DAX ®12.342,33-1,01%TecDAX ®2.828,07-1,41%Dow Jones26.980,52+0,17%NASDAQ 1007.831,96+0,11%
finanztreff.de

7 Themen, die am heutigen Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der deutsche Aktienmarkt dürfte im frühen Handel die Verluste vom Vortag wieder aufholen. Vor Xetra-Handelsstart wurde den deutschen Leitindex DAX -1,01% gut ein halbes Prozent höher auf 11.808 Punkte. 

Sollte es bei den erwarteten Gewinnen im DAX bis Handelsende bleiben, würde das Börsenbarometer auf Wochensicht ein Plus von etwa drei Prozent einfahren. Noch in der vergangenen Woche war der deutsche Leitindex wegen Rezessionsängsten auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr gerutscht. - Was am Freitag die Kurse bewegen dürfte. 

Vorgaben aus den USA

An der Wall Street sind die Anleger nach den jüngsten Kursgewinnen erst einmal in eine Aufmerksamkeits-Stellung gegangen. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen am Donnerstag ohne klaren Trend. Nach den uneindeutigen geldpolitischen Signalen vom Protokoll der jüngsten US-Notenbank-Sitzung erwarten Anleger jetzt weitere Hinweise von der Rede des Fed-Chefs Jerome Powell heute. Der Dow Jones Industrial +0,17% rückte um 0,2 Prozent auf 26.252 Punkte vor, nachdem er zwischenzeitlich ins Minus gerutscht war.

Vorgaben aus Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag zugelegt. Die Kursausschläge hielten sich aber in Grenzen. Nach wie vor bleibt die Geldpolitik und damit mögliche weitere Zinssenkungen das bestimmende Thema. In Tokio schloss der Nikkei 225 um 0,4 Prozent verbessert bei 20.710 Punkten. An Chinas Festland-Börse kletterte der CSI 300 um 0,7 Prozent nach oben. In Hongkong waren die Gewinne etwas geringer. Der Hang Seng legte um 0,5 Prozent zu. 

Powell-Rede in Jackson Hole

Große Erwartungen haben die Börsianer nunmehr an das Notenbanker-Symposium in den USA, das noch bis einschließlich Samstag läuft. Besonders spannend dürfte es werden, wenn Fed-Chef Jerome Powell am Nachmittag die Eröffnungsrede auf dem jährlichen Notenbanker-Symposium in Jackson Hole hält. Die Finanzmärkte erhoffen sich Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Fed, nachdem das zur Wochenmitte veröffentlichte Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank keine klare Richtung vorgegeben hatte.

Wenn Powell hier zu vage bleibt, könnte dies Folgen haben: "Investoren wollen nicht akzeptieren, dass es keine weiteren Zinssenkungen gibt, und haben für dieses Jahr mindestens zwei weitere schon eingepreist", sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Sollte Powell diese Erwartung enttäuschen, könnten wieder Sorgen um eine Rezession aufkommen und die Märkte könnten die Fed "abstrafen", so Erlam. 

Auch Analyst Thomas Altmann von QC Partners warnt vor der Fallhöhe für die Märkte, ist aber überzeugt, dass Powell angesichts der konträren Meinungen innerhalb der Fed keine definitiven Zinssenkungen in Aussicht stellen kann. Stattdessen dürfte der Fed-Chef einmal mehr auf die Flexibilität der Fed abstellen und den Anlegern die Deutungshoheit über dieses Wort überlassen, vermutet der Experte. "Für Powell wird das heute ein schwieriger Spagat." 

Konjunktur-Daten

Von konjunktureller Seite her wird es ein ruhiger Tag. Aus den USA werden um 16 Uhr die Verkäufe neuer Häuser erwartet.

Unternehmens-News

Auf Unternehmensseite dürften Spekulationen rund um den Industriekonzern Thyssenkrupp -2,17% die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nach der Absage der Fusion mit Tata Europe Steel prüft der Konzern einem Bericht des Handelsblatt zufolge nun als Alternative die Übernahme des Stahlhändlers Klöckner. Damit würde Thyssenkrupp sein Werkstoffgeschäft stärken, das zusammen mit der Stahlherstellung den neuen Kernbereich des Unternehmens bilden soll. 

