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5 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der deutsche Aktienmarkt scheint sich am Freitag-Morgen den erneuten Unsicherheiten im Handelsstreit zu widersetzen. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -0,27% mit plus 0,2 Prozent auf 13.158 Punkten taxiert.

Am Dienstag dieser Woche hatte sich der DAX mit in der Spitze 13.374 Punkten zunächst seinem bisherigen Allzeit-Rekord bei 13.596 Zählern aus dem Januar 2018 angenähert, ehe die Querelen im Handelsstreit die Kurse abbröckeln ließen. Nach sechs Gewinnwochen mit Kursaufschlägen steuert der Leitindex nun auf die erste Woche mit einem Minus zu. - Was vor dem Wochenende die Kurse bewegen könnte.

Handelsstreit USA vs. China

Der jüngste Nachrichtenfluss zum Zollkonflikt lieferte kein eindeutiges Bild. So gab es Meldungen, die eine baldige Einigung auf ein erstes Handelsabkommen unwahrscheinlich erscheinen lassen. Dann gab es Stimmen aus Peking, die positiver klangen. Hinzu kam am Donnerstag ein Pressebericht, wonach China die US-Handelsdelegation zu weiteren Gesprächen eingeladen habe.

"Das ständige Auf und Ab der US-chinesischen Handelsgespräche nimmt den DAX in die Zwickmühle", schrieb Martin Utschneider, technischer Analyst bei der Privatbank Donner & Reuschel, in einem aktuellen Kommentar. Bei den Investoren sorge dies für Zurückhaltung. Utschneider sieht den Leitindex aber weiter in einer gesunden Konsolidierungskonstellation. So auch sein Kollege Andreas Lipkow von der Comdirect, der die relative Stärke des DAX vor dem Hintergrund des Zollkonflikts und der Bedenken über die wirtschaftliche Entwicklung zuletzt als "beachtlich" bezeichnete. Da von Euphorie keine Rede sein könne, sieht er für den Leitindex daher "Anlass zur Hoffnung" für weitere Gewinne.

Vorgaben aus den USA

Die Anleger an den US-Aktienmärkten haben am Donnerstag wegen des handelspolitischen Hickhacks zwischen den USA und China Vorsicht walten lassen. Der Dow Jones Industrial -0,08% schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 27.766 Punkten. Der marktbreite S&P 500 -0,01% sank um 0,2 Prozent auf 3.103 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 -0,17% verlor 0,2 Prozent auf 8.265 Punkte.

Vorgaben aus Fernost

In Asien haben sich die Aktienmärkte am Freitag uneinheitlich entwickelt. Während es in Japan leicht nach oben ging, gab es in China erneut Verluste. Der japanische Leitindex Nikkei -0,09% legte um 0,3 Prozent auf 23.112 Punkte zu - damit verringerte er sein Wochenminus auf 0,75 Prozent.

In China sank der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen zuletzt um rund ein Prozent und steuert damit auf den dritten Verlusttag in Folge zu. Auf die Woche gesehen zeichnet sich ein Minus von rund 0,7 Prozent zu. In Hongkong ging es zuletzt um 0,3 Prozent nach oben - der dortige Leitindex Hang Seng -0,09% dürfte damit in der Woche rund ein Prozent zulegen, nachdem er die Woche davor wegen der immer intensiver werdenden Proteste um fast fünf Prozent nachgegeben hatte.

Konjunkturdaten

Am Morgen kamen bereits endgültige BIP-Daten aus Deutschland. Die deutsche Wirtschaft ist an einer leichten Rezession vorbei geschrammt. Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt nach einer zweiten Schätzung mit. Das Bundesamt bestätigte damit wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung.

Am Vormittag stehen dann noch mit den Einkaufsmanager-Indizes aus der Eurozone wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda. Auch auf die Rede von Christine Lagarde, die heute erstmals in ihrer neuen Rolle als Präsidentin der EZB sprechen wird, dürften Anleger achten. Die Einkaufsmanager-Zahlen für die USA erscheinen um 15.45 Uhr. Das Uni Michigan Verbrauchervertrauen um 16 Uhr beendet die Woche.

Unternehmens-News

Bei den Unternehmen sieht es nach einem recht ruhigen Tag aus. Einen Blick könnten dennoch Bayer +0,98% und Henkel +0,13% wert sein. Bei dem Leverkusener Pharma-Unternehmen muss die neue Tochter Monsanto wegen des Einsatzes einer verbotenen Chemikalie in einer Anlage auf Maui eine Geldstrafe von 10,2 Millionen Dollar zahlen. Mit solchen Dingen müsse Bayer nach der katastrophalen Übernahme umgehen lernen, kommentierte ein Händler die Angelegenheit. Der Aktie konnte das im vorbörslichen Handel zunächst nichts anhaben - sie stand sogar leicht im Plus.

Henkel beteiligt sich laut Medienbrichten am Bieterrennen um die Kosmetikgeschäfte des US-Konzerns Coty -1,58%, die in Summe mit etwa 7 Milliarden Dollar bewertet werden. Zu dem Geschäft gehört unter anderem die deutsche Marke Wella. Der Verkaufsprozess soll Insidern zufolge im Dezember beginnen. Analysten könnten einen solchen Deal für Henkel gutheißen, wenn er für Henkel denn nicht zu teuer wird, hieß es von einem Händler. Die Aktie gab vor Handelsbeginn etwas nach.

Der Gründer des kriselnden Gendiagnostik- und Biotechkonzerns Qiagen +0,05% Detlev Riesner hat in einem Interview der Rheinischen Post über seine Hoffnung gesprochen, dass sich sein Unternehmen gegen eine Übernahme stemmen kann. Er warnte gleichzeitig potenzielle Investoren vor einer Schließung der Zentrale in Hilden. Die Aktie war vorbörslich leicht gefragt.

Für Bewegung könnten am Freitag auch einige Analysten-Empfehlungen sorgen, wie etwa die von Pareto zur Deutschen Pfandbriefbank -0,57%. Ein Analyst des Hauses hat die Papiere von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Am Donnerstagabend strich auch ein Analyst der Baader Bank seine Kaufempfehlung zu Zooplus -1,78% angesichts einer nachlassenden Wachstumsdynamik.

Die Privatbank Berenberg hat Va-Q-Tec -2,82% von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 9 auf 14,50 Euro angehoben. Der Hersteller von Dämmlösungen und thermischen Verpackungssystemen sei wieder in der Spur, schrieb Analyst Benjamin Pfannes-Varrow in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Experte ist sehr optimistisch für das Schlussquartal und 2020. Er rechnet mittelfristig mit einer Wachstumsrate von im Schnitt 13 Prozent pro Jahr.

Tesla +2,18%-Chef Elon Musk hat einen futuristisch aussehenden Elektro-Pickup vorgestellt, mit dem der Branchenpionier in den wichtigsten Markt amerikanischer Autokonzerne vorstoßen will. Das Fahrzeug mit dem Namen "Cybertruck" hat eine ungewöhnliche dreieckige Form, die eher an einen kantigen Tarnkappen-Kampfjet als einen klassischen Pickup erinnert. Den Startpreis setzte Tesla eher niedrig bei knapp 40.000 Dollar (rund 36.000 Euro) vor Steuern an. In der Top-Ausführung mit drei Motoren und über 800 Kilometern Reichweite steigt der Preis aber schon auf knapp 70.000 Dollar.

(Mit Material von dpa-AFX)

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DAX ®
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PKT -34,89
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VONOVIA 46,93 +0,79%
FRESENIUS 49,80 +0,48%
RWE ST 26,10 +0,42%
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