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500 Euro Zusatzrente

| Quelle: BIALLO

Altersvorsorge



Im Rahmen des Spar- und Anlageindexes von Comdirect gaben 48 Prozent der Befragten an, nicht privat für den Ruhestand zu sparen. Jeder Vierte in Deutschland glaubt, nicht genügend Geld dafür übrig zu haben. Weitere acht Prozent legen nichts auf die hohe Kante, weil sie die private Altersvorsorge für ein Verlustgeschäft halten, und für fünf Prozent sind die Sparprodukte schlichtweg zu kompliziert.



Ein ernüchterndes Ergebnis, zumal abzusehen ist, dass die gesetzliche Rente allein im Alter nicht genügen wird. "Hier muss jeder Einzelne handeln, um später gut finanziell aufgestellt zu sein", sagt Kirsten Albers, Leiterin Banking bei Comdirect.



Immerhin: Mit zunehmendem Alter erkennen die Deutschen die Bedeutung der privaten Absicherung. Während sich in der jüngeren Generation zwischen 18 und 29 Jahren erst 43 Prozent um ihre Altersvorsorge kümmern, nimmt der Anteil bei den 40- bis 49-Jährigen signifikant auf fast zwei Drittel (61 Prozent) zu. Der durchschnittlich pro Monat zurückgelegte Sparbetrag ist mit 112 Euro allerdings nicht besonders hoch. Und auch die bevorzugten Geldanlagen der Deutschen wie Sparbuch oder Tagesgeld sind nicht unbedingt erste Wahl.



"Für den langfristigen Vermögensaufbau sind diese Anlagen nur bedingt geeignet", bemängelt Albers. Grund: Die erzielbaren Renditen sind zu gering. Derzeit liegt die Verzinsung sogar unterhalb der Inflationsrate, wodurch deutsche Haushalte nach Berechnungen von Comdirect langfristig bis zu 14.000 Euro verlieren.



Jungen reichen geringe Beiträge

Entscheidend für die private Altersvorsorge sind zum einen der Zeitpunkt des Sparbeginns und zum anderen die Auswahl des Anlageprodukts. Die besten Erfolgsaussichten haben junge Sparer, denn sie können über einen langen Zeitraum den Zinseszins für sich arbeiten lassen. Ältere müssen, um auf das gleiche Sparergebnis zu kommen, deutlich mehr pro Monat investieren.



Außerdem ist wichtig, dass das Anlageprodukt eine gute Rendite abwirft. Hier unterscheiden sich die Sparprodukte erheblich. Für risikoscheue Sparer sind verzinste Anlagen wie die klassische Privatrente oder Riesterrente eine gute Wahl, allerdings besitzen diese begrenzte Renditeaussichten. Langfristig sind fondsbasierte Zusatzrenten aussichtsreicher, allerdings lauern Anlagerisiken.



Anhand der nachfolgenden Beispiele sehen Sie, wie viel eine heute 30-Jährige monatlich einzahlen muss, damit sie mit 65 eine Zusatzrente von etwa 500 Euro pro Monat erwarten kann.



Private Rentenversicherung


Die verzinste Privatrente bietet derzeit eine garantierte jährliche Verzinsung von 0,9 Prozent. Hinzu kommen Überschüsse, die die Gesellschaften erwirtschaften. Unterm Strich sind je nach Gesellschaft zwei bis drei Prozent Rendite realistisch. Die Durchschnittsverzinsung 2017 liegt laut Ratingagentur Assekurata bei 2,61 Prozent.



Wie der Versicherungsvergleich von biallo.de zeigt, müsste eine 30-Jährige bei Top-Gesellschaften lediglich 150 Euro pro Monat einzahlen, um nach 35 Jahren rund 500 Euro Monatsrente erhalten zu können. HDI prognostiziert beispielsweise 565 Euro Rente, Allianz 559 Euro. Der Rentenbezug ist dynamisch, das heißt die Rente steigt jedes Jahr leicht an.



Zum Vergleich: Fondsbasierte Privatrenten prognostizieren Monatsrenten von über 700 Euro, so etwa bei Condor, Basler, Axa oder Hanse Merkur.



Riesterrente

Die Riester-Rente lockt Vorsorgesparer mit Zuschüssen und Steuervorteilen. Damit die volle Förderung in den Vertrag fließt, muss man vier Prozent des Vorjahresbruttos in den Vertrag einzahlen. Bei einem Jahresverdienst von 45.000 Euro entspricht dies einem Monatsbeitrag von 150 Euro. Eine 30-Jährige, die 35 Jahre lang gleichviel einzahlt, erzielt mit klassischer Garantieverzinsung bei guten Gesellschaften ebenfalls 500 Euro Monatsrente, zum Beispiel bei Allianz (Tarif ARSKU2, 574 Euro) oder bei Volkswohlbund (Tarif AIR, 514 Euro).



Zum Vergleich: Mit einem fondsgebundenen Riester-Vertrag kann die Rentenprognose bis auf knapp 700 Euro steigen, zum Beispiel bei LV 1871.



Fondssparplan

Kostengünstig und rentabel sind reine Fondssparpläne ohne Versicherungsmantel. Sie beinhalten allerdings keine integrierten Rentenzahlungen, darum muss sich der Sparer selbst kümmern. Im Gegensatz zur fondsbasierten Riester-Rente sind die eingezahlten Beiträge auch nicht garantiert. Dafür dürfen Sparer langfristig mit einem deutlich höheren Anlageergebnis rechnen.



Mit einem klugen Auszahlplan kombiniert, verspricht es eine hohe Monatsrente. Sparpläne mit deutschen Aktienfonds erzielen laut Fondsverband BVI auf Sicht von 35 Jahren im Schnitt jährliche Renditen von 7,7 Prozent, darin sind Fondskosten und Ausgabeaufschläge bereits berücksichtigt.



Legt nun unsere Sparerin 35 Jahre lang 150 Euro monatlich an, erzielt sie einen Kapitalstock von 302.000 Euro. Abzüglich Abgeltungssteuer verbleibt ein Anlagebetrag für den Auszahlplan von rund 240.000 Euro. Wird dieses Geld 25 Jahre lang mit Kapitalverzehr zurückgezahlt, so kann man sich bei dreiprozentiger Rendite des Auszahlplans monatlich stolze 1.130 Euro auszahlen lassen.


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Quelle: Biallo & Team GmbH

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