DAX ®12.367,46-3,19%TecDAX ®2.942,21-3,33%Dow Jones26.532,37-1,58%NASDAQ 1008.637,21-2,67%
finanztreff.de

6 Themen, die am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der zuletzt deutlich gestiegenen Risikofreude mit weltweit starken Kursgewinnen zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt nun wieder eher Zurückhaltung ab. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -3,19% 0,4 Prozent tiefer taxiert bei 13.698 Punkten, nachdem er tags zuvor mit 13.758 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte.

Auch an der Wall Street gab es am Mittwoch zwar weitere Höchststände, seit dem europäischen Handelsende tat sich aber nicht mehr viel. Von der Coronavirus-Epidemie kommen zuletzt schlechte Nachrichten. - Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Coronavirus

Die Zahl neu nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus hat sich in China in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen verzehnfachte sich dort sogar fast. Wie das chinesische Staatsfernsehen am Donnerstag berichtete, wurden in Hubei 242 neue Todesopfer registriert, womit die Gesamtzahl der Toten in der Provinz seit Ausbruch der Krankheit bei 1.310 liegt. Weltweit ist die Zahl der Gestorbenen auf 1.369 gestiegen, insgesamt mehr als 60.000 Menschen haben sich infiziert. Die Zahl der geheilten Patienten ist auf über 6.000 gestiegen.

Wie die Gesundheitskommission der Provinz Hubei mitteilte, seien die Diagnoseergebnisse nach einer Untersuchung "überarbeitet" worden. Patienten seien gemäß der neuen Klassifikation hinzugefügt worden. Demnach würden seit Donnerstag auch Fälle "klinischer Diagnosen" in die Zahl der bestätigten Diagnosen aufgenommen.

"Der Corona-Schrecken ist zurück an den Börsen", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die Lage. Dabei habe die veränderte Zählmethode in China wohl einen wichtigen Anteil an der höheren Zahl der ausgewiesenen Neuinfektionen. "Mit den heutigen Zahlen ist klar, dass das Coronavirus China und die gesamte Welt noch länger beschäftigen wird." Je länger das Virus zudem die chinesische Wirtschaft in Teilen lahmlege, desto größer dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen - auch weltweit - am Ende sein. Inzwischen wurde auch die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona wegen der Virus-Gefahr abgesagt.

Vorgaben aus den USA

An der Wall Street hat sich die Rekordjagd am Mittwoch fortgesetzt: Dow Jones Industrial -1,58%, der marktbreite S&P 500 -0,77% und auch der Nasdaq 100 -2,67% kletterten nach weiteren Entspannungssignalen zur Coronavirus-Epidemie erneut auf Höchststände. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sieht in der Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 "positive Veränderungen".

Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Mittwoch unter einem kräftigen Anstieg der Coronavirus-Todesfälle gelitten. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörse büßte zuletzt 0,6 Prozent ein. Der Hang Seng +0,52% in Hongkong gab 0,3 Prozent nach. In Tokio sank der Japans Nikkei 225 zum Handelsschluss um 0,1 Prozent auf 23.827 Zähler.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten am deutschen Markt stehen etwa der angeschlagene Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp +0,17% im Blick. Er schrieb auch im ersten Geschäftsquartal tiefrote Zahlen. Vor allem das Stahlgeschäft lief schwach. Auf Tradegate gab die Aktie vorbörslich rund 2,5 Prozent nach.

Die Aktien der Commerzbank -4,18% profitierten indes vorbörslich von einem laut einem Händler "soliden vierten Quartal". Das Finanzinstitut schnitt letztlich 2019 im Tagesgeschäft besser ab als erwartet. Das operative Ergebnis legte auf knapp 1,26 Milliarden Euro zu, während Experten mit einem leichten Rückgang gerechnet hatten. Alles in allem seien die Zahlen leicht positiv zu werten, sagte der Händler. Dabei verwies er unter anderem auf die harte Kernkapitalquote von 13,4 Prozent per Ende 2019. Am Markt sei mit 13,1 Prozent gerechnet worden.

