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6 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am letzten Tag einer abermals turbulenten Handelswoche dürfte der DAX +0,21% mit Kursgewinnen starten. Vor Xetra-Handelsstart wurde der deutschen Leitindex 0,6 Prozent höher taxiert bei 11.483 Punkten. 

Tiefe Renditen an den Anleihemärkten, Rezessionsangst und immer wieder neue Wendungen im Handelsstreit zwischen den USA und China ohne Ergebnisse hatten die Börsen kräftig durchgeschüttelt. Am Vortag war der DAX auf den tiefsten Stand seit Mitte Februar gesunken. An der Wall Street hatte es des Dow Jones am Ende des Tages jedoch ins Plus geschafft. In Japan und China verbuchten die Börsen ebenfalls Aufschläge, wenngleich in Japan in recht geringem Maß.  

Für Zinsoptimismus sorgten Äußerungen des finnischen Notenbankchefs Olli Rehn, der sich für eine spürbare Lockerung der EZB-Geldpolitik aussprach. "Es ist wichtig, dass wir im September ein umfassendes und wirksames Paket vorlegen", sagte Rehn gestern der US-Finanzzeitung Wall Street Journal. Mit Blick auf die Finanzmärkte sei es zudem besser, die Erwartungen zu übertreffen als zu enttäuschen, ergänzte das EZB-Ratsmitglied. - Was heute Einfluss auf die Kurse haben dürfte. 

Vorgaben aus den USA

Nach dem jüngsten Ausverkauf hat sich die Wall Street am Donnerstag für einen Erholungsversuch entschieden. Nach schwankendem Verlauf brachte der Leitindex Dow Jones Industrial +0,21% ein Plus von 0,39 Prozent auf 25 579,39 Punkte über die Ziellinie. Tags zuvor war er um mehr als 3 Prozent abgesackt, als die Anleger wegen Konjunkturängsten regelrecht aus dem Markt geflüchtet waren. Nun kehrten einige mit angezogener Handbremse zurück. An der Nasdaq ging es hingegen nach unten.

Vorgaben aus Fernost

Die chinesischen Börsen haben sich zum Wochenschluss ein Stück weit erholt. An Chinas Festlandbörse gewann der CSI 300 knapp ein Prozent und in Hongkong legte der Hang Seng um 0,80 Prozent zu. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent auf 20.418 Punkten. 

Lage in Hongkong 

Werden die Chinesen in Hongkong einmaschieren? Vor dem Beginn neuer Demonstrationen in Hongkong hat eine staatlich kontrollierte Zeitung in China eine scharfe Warnung an die Protestbewegung ausgesprochen. "Peking hat nicht beschlossen, gewaltsam gegen die Unruhen in Hongkong vorzugehen, aber diese Option steht Peking eindeutig zur Verfügung", schrieb die "Global Times" am Freitag in einem Kommentar.

Die Übungen der paramilitärischen Polizei in der an Hongkong angrenzenden Stadt Shenzhen seien "eine deutliche Warnung" an die Randalierer gewesen. Wenn Hongkong die Rechtsstaatlichkeit nicht von sich aus wiederherstellen könne, um die Unruhen zu beenden, müsse die Zentralregierung "unbedingt direkte Maßnahmen" auf Grundlage des Gesetzes ergreifen. 

Handelsstreit USA vs. China 

Es gibt neue Entspannungssignale im US-chinesischen Handelsstreit. "Dass die beiden Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping kurzfristig miteinander sprechen wollen, ist ein positives Zeichen. Ein Durchbruch ist das aber noch lange nicht", sagte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners mit Blick auf den Zollkonflikt. 

Unternehmens-News

Von Unternehmensseite dürfte es am Freitag deutlich ruhiger zugehen, nachdem die Quartalsberichtsaison so gut wie beendet ist. Einen Blick wert sein könnten die Aktien der Deutschen Euroshop +0,52%, nachdem der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor am Vorabend über seine aktuelle Geschäftslage informiert hatte.

Die Deutsche Euroshop +0,52% steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um lediglich 0,3 Prozent. Auch das operative Ergebnis (Ebit) stagnierte nahezu. Der Nettogewinn legte nur dank positiver Steuereffekte um knapp ein Fünftel zu. Die Ziele für das laufende Jahr bestätigte der Konzern. Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen die Euroshop-Aktien im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag 1,3 Prozent.

Eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC ließ die Fielmann-Aktien +0,95% auf Tradegate um 1,6 Prozent auf 61,40 Euro steigen. Bei einem Kursziel von 70 Euro sieht Analyst Paul Rossington mittelfristig ein Kurspotenzial von knapp 16 Prozent und stufte die Papiere der Optikerkette von "Hold" auf "Buy" hoch.

Nach der Genehmigung für Hardware-Nachrüstungen von VW-Diesel-Fahrzeugen drückt der Technologie-Anbieter Baumot aufs Tempo. "Wir planen, die ersten Systeme noch im Oktober 2019 auszuliefern", teilte Baumot-Chef Marcus Hausser der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach seinen Worten deckt die gestern vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilte Betriebserlaubnis (ABE) etwa 1,3 Millionen betroffene Autos aus dem Volkswagen-Konzern ab. "Weitere ABEs für Fahrzeuge auch anderer Hersteller werden wir in Kürze ebenfalls beantragen. Wir gehen davon aus, zeitnah für alle relevanten Volumenmodelle eine Nachrüstlösung anbieten zu können", sagte Hausser. Die Baumot-Aktie -3,07% zeigte sich nach dem jüngsten Kursanstieg vorbörslich stabile.

Konjunkturdaten

Zum Wochenschluss bleibt der Fokus auf die Wall Street gerichtet. Die Baubeginne und Baugenehmigungen für Juli erscheinen um 14.30 Uhr, das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan folgt um 16 Uhr. 

Mit Material von dpa-AFX

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