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6 Themen, die am Montag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor den Quartalszahlen etlicher DAX-Schwergewichte im Wochenverlauf halten sich die Anleger am Montag zunächst einmal bedeckt. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -0,23% etwa 0,2 Prozent niedriger taxiert auf 12.385 Punkte. 

Weiterhin marktbewegend dürften die Notenbanken sein. Nach der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche ist nun die US-Notenbank Fed mit ihrem Zinsentscheid am Mittwoch an der Reihe. Börsianer rechnen fest damit, dass die Fed die Leitzinsen senken wird. Lediglich über das Ausmaß besteht Uneinigkeit. Es wäre die erste Zinssenkung seit zehn Jahren. Wichtig dürfte dabei vor allem der Ausblick auf die weitere Geldpolitik sein, da eine Zinssenkung in der laufenden Woche im Grunde eingepreist ist. - Was am Montag Einfluss auf die Aktienkurse haben könnte. 

Vorgaben aus den USA

Überraschend gute Wachstumsdaten aus der US-Wirtschaft und starke Unternehmensberichte im Technologiesektor haben am Freitag in New York die Stimmung gehoben. Der Dow Jones Industrial -0,80% mit seinen Standardwerten konnte davon aber nur reduziert profitieren, er verbuchte am Ende ein Plus von 0,2 Prozent auf 27.192 Punkte. Der Leitindex schaffte es so im Wochenvergleich mit einem ähnlich kleinen Prozentsatz ins Plus. 

Vorgaben aus Fernost

Die wichtigsten Börsen Asiens haben zum Wochenstart nachgegeben. Investoren hielten sich zu Beginn einer womöglich richtungsweisenden Woche zurück: neben der Fortsetzung der Handelsgespräche zwischen den USA und China steht die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed an. Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte gilt am Markt als ausgemachte Sache. Wichtig wird also vor allem der Ausblick auf die weitere Geldpolitik. In Japan fiel der Nikkei 225 um 0,2 Prozent. An Chinas Festlandbörsen ging es für den CSI 300 um 0,2 Prozent abwärts und in Hongkong sank der Hang Seng um deutlichere 1,4 Prozent. 

Quartalszahlen 

In den kommenden Tagen stehen die Ergebnisse etlicher DAX-Konzerne auf der Agenda, unter anderem die der Lufthansa -1,93%, von Bayer +0,15%, Siemens +1,22%, BMW +1,72% und der Allianz +1,02%

Am Montagmorgen hat Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers -0,21% bereits Quartalszahlen vorgelegt. Und die fielen nicht berauschend aus. Die Probleme im Diagnostik-Geschäft haben auch im dritten Quartal angehalten, nun wird das Auslieferungsziel gesenkt. Die hohen Anlaufkosten für das neue Laborsystem Atellica bremsten das Wachstum. Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich leicht um 3 Prozent auf 543 Millionen Euro. Die viel beachtete bereinigte operative Marge sank um 0,8 Prozentpunkte auf 15,2 Prozent. Den Ausblick bekräftigte die Siemens-Tochter. Der Chef der Diagnostik-Sparte, Michael Reitermann, geht zum 30. September.  

Auch VW-Brummi-Tochter Traton hat bereits Zahlen vorgelegt. Im Tagesverlauf folgen unter anderem auch bet-at-home,  Ryanair und Sanofi. 

EuGH-Entscheid zu Facebook 

Auf Nutzer von Webseiten mit eingebundenem "Like"-Button von Facebook +2,88% könnte ein weiterer Einwilligungs-Klick zukommen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheidet am Montag, ob Betreiber von Internetseiten für die Datenverarbeitung mitverantwortlich sind, wenn sie den "Gefällt mir"-Knopf des Online-Netzwerks einbinden.  

Folgen die Richter dem Antrag des EuGH-Generalanwalts, lautet die Antwort auf diese Frage "Ja" - aber nur in einer sehr eingeschränkten Form. Denn es soll nur um die Vorgänge gehen, bei denen der Webseiten-Anbieter tatsächlich zur Entscheidung über Mittel und Zweck der Datenverarbeitung beiträgt. Die Einwilligung der Nutzer dazu muss aber eingeholt werden, bevor die Daten erhoben und übermittelt werden - im Fall des "Like"-Buttons also im Prinzip schon beim Aufruf der Seite. 

Konjunkturdelle wird zu Wirtschaftsflaute

Während heute keine Konjunkturdaten anstehen, haben sich Konjunkturexperten zur zunehmende Exportschwäche vieler deutscher Unternehmen geäußert. Diese wächst sich offenbar immer mehr zu einer länger andauernden Wirtschaftsflaute aus. Inzwischen könne man nicht mehr nur von einer "Konjunkturdelle" reden. Die deutsche Wirtschaft durchlebe derzeit eine "anhaltende Schwächephase", betonten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es sei inzwischen zweifelhaft, ob die Wirtschaft bis zum Jahresende wieder an Fahrt gewinne.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht derweil davon aus, dass die erwartete Konjunktureintrübung für den deutschen Arbeitsmarkt weitgehend folgenlos bleiben werde. 

Harter Brexit voraus

Für etwas politischen Gesprächsstoff sorgt derweil wieder der Brexit: Die neue britische Regierung unter Premier Boris Johnson stellt sich auf einen Austritt aus der EU zum 31. Oktober ohne Abkommen ein. "Längere Zeit spielte der Brexit an den Märkten eine untergeordnete Rolle. Dies könnte sich nun wieder ändern", sagte Analyst Christian Schmidt von der Helaba. 

Mit Material von dpa-AFX

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