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6 Themen, die am Mittwoch für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem überaus freundlichen Tag gestern startet der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch mit angezogener Handbremse. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -0,03% zur Wochenmitte kaum verändert bei 12.630 Punkten taxiert.

Mit 12.682 Punkten war der Leitindex am Dienstag auch dank der Hoffnung auf eine Lösung im Brexit-Streit zeitweise auf den höchsten Stand seit August vergangenen Jahres geklettert. Dieses Niveau konnte er jedoch nicht ganz halten und fiel im späten Handel auch wieder unter das Zwischenhoch vom Juli zurück. Dennoch summiert sich der DAX-Gewinn seit Dienstag voriger Woche nun schon bereits auf rund 5,5 Prozent.

Vorgaben aus den USA

Der robuste Start in die US-Berichtssaison hat den Dow Jones Industrial -0,44% am Dienstag wieder vorangetrieben. Dank überwiegend guter Unternehmenszahlen stieg der US-Leitindex um 0,9 Prozent auf 27.024 Punkte, nachdem er zu Wochenbeginn noch eine Verschnaufpause eingelegt hatte. Nunmehr bewegt sich das Börsenbarometer auf dem Niveau von Anfang Oktober.

Im Verhältnis zwischen China und den USA kam jedoch wegen eines im US-Repräsentantenhaus angenommenen Gesetzentwurfs zur Unterstützung von Demokratie und Bürgerrechten in Hongkong Missstimmung auf. Dies könnte auch die zuletzt für Optimismus sorgenden Handelsgespräche wieder belasten. Auch im Brexit-Streit zwischen der EU und Großbritannien müssen die Anleger weiter auf einen Durchbruch warten.

Vorgaben aus Fernost

An den asiatischen Aktienmärkten geht es am Mittwoch größtenteils nach oben. In Japan zog der Nikkei 225 -0,53% im Zuge der festen Wall Street um 1,2 Prozent auf 22.472 Punkte an. Auch in Südkorea, wo die Notenbank erneut den Leitzins senkte, ging es nach oben. Leicht im Minus war der Markt in China . Hier sorgten unter anderem die zunehmenden Spannungen mit den USA über die Lage in Hongkong für Verunsicherung. In Hongkong selbst zog der Leitindex Hang Seng lndex +1,44% leicht an.

Konjunkturdaten

Der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Handelskonflikt zwischen den USA und China lastet weiter auf der Weltwirtschaft. Daran wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch die jüngst verkündete Teileinigung der beiden größten Volkswirtschaften kaum etwas ändern. Der IWF senkte am Dienstag seine globale Wachstumsvorhersage für dieses Jahr auf nunmehr 3,0 Prozent - es war die vierte Reduzierung in Folge. Im Juli hatte der IWF noch ein Wachstum von 3,2 Prozent vorausgesagt. Auch für Deutschland wurde die Konjunkturprognose leicht gesenkt. Nun wird ein Wachstum von lediglich 0,5 Prozent erwartet.

In Europa schauen Investoren heute um 11 Uhr zunächst auf die Entwicklung der Verbraucherpreise sowie die Handelsbilanz der Eurozone. Spannend wird es dann wieder um 14.30 Uhr, wenn in den USA die Einzelhandelsumsätze über die Ticker laufen. Zudem rückt der Konjunkturbericht der Fed (Beige Book) um 20 Uhr in den Fokus.

Quartalszahlen

Der Start in die US-Quartalsberichtsaison fiel recht gut aus. Den Auftakt zum neuen Bilanzreigen machten die großen US-Banken. Bei JPMorgan +0,90% war von einer Zurückhaltung der Kunden nichts zu spüren. Das Finanzinstitut konnte mit einem überraschend starken Quartal punkten, hier sorgten vor allem brummende Geschäfte mit Anleihen für Schwung. Die Anteilscheine zogen um rund drei Prozent an, nachdem sie im Handelsverlauf sogar ein Rekordhoch erreicht hatten. Auch der Konkurrent Citigroup -3,33% hatte dank guter Ergebnisse im Investmentbanking und niedrigeren Steuern deutlich mehr verdient.

Heute werden unter anderem Bank of America, US Bancorp, Netflix und IBM über die jüngste Geschäftsentwicklung berichten.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten stehen die Aktien von Wacker Chemie -1,93% nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung des Spezialchemie-Unternehmens im Fokus. Wacker strich wegen schwacher Polysilizium-Preise seine Jahresziele zusammen und bereitet ein Sparprogramm vor. Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten schlecht an, obwohl ein Händler die Warnung als "offenes Geheimnis" bezeichnete. Die Wacker-Aktie verlor auf der Handelsplattform Tradegate mehr als acht Prozent an Wert im Vergleich zum Xetra-Schluss.

Die Anteilscheine von Infineon -0,74% verbilligten sich auf Tradegate um knapp zwei Prozent. Analyst Aleksander Peterc von der Societe Generale hatte sie von "Hold" auf "Sell" abgestuft. Er reduzierte seine Gewinnprognosen für den Halbleiter-Konzern der Jahre 2020 bis 2023.

Die gestern zeitweise unter die 110-Euro-Marke abgestürzte Aktie von Wirecard +0,17% zeigte sich am Mittwochmorgen weiter abgeschwächt. Nach einem Xetra-Schluss bei 122 Euro notierte der Zahlungsdienstleister nun bei 121,90 Euro. Die Finanzaufsicht BaFin lässt den neuerlichen Wirecard-Kurseinbruch in ihre laufenden Untersuchungen einfließen.

Der Elektronikhändler Ceconomy +0,27% könnte bald einen neuen Chef bekommen. Heute will der Aufsichtsrat unter anderem "über eine mögliche vorzeitige Beendigung der Bestellung des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Jörn Werner" beraten. Es ist vorgesehen, noch am selben Tag eine Entscheidung in diesem Zusammenhang zu treffen, hieß es einer Mitteilung weiter. Es gebe aber bislang noch keine Beschlussempfehlung des Aufsichtsratspräsidiums an den Aufsichtsrat. Der Aktienkurs von Ceconomy reagierte zunächst kaum.

Brexit-Streit

Im Brexit-Streit haben die EU und Großbritannien in der Nacht zum Mittwoch stundenlang um eine Einigung gerungen. Obwohl ein Abkommen in greifbarer Nähe schien, verkündeten beide Seiten noch keinen Durchbruch. Die Gespräche wurden unterbrochen und sollen noch an diesem Mittwoch fortgesetzt werden, wie es aus EU-Kreisen hieß. Der Zeitdruck ist enorm: Schon zum Nachmittag soll ein Vertragsentwurf stehen, damit er beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs gebilligt werden kann. Der Euro kletterte zuletzt auf 1,1052 Dollar.

(Mit Material von dpa-AFX)

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