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7 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die zuletzt wieder gewachsene Zuversicht mit Blick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China dürfte am deutschen Aktienmarkt am Freitag bei den meisten Werten zu steigenden Kursen führen. Der DAX +0,32% wurde vor Xetra-Auftakt 0,6 Prozent höher taxiert bei 12.239 Punkten. Damit dürfte sich die Erholung fortsetzen, nachdem der Index im Sog eines schwachen Oktober-Starts noch deutlich unter die Marke von 12.000 Punkten gerutscht war.

Die vermeintliche Annäherung im Handelsstreit ist nicht das einzig Positive heute. Börsenexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sieht "Optimismus an allen Fronten", zumal es auch Fortschritte in den Brexit-Gesprächen gebe. Nach einer angedeuteten Annäherung zwischen Großbritannien und Irland berät am Freitag die Europäische Union über Chancen auf einen Kompromiss mit London. "Die Wahrscheinlichkeit für einen geordneten Brexit Ende Oktober war in den vergangenen Monaten nie höher als aktuell", so Altmann. - Was heute die Kurse bewegen dürfte.

Verhandlungen zwischen USA und China

Anklang fanden bei den Investoren heute positive Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zum Verlauf der neuen Handelsgespräche. Die Verhandlungen liefen "wirklich gut", sagte er. "Aktuell sieht es ganz danach aus, als könne ein 'Mini-Deal' abgeschlossen werden", sagte Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank in einem Kommentar mit Blick nach Washington. Heute Abend ab 19.45 Uhr deutscher Zeit will Trump sich nun persönlich mit dem Leiter der chinesischen Delegation, Vizepremier Liu He, treffen. Nguyen stellt zwar den Charakter eines Erfolgs in Frage. "Was zählt, ist, dass ein solches Teil-Abkommen eine weitere Runde von Zollerhöhungen verhindern dürfte", so die Expertin.

Vorgaben aus den USA

Die mit Spannung erwarteten Handelsgespräche zwischen den USA und China laufen - und an der Wall Street haben sich die vorsichtigen Hoffnungen auf eine Entspannung im Konflikt beider Länder bereits ausgewirkt. Dafür reichte den Anlegern am Donnerstag offenbar aus, dass US-Präsident Donald Trump mitteilte, sich am Freitag mit dem Leiter der chinesischen Delegation in Washington, Vizepremier Liu He, zu treffen. Der Dow Jones Industrial -0,08% stieg zeitweise um fast ein Prozent. Am Ende behauptete der Leitindex noch ein Plus von 0,6 Prozent auf 26.496 Punkte.

Vorgaben aus Fernost

Die positiven Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China haben auch den Börsen Asiens am Freitag Kurgewinne beschert. In Japan schloss der Nikkei 225 um 1,2 Prozent verbessert bei 21.798 Punkten. Auch in China verzeichneten die Aktienmärkte Kursgewinne. Chinas CSI 300 gewann zuletzt 0,5 Prozent und Hongkongs Hang Seng 2,2 Prozent.

Quartalszahlen

Für einen Paukenschlag auf Unternehmensseite sorgte der Rücktritt des bisherigen SAP +1,04%-Chefs Bill McDermott. Die Vorstandsmitglieder Jennifer Morgan und Christian Klein sollen als Führungsduo mit sofortiger Wirkung seine Nachfolge antreten. Zugleich gab der Software-Konzern Quartalszahlen bekannt, die laut Analyst Mark Moerdler von Bernstein die Markterwartungen übertrafen. Dies überlagerte bei Anlegern den Chefwechsel, vorbörslich ging es für die SAP-Aktien um fast fünf Prozent aufwärts.

Anders war die vorbörsliche Lage beim Modekonzern Hugo Boss ±0,00%, der seine Aktionäre nach einem trägen dritten Jahresviertel mit einer Gewinnwarnung verschreckte. Entsprechend sackten die Aktien vorbörslich um 6,4 Prozent ab. Abstufungen der Papiere durch die Analysehäuser RBC, HSBC und die Societe Generale waren die direkte Folge.

Eckdaten gab es zudem noch vom SDAX +0,17%-Wert Shop Apotheke Europe -0,41%. Diese kamen gut an am Markt, es ging für die Aktie vorbörslich um 1,8 Prozent hoch. Der Online-Medikamenten-Händler hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres von gestiegenen Bestellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz profitiert.

Weitere Unternehmens-News

Beim Großküchen-Hersteller Rational +1,33% tritt der Finanzchef zurück. Axel Kaufmann werde zum Ende des Jahres aus dem Vorstand ausscheiden, teilte der MDAX +0,13%-Konzern am Morgen in Landsberg mit. Zunächst werde der Vorstandsvorsitzende Peter Stadelmann die Aufgaben Kaufmanns übernehmen. Die Rational-Aktie gab vorbörslich leicht nach.

Auch beim französischen Autobauer Renault -0,13% steht aller Voraussicht nach ein Wechsel im Top-Management bevor. Generaldirektor Thierry Bolloré habe aus der Presse erfahren, dass Renault-Präsident Jean-Dominique Senard seinen Rückzug wünsche, sagte Bolloré in einem Interview mit der französischen Wirtschaftszeitung Les Echos. Es handle sich um einen "beunruhigenden Putsch". Renault hat kurzfristig ein Treffen des Verwaltungsrats für Freitagvormittag angesetzt.

Konjunkturdaten

Die Inflation in Deutschland hat sich im September erneut abgeschwächt. Die Inflationsrate fiel auf 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies ist der zweite Rückgang in Folge und die niedrigste Inflationsrate seit Februar 2018. Im August hatte die Inflationsrate noch bei 1,4 Prozent und im Juli bei 1,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stagnierten die Verbraucherpreise im September.

Um 10 Uhr erscheint dann der Ölmarkt-Monatsbericht der Internationalen Energieagentur. Die Import- und Exportpreise aus den USA für September laufen um 14.30 Uhr über die Ticker. Und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan beendet um 16 Uhr die Woche hinsichtlich wichtiger Konjunkturdaten.

Brexit-Kompromiss?

Nach einer angedeuteten Annäherung zwischen Großbritannien und Irland im Brexit-Streit berät die Europäische Union heute über Chancen auf einen Kompromiss mit London. EU-Unterhändler Michel Barnier trifft zunächst den britischen Brexit-Minister Stephen Barclay und informiert anschließend die 27 bleibenden EU-Staaten (12.30 Uhr). Erwartet wird eine Entscheidung, ob sich Verhandlungen vor dem EU-Gipfel Ende nächster Woche lohnen. Andernfalls dürfte die Diskussion über eine weitere Verschiebung des für 31. Oktober geplanten britischen EU-Austritts wieder Fahrt gewinnen.

Mit Material von dpa-AFX

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