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7 Themen, die am Dienstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der jüngsten Erholung dürfte der deutsche Aktienmarkt auch am Dienstag stabil eröffnen. Der DAX -0,71% wurde kurz vor Xetra-Handelsstart bei 11.717 Punkten etwa auf Montagsschluss taxiert. In der Vorwoche war der DAX unter anderem wegen Sorgen über eine Rezession kurzzeitig bis auf 11.266 Punkten abgerutscht.

Laut dem Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sorgt der Sprung zurück über die 200-Tage-Linie vom Vortag wieder für bessere Laune bei den Anlegern. Der gleitende Durchschnitt gilt als Gradmesser für den längerfristigen Trend. Entscheidend sei nun aber, dass sich Anschlusskäufer finden, so Altmann. Sonst könne der jüngste Aufschwung schnell wieder zu Ende gehen. - Was heute die Kurse beeinflussen dürfte.

Vorgaben aus den USA

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit mit China hat die Wall Street am Montag weiter angetrieben. Bereits zum Abschluss der vergangenen Woche hatte sich die zwischenzeitliche Panik, die an der US-Börse geherrscht hatte, wieder gelegt. Konjunktursorgen hatten zuvor Anleger fluchtartig aus Aktien abwandern lassen und zu Verwerfungen an den Anleihemärkten geführt. Der Dow Jones Industrial -0,52% stieg am Montag um ein Prozent auf 26.135 Punkte. Der US-Leitindex hatte schon am Freitag die 200-Tage-Durchschnittslinie wieder übersprungen, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt.

US-Präsident Donald Trump hatte die US-Notenbank Fed gestern erneut angegriffen. Die Fed solle rasch die Leitzinsen um "mindestens 1,0 Prozentpunkte" senken, schrieb Trump auf dem Kurznachichtendienst Twitter. Vielleicht sollte auch eine quantitative Lockerung hinzukommen. Darunter würden zum Beispiel die erneuten Käufe von Staatsanleihen fallen.

Vorgaben aus Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag von positiven Signalen im Handelsstreit zwischen den USA und China profitiert. Die Kursausschläge hielten sich insgesamt aber in Grenzen. An Chinas Festlandbörse stieg der CSI 300 zuletzt um 0,3 Prozent ein. In Hongkong gab der Hang Seng um leichte 0,2 Prozent zu. In Tokio hat der Nikkei 225 um 0,6 Prozent auf 20.677 Punkte zugelegt.

China schraubt an Zinsen

Ab heute gilt in China ein neuer Referenzzins, an dem sich die Banken bei der Kreditvergabe orientieren sollen. Statt dem bisherigen Richtwert der Regierung von 4,31 Prozent, gilt nun die einjährige "Loan Prime Rate" (LPR). Die chinesische Zentralbank hat diesen auf 4,25 Prozent gesetzt. Die PBoC will damit die Kreditkosten für Unternehmen senken, die wegen der sich abkühlenden Wirtschaft zu kämpfen haben.

Unternehmens-News

Bei den Einzelwerten dürften die Aktien von Osram +1,02% einen Blick wert sein. Die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle +5,04% erwägen Kreisen zufolge ein höheres Angebot für den Lichtkonzern, sollte der österreichische Chipkonzern AMS -2,22% formal ein Gebot für Osram vorlegen. Bislang bieten Bain Capital und Carlyle 35 Euro je Osram-Aktie. Der Kurs stieg am Morgen auf Tradegate um 2,7 Prozent auf 35,60 Euro im Vergleich zum Xetra-Schluss am Montag.

Daneben sorgen Analystenkommentare für Bewegung. Eine gestrichene Kaufempfehlung der Deutschen Bank für Continental -1,25%-Aktien drückte den Kurs des Autozulieferers vorbörslich um 0,8 Prozent nach unten. Papiere von Alstria Office ±0,00% verteuerten sich vorbörslich um 1 Prozent, nachdem die Bank JPMorgan die Aktien der Immobiliengesellschaft auf "Übergewichten" erhöht hatte.

Konjunkturdaten

Um 8 Uhr erschiennen die deutschen Erzeugerpreise für Juli. Der Preisauftrieb auf Herstellerebene hat sich demnach weiter abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Produzentenpreise 1,1 Prozent höher, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der schwächste Zuwachs seit Dezember 2016. Zum Vormonat stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, um 0,1 Prozent. Die Erzeugerpreise sind eine Vorstufe der Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Produzentenpreise gehen in die Verbraucherpreise zeitverzögert und nicht in vollem Umfang ein.

Weichenstellung in Italien

 Im Poker um die Macht in der italienischen Regierung wird heute ab 15 Uhr eine richtungsweisende Erklärung von Ministerpräsident Giuseppe Conte erwartet. Der rechtspopulistische Innenminister und Vize-Premier Matteo Salvini hatte die Koalition aus seiner Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung vor knapp zwei Wochen gesprengt. Er will die Allianz zu Fall bringen und eine schnelle Neuwahl, weil er derzeit in Umfragen hohe Popularität genießt. Gegen Conte hatte er ein Misstrauensvotum gefordert. Jedoch ist vollkommen unklar, ob es zu diesem Schritt kommt oder ob Conte im Senat in Rom gar selbst seinen Rücktritt ankündigt.

Die Zeit drängt bei der Suche nach einem Ausweg aus der Krise. Bis Ende des Jahres muss das Haushaltsgesetz für 2020 verabschiedet werden. Italien ist hoch verschuldet und liegt daher seit langem mit der EU-Kommission im Streit. Dies löste auch immer wieder - gepaart mit politischer Unsicherheit - Turbulenzen an den Finanzmärkten aus. Sollte Conte seinen Rücktritt ankündigen, läge das Schicksal des Landes wieder einmal in den Händen von Staatspräsident Sergio Mattarella, der dann über die weiteren Schritte entscheiden müsste.

Spielemesse startet

Die weltgrößte Computerspiele-Messe Gamescom startet und könnte die Kurse von Spiele-Herstellern beeinflussen. Zunächst wird nur der Presse und Fachleuten in Köln Einblick in Neuheiten der Branche gewährt, ab Mittwoch strömt dann das breite Publikum in die Hallen. Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr das sogenannte Cloud-Gaming, bei dem Spiele auf externen Servern laufen und dadurch eigene Endgeräte entlastet werden sollen. Dieser Technik wird ein großes Potenzial beigemessen, auch weil Spiele - etwa in puncto Grafik - immer aufwendiger werden.

Mit Material von dpa-AFX

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.380,31 -0,71%
PKT -88,22
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
WIRECARD 153,65 +2,54%
E.ON 8,91 +0,96%
MERCK 99,50 +0,48%
COVESTRO AG O.N. 45,02 +0,27%
FMC 63,12 +0,19%
Flops
THYSSENKRUPP 12,89 -1,68%
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