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6 Themen, die am Dienstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem leichteren Wochenbeginn zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt am Dienstag ein neuer Angriff auf die Marke von 12.500 Punkten ab.  Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex DAX -0,48% signalisierte vor Xetra-Eröffnung ein Plus von 0,6 Prozent auf 12.568 Punkte.

Am vergangenen Freitag hatte es der DAX erstmals seit Juli wieder über die runde Marke geschafft. Nach einem leichten Dämpfer im Zollstreit zwischen den USA und China konnte er die Gewinne aber nicht halten. Charttechnisch bleiben Experten optimistisch. Für frische fundamentale Impulse könnten am späten Vormittag die ZEW-Konjunkturerwartungen sorgen. Am frühen Nachmittag läuten dann die US-Banken die Berichtssaison ein. - Was heute die Kurse an den Börsen beeinflussen dürfte.

Vorgaben aus den USA

Die Euphorie einiger Anleger hinsichtlich einer Lösung des US-chinesischen Handelskonfliktes hat am Montag ein wenig nachgelassen. So wolle China weitere Gespräche führen, bevor es die sogenannte "Phase eins" des Handelsabkommens unterzeichnen werde, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump noch eine Teileinigung mit China verkündet. Der Dow Jones Industrial -0,14% gab um 0,1 Prozent auf 26.787 Punkte nach.

Sanktionen gegen Türkei

Die USA haben wegen der Militäroffensive in Nordsyrien Sanktionen gegen die Türkei verhängt und eine sofortige Waffenruhe gefordert. US-Präsident Donald Trump will seinen Vize, Mike Pence, schnellstmöglich zur Vermittlung zwischen den Kurden und den Türken nach Ankara schicken. Die Sanktionen würden ausgeweitet und verschärft, solange die Türkei nicht in den Waffenstillstand trete, die Gewalt einstelle und sich damit einverstanden erkläre, eine langfristige Lösung der Probleme entlang der Grenze zwischen der Türkei und Syrien auszuhandeln, erklärte Pence am Montag (Ortszeit).

Vorgaben aus Fernost

Die Börsen Chinas haben am Dienstag ein wenig nachgegeben. So kehrte nach den Kursgewinnen am Vortag ein wenig mehr Realismus in puncto der Handelsgespräche zwischen den USA und China ein. So wolle China weitere Gespräche führen, bevor es die sogenannte "Phase eins" des Handelsabkommens unterzeichnen werde, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen fiel zuletzt um fast ein halbes Prozent und der Hang-Seng-Index -0,95% in Hongkong gab um 0,2 Prozent nach. In Japan hat der Nikkei 225 um fast zwei Prozent fester geschlossen bei 22.207 Punkten. Nachdem dort gestern nicht gehandelt wurde, holte der Index vor allem die positive Entwicklung anderer Börsen nach.

Konjunkturdaten

Erneut dürften Impulse aus China die Stimmung zu Beginn beeinflussen. Dort ist wegen stark gestiegener Schweinepreise die Inflation im September kräftig angezogen. Die Verbraucherpreise legten um drei Prozent im Vergleich zum September des Vorjahres zu, wie das Pekinger Statistikamt mitteilte.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen rücken dann hierzulande um 11 Uhr in den Vordergrund, in den USA steht der Empire State Index für Oktober um 14.30 Uhr an. Um 16 Uhr stellt der Internationale Währungsfonds (IWF) seine neue Prognose zum Wachstum der Weltwirtschaft vor. Angesichts anhaltender Handelskonflikte und vermehrter Anzeichen eines global schwächeren Wachstums wird der IWF seine Konjunkturprognose für dieses und nächstes Jahr absenken. Das hatte die neue IWF-Chefin Kristalina Georgiewa bereits vergangene Woche angekündigt, allerdings ohne Einzelheiten zu nennen.

Quartalszahlen

Aus Unternehmenssicht richtet sich der Fokus zunehmend auf Geschäftszahlen von Unternehmen, die etwa von Hellofresh und Klöckner & Co mit höchst unterschiedlicher Tendenz geliefert wurden. Am frühen Nachmittag läuten dann die US-Banken die Berichtssaison ein.

Der Kochboxen-Versender Hellofresh +0,75% wird für das laufende Jahr zuversichtlicher. Sowohl beim Betriebsgewinn als auch beim Umsatz erwartet das Unternehmen jetzt mehr als zuletzt. Grund für den zunehmenden Optimismus ist das dritte Quartal, das besser lief als erwartet. "Eine erneut starke Vorstellung des Unternehmens", kommentierete ein Händler das Zahlenwerk. Die Aktien schnellten im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag um mehr als sieben Prozent nach oben. Damit nehmen die Anteilscheine Kurs auf ihr Rekordhoch von 15 Euro aus dem Sommer 2018.

Dagegen enttäuschte der Stahlhändler Klöckner & Co mit einer erneuten Gewinnwarnung. Jetzt sieht das Unternehmen den operativen Gewinn (Ebitda) im Jahr 2019 vor Sondereffekten nur noch bei 120 bis 130 Millionen Euro. Zuvor standen 140 bis 160 Millionen Euro auf dem Zettel. Klöckner begründete den Pessimismus mit einem schwachen vorläufigen Quartalsergebnis. Nach der dritten Gewinnwarnung des Stahlhändlers in diesem Jahr könnte der Markt die Klöckner-Aktie nun als "hoffnungslosen Fall" ansehen, fürchtete ein Händler am Morgen. Die Klöckner-Papiere -0,69% sackten auf Tradegate kräftig ab.

Die Auftragsbücher des Windkraftanlagenbauers Nordex +1,59% füllen sich weiter. Insgesamt bestellten die Kunden im dritten Quartal 436 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.700 Megawatt, wie Nordex am Dienstag in Hamburg mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrugen die Auftragseingänge 974 Megawatt. Die Anleger freute es. Für die Aktien zeichneten sich am Morgen im vorbörslichen Handel Kursgewinne ab.

Zudem startet die US-Berichtssaison, erwartet werden heute die Bilanzen von JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo. Auch Johnson & Johnson, United Continental und UnitedHealth legen Zahlen vor. Aus Großbritannien kommen dann in der Nacht noch Zahlen von Rio Tinto.

Brexit-Beratungen

Im Brexit-Streit beraten die 27 bleibenden EU-Staaten am Dienstag, ob ein geordneter Austritt Großbritanniens zum 31. Oktober doch noch gelingen kann. EU-Unterhändler Michel Barnier berichtet den zuständigen Europaministern in Luxemburg über die jüngste Verhandlungsrunde. Eine Vereinbarung mit Großbritannien soll spätestens beim EU-Gipfel Ende dieser Woche stehen. Andernfalls dürfte erneut über eine Fristverlängerung geredet werden.

Mit Material von dpa-AFX

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