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7 Faktoren, die für Anleger am Montag wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem leichten Rückschlag zum Ende der Vorwoche dürfte es am deutschen Aktienmarkt insgesamt am Montag zum Wochenstart wieder etwas aufwärts gehen. Vor Xetra-Handelsstart notierte der Dax -0,72% 0,2 Prozent höher bei 12.118 Punkten.

Seit dem Zwischentief an der 200-Tage-Linie Anfang Juni hatte das deutsche Börsenbarometer in den vergangenen beiden Wochen in der Spitze um über fünf Prozent zugelegt. Zuletzt ging ihm etwas der Schwung aus - der Versuch, in den Ende Mai verlassenen Aufwärtstrend seit Jahresanfang zurückzukehren, gelang damit zunächst nicht.

Getrieben war die jüngste Rally vor allem von der Hoffnung auf eine wieder lockerere Geldpolitik der US-Notenbank. Entsprechend gespannt warten die Anleger auf die Fed-Signale zur Wochenmitte. Experten rechnen zwar noch nicht mit einem Zinsschritt, halten aber entsprechende Hinweisen in diese Richtung für gut möglich.

Und was macht der Handelsstreit? US-Handelsminister Wilbur Ross hat Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Handelsauseinandersetzung zwischen den USA und China gedämpft. Mit Blick auf das erwartete Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping beim G20-Gipfel in Japan Ende Juni sagte Ross am Sonntag dem Wall Street Journal: "Ich denke, das Ergebnis beim G20 dürfte höchstens eine Vereinbarung zur aktiven Wiederaufnahme der Verhandlungen sein."

Kleiner Nebenschauplatz: Auch Indien hat seine Probleme mit den USA. Indien erhebt nun Vergeltungszölle auf 28 Produkte aus den Vereinigten Staaten. Laut einer Mitteilung des Finanzministeriums in Neu Delhi vom Samstagabend wurden diese gestern wirksam. Betroffen sind unter anderem Agrargüter wie Nüsse, Linsen und Äpfel. Indien reagiert damit auf eine Entscheidung der USA von Anfang Juni, dem südasiatischen Land bisherige Handelsvorteile zu entziehen. - Darüber hinaus sollten Anleger am Montag diese sieben Faktoren beachten. 

Vorgaben aus den USA 

Eine Umsatzwarnung des Halbleiterkonzerns Broadcom hat zum Wochenende die Stimmung im US-Technologiesektor getrübt. Der Auswahlindex Nasdaq 100 <US631101102> verlor am Freitag deutlich. Nur leicht im Minus beendete dagegen der Leitindex Dow Jones Industrial -0,42% den Handel. US-Daten aus dem Einzelhandel und aus der Industrie waren besser ausgefallen als erwartet. Dagegen hatte sich die von der Universität Michigan erhobene Verbraucherstimmung etwas stärker eingetrübt als von Analysten prognostiziert.

Vorgaben aus Fernost

Asiens wichtigste Aktienmärkte haben am Montag keine gemeinsame Richtung gefunden. In Hongkong ging es klar bergauf, nachdem die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone ein Gesetz für Auslieferungen an China auf Eis gelegt hatte. Dennoch dauerten die politischen Massenproteste an. Dagegen griffen die Investoren an Chinas Festlandsbörsen sowie in Japan vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch nur sehr zaghaft zu.

Der Hongkonger Hang-Seng-Index -0,22% stieg nach zeitweise höheren Gewinnen zuletzt noch um 0,6 Prozent auf 27.292 Punkte. Damit legte das Börsenbarometer nach drei Verlusttagen in Folge wieder den Vorwärtsgang ein. Ein Marktbeobachter sprach von einer deutlichen Erholung - davor hätten die Anleger Angst vor einer Eskalation der Proteste gehabt.

Beim CSI 300 , der die 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, reichte es zu Wochenbeginn derweil nur für ein Plus von 0,1 Prozent auf 3.658 Punkte. Ähnlich sah es in Tokio aus, wo der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,31% 0,03 Prozent fester mit 21.124 Zählern schloss.

Bad Bank für Deutsche Bank?

Unternehmensseitig stehen in Deutschland zwei Dax-Werte am Morgen im Fokus: Die Deutsche Bank und Lufthansa. Die Deutsche -1,43% will einem Bericht zufolge im Rahmen des geplanten Konzernumbaus Risiken von Wertpapieren in Milliardenhöhe loswerden. Dabei sollen vor allem lang laufende Derivate, die zuletzt kaum Ertrag abgeworfen haben, im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro in eine interne Abwicklungseinheit ("Bad Bank") ausgelagert oder verkauft werden, berichtete die Financial Times (FT) am späten Sonntagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ende März hatte die Bank in der Bilanz den Marktwert ihrer Derivate auf 331 Milliarden Euro beziffert - die gesamte Bilanzsumme der Bank belief sich auf 1,44 Billionen Euro.

Lufthansa kappt Gewinnziele

Eine Gewinnwarnung der Lufthansa -1,24% hat am Montag der ohnehin schlechten Laune der Investoren einen weiteren schweren Schlag versetzt. Die Aktien der Fluggesellschaft brachen im frühen Handel bei hohen Umsätzen im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Freitag um über sieben Prozent ein.

Analysteneinschätzungen

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf aktuelle Analystenkommentare. So empfahl die britische Investmentbank HSBC die Aktien von SAP -1,11% zum Kauf. Dank Kostensenkungen erschienen die neuen Steigerungsziele des Softwarekonzerns für die operativen Marge nun erreichbar, schrieb der Experte Antonin Baudry. Ferner erscheine die Bewertung der Anteilsscheine weiter nicht anspruchsvoll. Für die SAP-Papiere ging es im frühen Handel um gut ein Prozent nach oben.

Derweil rechnet Analyst Jose Asumendi von JPMorgan mit einem herausfordernden zweiten Halbjahr für die europäische Autoindustrie. Seine Produktionsprognose für den chinesischen Automarkt in diesem Jahr kürzte der Fachmann. Für den Zulieferer Continental -1,39% senkte er seine Schätzungen für das bereinigte operative Ergebnis in diesem und im nächsten Jahr. Die Aktien verloren auf Tradegate 1,5 Prozent.

Luftfahrtmesse in Paris

Nochmal zurück zur Luftfahrt: Heute beginnt die weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris. Die Branche erwartet unter anderem weitere Antworten des krisengeschüttelten US-Herstellers Boeing. Nach den Abstürzen von Boeings Mittelstreckenjet 737 Max in Indonesien und Äthiopien gilt seit März ein weltweites Flugverbot für Maschinen dieses Typs. Dieser Bann führt bei den Airlines zu Verunsicherung. Zudem will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Verträge für das milliardenschwere Rüstungsvorhaben eines europäischen Kampfjets unterzeichnen.

Konjunkturdaten

Die Woche startet in diesen Minuten mit derNotenbankkonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) in Sintra/Portugal. Um 11 Uhr gibt es Daten zu den Arbeitskosten der Eurozone im ersten Quartal. Und um 12 Uhr präsentiert die Bundesbank ihren Monatsbericht für Juni. Am frühen Nachmittag wird dannn der erste Frühindikator der Woche veröffentlicht: der Empire State-Produktionsindex aus New York. Um 16 Uhr folgt der NAHB-Immobilienmarktindex.

mmr mit Material von dpa-AFX

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Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
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RWE ST 23,59 +0,64%
BEIERSDORF 107,15 +0,56%
INFINEON 16,37 +0,32%
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