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7 Themen, die am Mittwoch für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor dem G20-Gipfel am Wochenende scheinen sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt tatsächlich nicht mehr aus der Deckung zu wagen: Vor Xetra-Handelsstart wurde der deutsche Leitindex Dax +0,23% 0,1 Prozent niedriger taxiert auf 12.208 Punkte. Für den EuroStoxx 50 +0,13% als Leitindex der Eurozone wurde am Morgen ein ähnlicher Abschlag erwartet.

Die Notenbanken hatten in der vergangenen Woche mit der Aussicht auf eine lockere Geldpolitik noch für Euphorie an den Weltbörsen und im Dax für ein frisches Jahreshoch bei 12.438 Punkten gesorgt, doch der Schwung ist mittlerweile verpufft. Nun sorgen sich die Anleger aber zunehmend wieder um die sich verdüsternden Konjunkturaussichten selbst, die die Fed in den USA und die EZB in Europa womöglich zum Handeln zwingen. Teils schwache US-Konjunkturdaten am Vortag hatten dies noch einmal vor Augen geführt.

Dass sich die Weltkonjunktur abkühlt, ist nicht zuletzt dem anhaltenden US-chinesischen Handelsstreit geschuldet - die Börsianer hoffen seit langem auf eine Lösung. Mit zunehmender Spannung wird deshalb der G-20-Gipfel erwartet, auf dem sich US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping treffen.Die Marktteilnehmer würden vor der Zusammenkunft der beiden Staatsmänner zunehmend nervös, schrieb David Madden von CMC Markets. Andere Börsianer warnen unterdessen vor zu hohen Erwartungen. - Was Anleger heute beachten sollten.

Vorgaben aus den USA

Nach der zuletzt schon lustlosen Entwicklung an der Wall Street haben am Dienstag die Pessimisten die Oberhand gewonnen. Der Dow Jones Industrial +0,01% weitete seine Anfangsverluste aus und schloss 0,7 Prozent im Minus bei 26.548 Punkten. Bereits seit Freitag hatte der US-Leitindex einer starken Woche Tribut gezollt, in der die Anleger Signale der großen Notenbanken für eine noch lockerere Geldpolitik gefeiert hatten.

Rede vom Fed-Chef

In die defensive Stimmung der Anleger vor dem Treffen der Handelskonflikt-Kontrahenten Donald Trump und Xi Jinping passt auch ein leichter Dämpfer des US-Notenbankchefs. Jerome Powell bestätigte in einer Rede gestern zwar seine grundsätzliche Offenheit für Zinssenkungen. Er betonte jedoch, dass man kurzfristig nicht überreagieren dürfe. Die Finanzmärkte gehen mittlerweile fest von einer Senkung des US-Leitzinses im Juli um 0,25 Prozentpunkte aus. Manche hoffen jedoch bereits auf mehr.

Vorgaben aus Fernost

Vor dem wichtigen G20-Gipfel sowie angesichts der Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich die Anleger an den Börsen Asiens zur Wochenmitte zurückgehalten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +2,00% weitete seine Vortagesverluste aus und büßte 0,5 Prozent auf 21.086 Punkte ein. In Tokio konnten sich aus Branchensicht lediglich die Aktien von IT-Unternehmen gegen den Abwärtssog stemmen. Der CSI 300 , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland enthält, stand kurz vor Handelsschluss 0,2 Prozent im Minus. In Hongkong hingegen legte der Hang-Seng-Index +1,15% zuletzt moderat zu.

Iran-Konflikt

Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA bleiben beide Seiten unnachgiebig. Der iranische Präsident Hassan Ruhani bekräftigte am Dienstag, dass es ohne ein Ende der US-Sanktionen gegen sein Land keine Lösung im Konflikt mit Washington geben werde - auch nicht im militärischen Bereich.

US-Präsident Donald Trump warnte die iranische Führung vor verheerenden Folgen. "Jeder Angriff des Irans auf irgendetwas Amerikanisches wird mit großer und überwältigender Stärke beantwortet werden", schrieb er auf Twitter. In einigen Bereichen werde 'überwältigend' Auslöschung bedeuten. Später schien sich Trump dann wiederum erneut offen für Gespräche zu zeigen. Wenn der Iran bereit sei, müsse er sich melden, sagte der US-Präsident vor Journalisten. Als ein Reporter daraufhin fragte, ob er damit Verhandlungen meine, entgegnete Trump, was auch immer der Iran tun wolle, er sei bereit.

Unternehmens-News

Auf Unternehmensseite dürften Adidas +0,20% von gleich mehreren positiven Analystenstudien profitieren: Unter anderem gab die Berenberg-Bank eine Kaufempfehlung für die Aktie des Sportartikelherstellers ab. Analyst Graham Renwick hält die Gewinnerwartungen des Marktes füru konservativ und den Kursabschlag auf den Wettbewerber Nike +0,66% für überzogen. Daher sei es nun an der Zeit, die Papiere ins Depot zu nehmen.

 Nach einem Bericht des Platow Brief haben Aktien von Thyssenkrupp +0,67% am Mittwoch vorbörslich als bester Dax-Wert +0,23% um rund zwei Prozent zugelegt.

Dagegen rief Berenberg-Analyst William Fitzalan Howard in einer Ersteinschätzung der Aktien des Flughafenbetreibers Fraport +0,38% gleich eine Verkaufsempfehlung aus - was den Papieren vorbörslich einen Kursverlust einbrockte.

Zur Hauptversammlung geladen haben Cancom, Grand City Properties und Aroundtown.

Konjunkturdaten

Am Morgen wurde bereits der GfK Konsumklima-Index publiziert. Die Bundesbürger glauben demnach weiter an eine stabile Wirtschaftsentwicklung - die eigene Einkommensentwicklung aber beurteilen sie nach einer Umfrage so schlecht wie seit gut zwei Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK nahm die Kauflaune der Verbraucher im Juni zum zweiten Mal in Folge ab. Für Juli prognostizieren die Forscher für das Konsumklima einen Wert von 9,8 Punkten nach 10,1 Punkten im Juni.

Um 14.30 Uhr folgt der Auftragseingang für langlebige Güter in den USA. Um 16.30 Uhr werden die US-Rohöllagerbestände bekannt gegeben.

Bundeshaushalt 2020 wird abgesegnet

Das Kabinett will heute den Bundeshaushalt für 2020 absegnen. Eine Pressekonferenz ist für 13 Uhr dazu angesetzt. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat nach der trüben Steuerschätzung noch einmal nachgebessert und alle Ministerien zu weiteren Einsparungen aufgefordert. Insgesamt sind nun Ausgaben in Höhe von 359,9 Milliarden Euro geplant. Dass der Etat trotz weniger stark steigender Steuereinnahmen ausgeglichen ist, liegt aber vor allem an niedrigen Zinsen. Außerdem will das Kabinett über neue Richtlinien für die Genehmigung von Rüstungsexporten entscheiden.

mmr mit Material von dpa-AFX

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