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6 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Freitag scheint dem Dax nach den jüngsten Kursgewinnen die Puste nicht auszugehen. Auch die Überseebörsen locken Anleger mit grünen Vorzeichen.

Indikation für den DAX

Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex -0,17% rund zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,18 Prozent höher auf 12 432 Punkte. Allein seit seinem August-Tief bedeutet dies inzwischen ein Plus von mehr als zehn Prozent. Die Europäische Zentralbank hatte mit ihrem umfangreichen Maßnahmenpaket für eine weitere geldpolitische Lockerung am Vortag die hohen Erwartungen der Investoren erfüllt und dem Dax-Anstieg damit keinen Riegel vorgeschoben. Gestützt wird der Markt derzeit auch von einer Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit.

Vorgaben aus den USA

Die Hoffnungen auf einen "Deal" im Handelsstreit zwischen den USA und China haben den US-Börsen am Donnerstag erneut Auftrieb verliehen. Der Dow Jones Industrial -0,95% stieg den siebten Handelstag in Folge, ein neues Rekordhoch blieb ihm aber noch versagt. Nicht einmal 100 Punktefehlten dem Dow im Tageshoch zu einem neuen historischen Höchststand. Im späten Handel bröckelten die Kurse wieder etwas ab und der Dow schloss 0,17 Prozent höher bei 27 182,45 Zählern.

Vorgaben aus Asien

Die Hoffnung auf eine positive Wende im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Aktienmärkte in Asien zum Wochenausklang angetrieben. An Chinas Festlandsbörsen kletterte der CSI 300 zuletzt um 1,08 Prozent nach oben. In Hongkong gewann der Hang Sang -0,52% 0,48 Prozent. In Japan ging es für den Nikkei 225 am Freitag zuletzt um 0,99 Prozent aufwärts. In der laufenden Woche ergibt sich damit ein Plus von etwa 3,7 Prozent. Zuletzt hatten sowohl China als auch die USA im Handelsstreit positive Signale ausgesandt.

Ölpreis ohne Impulse

Die Ölpreise haben sich am Freitag nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 60,40 US-Dollar. Das waren zwei Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls geringfügig um vier Cent auf 55,13 Dollar.

Damit konnten sich die Ölpreise nach kräftigen Verlusten in den vergangenen Handelstagen vorerst stabilisieren. Seit Mittwoch ist der Preis für Brent-Öl um etwa vier Prozent und der für US-Öl um etwa fünf Prozent gefallen. Auf Wochensicht steuern die Ölpreise auf die stärksten Verluste seit fast zwei Monaten zu. Unter anderem hatte die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem zu hohen Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt gewarnt und damit die Preise belastet.

Der Ausblick auf die künftige Entwicklung des Angebots und der Nachfrage "ist nicht gerade rosig", kommentierte die Anlagestrategin Miyoko Nakashima von Mizuho Securities. Ihrer Einschätzung nach dürften die Preise am Ölmarkt weiter unter Druck bleiben und die Notierung für US-Öl könnte unter die Marke von 50 Dollar fallen.

Stabilisierung des Euro

Der Euro hat sich am Freitag nach der Berg- und Talfahrt vom Vortag stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1069 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend.

Damit konnte die erneute Verschärfung der bereits ultralockeren Geldpolitik durch die EZB den Euro nicht nachhaltig belasten. Am Vortag hatte sich die Notenbank mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket gegen die Konjunkturflaute in der Eurozone gestemmt und dabei unter anderem die Neuauflage des Anleihekaufprogramms beschlossen. Der Euro war daraufhin zunächst bis auf 1,0927 Dollar gefallen.

Bis zum Nachmittag rechnen Marktbeobachter mit einem eher impulsarmen Handel am Devisenmarkt. Dann könnten neue Konjunkturdaten aus den USA wieder für mehr Kursbewegung sorgen. Auf dem Programm stehen Kennzahlen zur Umsatzentwicklung im amerikanischen Einzelhandel und zur Konsumlaune.

Bundesbank-Vorstand alarmiert

Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling zeigt sich "alarmiert" über die Zinsentwicklung im Euroraum. "Die Banken müssen handeln, wenn sie keine Verluste einfahren und überleben wollen", schrieb der Bankenaufseher im "Focus". Nach seiner Einschätzung könnten Banken die Minuszinsen der EZB "bald an noch mehr Kunden weitergeben".

Geschäftsbanken müssen künftig 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank parken. Schon der bisherige negative Einlagensatz von 0,4 Prozent war eine Milliardenbelastung für die Finanzbranche. Etwas Entlastung verschafft die EZB den Instituten nun über Freibeträge.

Möglicherweise holen Banken die Kosten für den Strafzins auch darüber wieder herein, dass sie die Gebühren für ihre Dienstleistungen erhöhen. "Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei: Girokonten kosten Geld, wie jede andere Dienstleistung auch", argumentierte Wuermeling. "Stabile Banken gibt es nicht zum Nulltarif."

Seiner Meinung nach haben Deutschlands Banken aber auch "ein Effizienzproblem": "Zu viele Filialen, zeitaufwendige Prozesse, üppige Belegschaften und veraltete IT verbrauchen die Budgets. Allein mit höheren Gebühren ist es also nicht getan", mahnte Wuermeling.


Mit Material von dpaAFX.
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