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5 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vorzeitige Weihnachtsgeschenke am Aktienmarkt: Die Aussicht auf einen Durchbruch im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die sich abzeichnende Klarheit in puncto Brexit treiben den Dax +1,41% am Freitag in Richtung Jahreshoch. Aktuell steht der deutsche Leitindex nach einem Plus von 1,25 Prozent auf 13.386 Punkten.

Top-News bezüglich Handelsstreit und Brexit

Für Auftrieb sorgte zum einen die Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach US-Präsident Donald Trump eine Einigung im Handelsstreit unterzeichnet haben soll. Damit könnte die an diesem Sonntag fällige neue Welle von US-Zöllen auf chinesische Waren im Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar vermieden werden. China habe im Rahmen des Abkommens zugesichert, mehr US-Agrargüter zu kaufen, berichtete Bloomberg weiter. Die juristischen Dokumente seien noch nicht fertiggestellt, auch wenn die Einigung bestünde.

"Das ist die Nachricht, auf die an den Börsen alle gewartet haben", schrieb Thomas Altmann, Analyst bei QC Partners. "Die Anleger feiern schon einmal Bescherung." Natürlich wisse auch diesmal niemand, wie konkret die Einigung tatsächlich ist. Und vor allem sei bisher nichts Genaues über die Inhalte bekannt. Bei positiven Kommentaren aber vertrauten die Anleger Donald Trump weiterhin gerne.

Zudem sorgt ein Ende der Hängepartie beim Brexit für Hoffnung. So zeichnet sich bei der Wahl in Großbritannien ein deutlicher Sieg der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson ab. Bleibt es nach der Auszählung der Stimmen bei dem Vorsprung, hätte Johnson freie Bahn für seinen Brexit-Deal und könnte Großbritannien wie geplant zum 31. Januar aus der Europäischen Union führen.

Vorgaben aus den USA

Auch an der Wall Street bewegte der Trump die Börse. Der US-Präsident tweetete: "Kommen einem großen Deal mit China sehr nahe. Sie wollen ihn und wir auch!" Erst nach dem Börsenschluss kam dann die Meldung von Bloomberg, dass der US-Präsident eine Einigung unterzeichnet habe.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial -0,58% gewann am Ende 0,79 Prozent auf 28 132,05 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich um mehr als 1 Prozent in die Höhe geschnellt war. Seine neue Bestmarke liegt nun bei rund 28 225 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 ±0,00% stieg um 0,86 Prozent auf 3168,57 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 -0,82% ging es um 0,77 Prozent auf 8466,89 Zähler nach oben.

Vorgaben aus Asien

Die Aussicht auf einen Durchbruch im Handelsstreit sorgt auch in Asien für deutliche Gewinne. In Japan ging der Nikkei 225 mit einem kräftigen Plus von 2,55 Prozent auf 24 023,10 Punkten ins Wochenende. Ebenso gut war die Stimmung gegen Handelsende in Hongkong, wo der Hang Seng +0,11% mehr als zwei Prozent gewann auf 27 562,75 Punkte. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen verbuchte kurz vor Schluss Aufschläge von 1,7 Prozent auf 3958,31 Zähler.

Henkel: Anleger ziehen die Reißleine

Viele Aktionäre von Henkel +0,31% scheinen am Freitag nach einem enttäuschenden Ausblick des Konsumgüterkonzerns die Reißleine zu ziehen. Die Aktien brachen vorbörslich rund sieben Prozent auf 87,75 Euro ein.

Der scheidende Konzerchef Hans Van Bylen bereitete die Investoren auf ein weiteres schwaches Geschäftsjahr vor. Die Ergebnisse dürften 2020 weiter sinken, der Umsatz im besten Fall allenfalls nur geringfügig wachsen.

Die Warnung verdeutliche das unsichere Umfeld in der Industrie, erklärte Analyst John Ennis von der Investmentbank Goldman Sachs. Hinzu kämen die Investitionspläne des Konzerns. Nach der zuletzt enttäuschenden Geschäftsentwicklung von Henkel dürfte eine Erholung eine Weile brauchen, glaubt der Experte. Er Strich seine Kaufempfehlung für die Aktien und stufte sie bei einem von 102 auf 90 Euro gesenkten Kursziel auf "Neutral" ab.

Deliver Hero: Milliarden-Übernahme belastet

Der Essenslieferant Delivery Hero +1,37% baut sein Geschäft in Asien mit einer milliardenschweren Übernahme aus. Das im MDax notierte Unternehmen hat sich 82 Prozent des südkoreanischen Unternehmens Woowa gesichert. In einer ersten Reaktion sackte der Aktienkurs des Konzerns im vorbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent ab.

Woowa wird bei dem Deal den Angaben zufolge insgesamt mit vier Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro) bewertet. Delivery will bis zu 1,7 Milliarden Euro in bar und bis zu rund 1,9 Milliarden Euro in neuen Delivery-Hero-Aktien auf den Tisch legen. Dafür will Delivery eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchführen. Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2020 abgeschlossen werden.

Woowa betreibt der Delivery-Mitteilung zufolge mit Baedal Minjok den größten Online-Essenslieferservice in Südkorea, der im dritten Quartal auf rund 100 Millionen Bestellungen kam. Auch in Vietnam ist das Unternehmen aktiv. 2018 kam das Unternehmen in Korea umgerechnet auf einen Umsatz von 242 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2019 waren es bereits 301 Millionen Euro.


DAX Sechs-Monats-Chart


Mit Material von dpaAFX.
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