Vorbörslich profitierte vor allem Klöckner & Co -2,83%-Aktien, sie verteuerten sich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um fast 18 Prozent. Thyssenkrupp-Anteile legten um mehr als zweieinhalb Prozent zu. 

Umbaupläne bleiben auch das Thema bei der Commerzbank -7,44%, die nach einem Bericht der "Börsen-Zeitung" den weiteren Abbau von bis zu 2.500 Stellen prüft. Zuvor war in Medien über die Schließung mehrerer hundert Filialen spekuliert worden. 

Anleger sollten zudem Softwarehersteller SAP -0,66% nach guten Zahlen des US-Konkurrenten Salesforce im Blick behalten - ebenso wie den IT-Dienstleister Bechtle -3,07%, dessen Aktien von einer Kaufempfehlung durch die Baader Bank bereits vorbörslich profitierten. 

Zudem gibt es noch Zahlenmaterial aus den hinteren Börsenreihen, etwa vom Maschinenbauer Aumann -2,82% und vom Eisenbahn-Logistiker VTG +0,74%.

Regierungskrise in Italien

Im Ringen um eine neue Regierung in Italien haben die Parteien etwasVerhandlungsspielraum bekommen. Staatspräsident Sergio Mattarella kündigte für Dienstag nächster Woche eine neue Runde der Konsultationen an. Für Freitag wurde ein Treffen von Vertretern der bisher mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung und einer Delegation der oppositionellen Sozialdemokraten des Partito Democratico (PD) erwartet, wie italienische Medien berichteten. Die ersten Gespräche zwischen dem Staatspräsidenten und Vertretern der Parteien, die am Donnerstag endeten, brachten nicht die gewünschte Klarheit.  

Vorbereitungen für G7-Gipfel 

Die Regierungschefs der sieben großen Industrienationen - Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, USA, Kanada und Japan - treffen sich von Samstag bis Montag im südwestfranzösischen Badeort Biarritz. Historisch: Man einigte sich vorab, auf eine Abschluss-Vereinbarung zu verzichten.

Nach seinem Einlenken bei der Zulassung regierungsunabhängiger Organisationen (NGO) auf dem G7-Gipfel trifft sich Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron heute mit NGO-Mitarbeitern. Im Mittelpunkt seiner vorbereitenden Gespräche in Paris steht sein Gipfelthema zum Kampf gegen soziale Ungleichheiten. Am Nachmittag will Macron noch mit Unternehmensvertretern und anderen Gruppen über Ungleichheit und Umweltschutz sprechen. 

US-Präsident Donald Trump plant diverse bilaterale Gespräche - unter anderem mit Kanzlerin Angela Merkel. Neben dem Treffen mit Merkel wolle sich Trump auch mit Macron, und dem britischen Regierungschef Boris Johnson zusammensetzen, hieß es aus US-Regierungskreisen. Außerdem seien bilaterale Treffen vorgesehen mit Japans Regierungschef Shinzo Abe, Kanadas Premierminister Justin Trudeau und dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi, der als Gast an dem Gipfel teilnehmen wird.

Mit Material von dpa-AFX

Schlagworte:
, , , , , , , , ,
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
Long  DC615H DAX ® Wave L 11440 2019/10 (DBK) 13,116
Short  DC56PC DAX ® Wave S 13225 2019/12 (DBK) 13,474
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.342,33 -1,01%
PKT -125,68
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
RWE ST 28,57 +1,35%
LUFTHANSA 14,22 +0,99%
DT. TELEKOM 15,42 +0,30%
DT. BÖRSE 139,70 +0,25%
FRESENIUS 44,39 +0,10%
Flops
INFINEON 17,09 -1,94%
VOLKSWAGEN VZ 156,58 -2,02%
BAYER 65,85 -2,05%
DAIMLER 46,24 -2,33%
DT. BANK 7,05 -3,50%
Nachrichten
18:50 LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2- DAX ® 12.342,33 -1,01%
18:50 LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte DAX ® 12.342,33 -1,01%
18:12 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Konjunktursorgen drücken auf die Kurse MDAX ® 25.592,39 -1,18%
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 39 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen