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6 Themen, die am Dienstag für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach den recht deftigen Vortages-Verlusten deutet sich am Dienstag-Morgen eine stabile Eröffnung an. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -0,42% 0,5 Prozent höher taxiert bei 13.277 Punkten. Gestern war er mit einem Tagesminus von 2,7 Prozent auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gerutscht. Das Coronavirus, das am Montag einer der Hauptgründe für die hohen Verluste war, sorgt aber keineswegs für Entspannung.

Charttechniker sind derweil für den deutschen Leitindex immer noch vorsichtig optimistisch. Der DAX befinde sich trotz des "Saure-Gurken"-Tages zum Wochenstart weiterhin im übergeordneten Aufwärtsmodus, schrieb Chartexperte Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Erst bei nachhaltigen Kursen unterhalb der Marke von 13.150 Punkten müsse man sich um den deutschen Leitindex ernsthaft Gedanken machen.

Das Virus bleibe das bestimmende Thema an den Börsen, sagte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Nach dem Ausverkauf zum Wochenauftakt gingen die Anleger nun erst einmal in den Abwartemodus über. Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Virus ließen sich aktuell noch nicht abschätzen. -  Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

CoronaVirus

Erstmals wurde nun auch in Deutschland ein infizierter Fall mit dem neuartigen Virus bestätigt. Das bayerische Gesundheitsministerium hat in der Nacht mitgeteilt, dass ein Mann aus dem Landkreis Starnberg sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Der Erreger kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist auf über 4.500 gestiegen, nachdem das chinesische Staatsfernsehen am Dienstag einen Sprung um mehr als 1.700 Fälle im Vergleich zum Vortag meldete. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei habe es auch 24 weitere Todesopfer gegeben, so dass landesweit mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben seien.

Wegen der Lungenkrankheit wollen immer mehr Länder ihre Staatsangehörigen aus den besonders betroffenen Regionen zurückholen, so etwa Großbritannien und Belgien, Japan, Frankreich und die USA. Auch die Bundesregierung erwägt, ausreisewillige Deutsche aus China auszufliegen. Eine mögliche Evakuierung werde in Betracht gezogen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag, bevor der bestätigte Fall aus Bayern bekannt wurde.

Vorgaben aus den USA

Die Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus und deren wirtschaftlichen Folgen hat der Wall Street einen schwachen Wochenstart eingebrockt. Der Dow Jones Industrial -1,44% fiel am Montag im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit drei Wochen und schloss mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 28.535 Punkten. Der marktbreite S&P 500 -1,62% verbuchte den größten Tagesverlust seit Anfang Oktober und verlor letztlich ebenfalls 1,6 Prozent auf nun 3.243 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 -1,84% büßte 2,1 Prozent auf 8.952 Punkte ein.

Handel in Fernost

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat auch am Dienstag das Geschehen an den Börsen Asiens bestimmt. Investoren versuchen weiter abzuwägen, wie groß die wirtschaftlichen Folgen der Reisebeschränkungen im Zuge des Virusausbruchs sein werden. In Tokio fiel der Leitindex Nikkei -0,13% um rund ein halbes Prozent auf 23.215 Punkte, wobei er sich insbesondere zum Handelsschluss hin ein gutes Stück weit erholt hatte. In Shanghai, Hongkong und Taiwan blieben die Börsen indes wegen des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen.

Konjunkturdaten

Während es in Deutschland keine frischen Konjunkturdaten gibt, kommen um 14.30 Uhr aus den USA die Auftragseingänge für langlebige Güter. Und um 16 Uhr wird das US-Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Unternehmens-News

Bei den Einzelwerten hat ein erhöhter Ausblick bei SAP -2,07% am Dienstag vorbörslich einer kritisch hinterfragten Entwicklung im Cloud-Geschäft gegenüber gestanden. Anleger wägten beides ab. Die Aktien drehten auf der Handelsplattform Tradegate dann aber mit 2 Prozent deutlich ins Minus.

Das Bankhaus Metzler hat Lufthansa +3,25% aus seiner "German Top Ten List" gestrichen. Der Kurs zeigt sich vorbörslich dennoch stabil. Statt der Airline hat Metzler nun den Triebwerksbauer MTU in die Liste aufgenommen. MTU-Aktien -0,26% legen auf Tradegate 0,5 Prozent zu.

Der Flugzeugbauer Airbus +1,82% hat sich in den Untersuchungen zu Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen nach eigenen Angaben in drei Ländern geeinigt. Man habe sich im Grundsatz mit französischen, britischen und US-amerikanischen Behörden verständigt, Vorwürfe wegen der Zahlung von Schmiergeld beizulegen, teilte der im MDAX +0,18% notierte Konzern heute in Amsterdam mit. Allerdings müssten noch Gerichte in den drei Ländern sowie die US-Regulierungsbehörden den Deal genehmigen. Die Airbus-Aktie legt vorbörslich etwa 0,7 Prozent zu.

Für Wacker Neuson -0,40% sah es nach einer positiven Einschätzung der US-Bank Jeffries am Dienstagmorgen gut aus. Eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn ging es für den Baukonzern auf der Handelsplattform Tradegate um 2,5 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag nach oben.

Ebenso optimistisch sah es beim Spezialchemie-Konzern Wacker Chemie -4,63% aus. Nach der Bekanntgabe von Eckdaten legten die Aktien auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Montag um 2,8 Prozent zu.

Brexit-Uhr tickt

Der EU-Chefunterhändler für die künftigen Beziehungen zu Großbritannien nach dem Brexit sieht in den anstehenden Verhandlungen mit London eine "riesige Herausforderung". Die Zeit dafür sei "extrem kurz", sagte Michel Barnier bei einer Rede an der Queen's Universität in Belfast am Montagabend und fügte hinzu: "Eine neue Uhr tickt."  (Mit Material von dpa-AFX)

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