankündigung der US-Regierung, die für Anfang nächsten Monats angekündigte Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe im Umfang von 250 Milliarden US-Dollar um zwei Wochen auf Mitte Oktober verschieben.

Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Mittwochabend (Ortszeit) als "Geste des guten Willens" auf Twitter an. Auf Bitten des chinesischen Vize-Premiers Liu He und angesichts der Tatsache, dass die Volksrepublik am 1. Oktober ihr 70-jähriges Bestehen feiere, sei vereinbart worden, die geplante Anhebung der Zölle für diese Tranche vom 1. auf den 15. Oktober zu verschieben.

"Die Verschiebung der Strafzollerhöhung um zwei Wochen ist ein starkes Zeichen", merkte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners an. "Donald Trump möchte den Handelsgesprächen damit eine erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit geben. Beide Seiten versuchen jetzt zu deeskalieren."

Vorgaben aus Asien

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag mehrheitlich weiter zugelegt. Entspannungssignale im Handelsstreit trieben die Kurse an. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss 0,75 Prozent höher mit 21.760 Punkten. Auch an Chinas Festlandsbörsen ging es nach oben. So notierte der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien vom chinesischen Festland zuletzt 0,95 Prozent höher bei 3.967 Zählern.

Der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor dagegen kurz vor Handelsschluss 0,24 Prozent auf 27.095 Punkte. Hier belasten die Verluste der Aktien von Hong Kong Exchanges & Clearing. Der Börsenbetreiber hat ein Gebot für die London Stock Exchange vorgelegt.

Brexit wirft einen Schatten auf die Märkte

Auf Druck des Parlaments hat die britische Regierung ein internes Papier für den Fall eines No-Deal-Brexits veröffentlicht. Das am Mittwochabend publik gemachte "Yellowhammer"-Dokument war bereits vergangenen Monat an die Presse durchgesickert und enthält Prognosen darüber, was bei einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens passieren dürfte.

In dem sechsseitigen Dokument wird unter anderem vor Protesten und Störungen der öffentlichen Ordnung gewarnt, die eine "erhebliche Menge" der Polizeikräfte in Anspruch nehmen würden. Außerdem könnte es aufgrund langer Wartezeiten am Ärmelkanal zu Lieferengpässen bei Medikamenten kommen. In der Folge könnten Krankheiten bei Tieren ausbrechen, die auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen könnten. Auch bestimmte Lebensmittel dürften dem Dokument zufolge knapp werden, verschlimmert durch Hamsterkäufe. In Teilen des Landes könnte es auch zu Kraftstoffengpässen kommen.

Deutschland: Inflation schwächt sich deutlich ab

In Deutschland hat sich die Inflation im August wie erwartet deutlich abgeschwächt. Das allgemeine Preisniveau erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit bestätigte die Behörde wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung. Im Juli hatte die Inflationsrate noch bei 1,7 Prozent gelegen.

Erneute Manipulationsvorwürfe gegen VW

VW werden am Donnerstag nach neuen Vorwürfen in Sachen Abgasmanipulation voraussichtlich schwach starten. Eine positive Studie der britischen Bank Barclays dürfte vor diesem Hintergrund kaum stützen. Vorbörslich ging es mit den Vorzugsaktien im freundlich erwarteten Gesamtmarkt bereits abwärts. Auf der Handelsplattform Tradegate büßten sie im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss 1,5 Prozent auf 153,30 Euro ein.

Wie der Rundfunksender SWR berichtete, wurde wohl auch in neuere Diesel-Motoren des Autobauers mit der Abgasnorm Euro 6 eine Software eingebaut, die erkennt, ob das Fahrzeug auf dem Prüfstand ist.

Ein VW-Sprecher sagte dazu der Deutschen Presse-Agentur (dpa): Nach aktuellem Stand sei "nichts Illegales passiert". Ein Händler sagte, dass es momentan sehr schwer sei, darüber zu urteilen. "Der Bericht dürfte aber durchaus auf die Stimmung schlagen."

Mit Material von dpaAFX


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