Mit Zahlen stehen außerdem der DAX-Konzern Linde -2,22% sowie im MDAX -3,43% und SDAX -3,53% Aurubis -3,39%, Bilfinger -3,22% oder auch Metro -3,91% im Blick. Bilfinger-Aktien haben nach dem aktuellen Geschäftsbericht vorbörslich deutlich zugelegt. Auf der Handelsplattform Tradegate stiegen die Papiere des Industriedienstleisters um bis zu 3,7 Prozent auf 34,38 Euro. Ein Marktteilnehmer sprach zwar von schwachen Ergebnissen für das Schlussquartal des Vorjahres. Sie würden aber vom Ausblick mehr als kompensiert, meinte er.

Weitere Quartalszahlen legen heute unter anderem noch folgende Unternehmen vor: Aegon, Alibaba, Barclays, Credit Suisse, Expedia, Kraft Heinz, Mattel, Nestlé, Nvidia, Orange, PepsiCo, Pernod Ricard und Vivendi.

Unternehmens-News

Bei RIB Software -0,28% indes rückte der Quartalsbericht in den Hintergrund. Die Aktie sprang vorbörslich um rund 35 Prozent hoch, denn der französische Industriekonzern Schneider Electric -3,03% bietet je Aktie 29 Euro, was einem Gesamtangebot von rund 1,5 Milliarden Euro entspricht. Vor diesem Hintergrund, so sagte ein Händler, verblassten die vorgelegten durchwachsenen Quartalszahlen.

Airbus -3,41%-Chef Guillaume Faury indes nimmt sich für sein erstes komplettes Jahr an der Konzernspitze nur vorsichtige Steigerungen bei Produktion und Gewinn vor, was der Aktie auf Tradegate ein Minus von 3,6 Prozent auf 131,80 Euro einbrachte.

Konjunkturdaten

In Deutschland wurden um 8 Uhr die Verbraucherpreise für Januar bekannt gegeben. Die Inflation hat sich demnach zu Beginn des Jahres wie erwartet verstärkt. Die Verbraucherpreise sind im Januar im Jahresvergleich um 1,7 Prozent geklettert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit wurde eine erste Erhebung wie erwartet bestätigt. Im Dezember hatte die Rate noch bei 1,5 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat fielen die Verbraucherpreise im Januar um 0,6 Prozent. Auch dies war erwartet worden.

Die neue EU-Kommission legt heute um 11 Uhr ihre erste Konjunkturprognose vor. Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni präsentiert in Brüssel den Ausblick auf das Wirtschaftswachstum, die Inflation und andere Eckdaten in allen EU-Staaten. Im Herbst hatte die Kommission ihre Erwartungen für 2020 nach unten korrigiert. Für die Eurozone erwartete sie damals ein Wachstum von 1,2 Prozent, für die gesamte EU 1,4 Prozent.

Um 14.30 Uhr folgen die Daten aus den USA. Zeitgleich erscheinen auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Realeinkommen. (Mit Material von dpa-AFX)

Schlagworte:
, , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.367,46 -3,19%
PKT -407,42
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
RWE ST 32,55 -0,06%
E.ON 10,85 -1,26%
SIEMENS 96,70 -1,83%
FMC 70,70 -1,89%
Henkel VZ 86,48 -1,93%
Flops
COVESTRO AG O.N. 36,16 -4,72%
ALLIANZ 204,45 -4,75%
INFINEON 19,51 -5,00%
LUFTHANSA 12,27 -6,05%
DT. BANK 8,29 -6,39%
Nachrichten
17:51 Aktien Frankfurt Schluss: Viruskrise setzt die Kurse wieder stark unter Druck MDAX ® 26.196,77 -3,43%
17:44 XETRA-SCHLUSS/Keine Ende des Coronavirus-Ausverkaufs in Sicht BAYER ADR /1/4 16,60 -3,49%

17:40
boerse.ARD.de
War das schon Panik? DAX ® 12.367,46 -3,19%

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Die Lufthansa und ihre Partnerin United Airlines erwägen eine Übernahme der Fluggesellschaft TAP Portugal. Glauben Sie, dass es dazu kommen wird?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen