DAX ®12.748,15+0,00%TecDAX ®2.837,65+0,06%Dow Jones26.842,95+0,06%NASDAQ 1007.952,78+0,16%
finanztreff.de

6 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der großer Verfall an den Terminbörsen dürfte am Freitag auch das Geschehen am deutschen Aktienmarkt bestimmen. Am Mittag laufen an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte und Optionen auf die großen Aktienindizes aus, wie die auf den DAX und den Eurozonen-leitindex EuroStoxx 50.

Vor diesem auch Hexensabbat genannten Termin versuchen Anleger, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt oftmals zu erratischen, also fundamental nicht zu erklärenden Bewegungen. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -0,02%, der sich am Vortag von seiner freundlichen Seite gezeigt hatte, mit leichten Abgaben von 0,2 Prozent bei 12.432 Zählern taxiert.

Seit bereits sieben Handelstagen pendelt der DAX zwischen 12.300 und 12.500 Zählern, wobei er sich seit seinem Zwischentief am Dienstag bei 12.303 Punkten inzwischen merklich erholt hat. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein moderater Verlust von 0,2 Prozent ab.

Vorgaben aus den USA

Der Dow Jones Industrial +0,06% hatte gestern seine moderaten Gewinne sukzessive abgegeben und letztlich ins Minus gedreht. Zum Handelsende verlor der US-Leitindex 0,2 Prozent auf 27.094 Punkten. Nur wenig besser sah es bei den anderen Indizes an der Wall Street aus: Der marktbreite S&P 500 +0,20% stagnierte am Ende bei 3.006 Punkte, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 +0,16% einen Kursanstieg von 0,2 Prozent auf 7.901 Punkte behauptete.

Vorgaben aus Fernost

In Fernost zeigen die Börsen sich etwas im Plus. Japans Nikkei 225 gewann 0,2 Prozent auf 22.092 Punkte, Chinas CSI legte zuletzt 0,2 Prozent auf 3.929 Zähler zu, und Hongkongs Hang Seng zeigte sich wenig verändert bei 26.461 Punkte.

Zinssenkung in China

Die chinesische Notenbank hat wegen der zuletzt schwachen Konjunkturdaten die geldpolitischen Zügel etwas gelockert. Der erst im August eingeführte Referenzzinssatz LPR für Kredite mit einer Laufzeit von einem Jahr sei um 0,05 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gesenkt wurden, wie die Währungshüter in Peking mitteilten. Der Fünfjahres-Satz blieb bei 4,85 Prozent.

Inflationsdaten

Am Morgen kamen bereits Inflationsdaten aus Japan. Dort ist die Teuerung auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2017 gefallen. Damit treten die Probleme der Notenbank, die Preisentwicklung und die Wirtschaft anzukurbeln, immer offener zu Tage. Die von der Zentralbank besonders stark beobachtete Kernrate der Inflation, bei der schwankungsanfällige Preise für frische Nahrungsmittel herausgerechnet werden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent. Im Juli war der Index noch um 0,6 Prozent gestiegen.

Der Anstieg ist der niedrigste seit Juli 2017. Die japanische Notenbank peilt eigentlich einen Anstieg der Inflation um zwei Prozent an. Japan weist jedoch schon seit vielen Jahren eine ungewöhnlich schwache Preisentwicklung auf, was die Wirtschaftsentwicklung belasten kann.

In Deutschland stieg die Teuerung. Auf Herstellerebene zogen die Erzeugerpreise im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt am Freitagmorgen mitteilte. Das ist der schwächste Zuwachs seit November 2016. Im Monatsvergleich fielen die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, um 0,5 Prozent. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent.

Die Herstellerpreise schlagen teilweise und zeitverzögert auf die Verbraucherpreise durch, an der die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Weil auch die Verbraucherpreise seit längerem schwach oder allenfalls moderat steigen, hat die EZB ihre Geldpolitik extrem gelockert.

Unternehmens-News

Unternehmensseitig ist es ruhig. Wirecard -2,07% erholten sich vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate etwas von ihrem Vortagesverlust. Siemens Healthineers und Rocket Internet könnten von einer Herabstufung durch Barclays belastet werden.

Klima-Paket

In einer Marathonsitzung suchen die Spitzen der schwarz-roten Koalition weiter nach einer Einigung über eine tiefgreifende Klima-Strategie. Die Verhandlungen seien "sehr hart", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitagmorgen in Berlin aus Verhandlungskreisen. Union und SPD beraten inzwischen seit mehr als 13 Stunden im Kanzleramt. Die Beratungen verliefen sehr sachorientiert, seien aber sehr komplex, hieß es. Zugleich war von einer guten und konstruktiven Atmosphäre die Rede.

Angesichts der Dauerverhandlungen über ein weitreichendes Paket für mehr Klimaschutz hat die Koalition die geplante entscheidende Sitzung des Klimakabinetts verschoben. Anstatt wie geplant um 11 Uhr werde das Klimakabinett für 13 Uhr zusammengerufen, teilte die Bundesregierung mit.

Mit Material von dpa-AFX

Schlagworte:
, , , , , , , , ,
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
Long  DC7DXH DAX ® Wave L 11780 2019/12 (DBK) 12,599
Short  XM3B7R DAX ® WaveUnlimited S 13722.8816 (DBK) 13,170
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Glauben Sie, dass der Brexittermin tatsächlich noch einmal verlegt wird?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen