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7 Themen, die am Mittwoch für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die erneute Brexit-Enttäuschung kommt am deutschen Aktienmarkt nicht gut an. Vor Xetra-Handelsstart notiert der DAX +0,50% am Mittwoch etwa 0,5 Prozent tiefer bei 12.699 Punkten. Mit 12.814 Punkten war der Leitindex in der Vorwoche noch einen weiteren Höchststand seit August vergangenen Jahres markiert. Tags zuvor kratzte er nochmals an der 12.800-Punkte-Marke.

Beim Abschied Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) stehen die Zeichen auf eine erneute Verschiebung. Nach einer heftigen Abstimmungsniederlage im britischen Parlament hat Premier Boris Johnson seine Gesetzgebung zum Brexit-Deal gestern Nacht auf Eis gelegt. Ein No-Deal-Brexit ist noch möglich, was einige Anleger von Investments abhält. - Folgende sieben Themen sollten Anleger am Mittwoch beachten.

Brexit-Drama

Der 31. Oktober als Wunschtermin von Premierminister Boris Johnson ist nach einem nervenaufreibenden Auf und Ab bei Abstimmungen im britischen Unterhaus wohl nicht mehr zu halten: Die Abgeordneten billigten am Dienstagabend zwar Johnsons Gesetzesrahmen für den Brexit-Deal im Grundsatz, ließen seinen straffen Zeitplan für die Brexit-Beratungen aber durchfallen.

Daraufhin legte Johnson das gesamte Gesetzgebungsverfahren zum EU-Austritt auf Eis. Er muss nun wider Willen erneut das Gespräch mit Brüssel suchen. EU-Ratspräsident Donald Tusk kündigte noch am Dienstagabend an, er wolle den 27 übrigen Mitgliedsländern empfehlen, der Bitte um eine Fristverlängerung nachzukommen - auch um einen ungeregelten britischen Austritt zu verhindern.

Als fast sicher gilt, dass nun bis zum 31. Oktober kein geregelter Brexit mehr möglich sein wird. Stattdessen könnte es im Dezember in Großbritannien wohl zu einer Neuwahl kommen und - je nach Wahlausgang - zu einem neuen Versuch Johnsons, seinen Deal durchs Parlament zu bringen.

Vorgaben aus den USA

Der US-Aktienmarkt ist am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die Unsicherheit über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union habe belastet, hieß es. Der immer noch ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China schwelt im Hintergrund zudem weiter. Die Fahrt aufnehmende Unternehmensberichtssaison wirkte sich so nur auf der Ebene von einzelnen Papieren aus. Der Dow Jones Industrial -0,18% verlor 0,2 Prozent auf 26.788 Punkte.

Vorgaben aus Fernost

Asiens Aktienmärkte tendieren am Mittwochmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei-225 -0,53% schloss 0,3 Prozent höher bei 22.625 Punkten und bewegt sich damit weiter in der Nähe seines Jahreshochs. Am Dienstag war die Börse in Tokio wegen der Inthronisierung von Kaiser Naruhito geschlossen geblieben.

Chinas CSI 300 verlor 0,6 Prozent, Hongkongs Hang Seng notierte zuletzt 0,9 Prozent schwächer. Dort könnte die umstrittene Regierungschefin Carrie Lam vor der Ablösung stehen. Falls Staats- und Parteichef Xi Jinping die Entscheidung treffen würde, könnte ein Nachfolger bis März eingesetzt werden und den Rest der Amtszeit bis 2022 übernehmen, berichtete die Financial Times.

Quartalszahlen

Am deutschen Aktienmarkt stehen zur Wochenmitte noch kaum Quartalszahlen an, die Berichtssaison kommt erst Ende Oktober ins Laufen. Der Saatgut-Kersteller KWS Saat +0,49% berichtete aber für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg und stellte für das neue Jahr weiteres Wachstum in Aussicht.

Weitere Quartalszahlen melden folgende Konzerne - vor allem die aus den USA werden mit Spannung erwartet: ABB, Akzo Nobel, Boeing, Caterpillar, Ebay, Eli Lilly, Ford Motor, Heineken, Microsoft, Norfolk Southern, Norsk Hydro, Paypal, PSA Group, SEB und Tesla

Unternehmens-News

Derweil könnten die Aktien von Halbleiter-Herstellern wie Infineon -0,44% und Dialog Semiconductor -1,07% unter negativen Nachrichten von Texas Instruments -2,05% leiden. Der US-Wettbewerber habe im dritten Quartal die Erwartungen verfehlt und mit einem schockierenden Ausblick auf das Schlussquartal die Stimmung für die gesamte Branche getrübt, sagte ein Händler. Die Texas-Titel sackten im nachbörselichen US-Handel um gut zehn Prozent ab.

Die Aktien des Kunststoff-Spezialisten Covestro -0,52% könnten nach einer Kaufempfehlung der Commerzbank einen Blick wert sein. Die Analysten stuften den DAX-Wert von "Hold" auf "Buy" hoch und haben das Kursziel von 48 auf 56 Euro angehoben.

Konjunkturdaten

Um 16 Uhr wird das Verbrauchervertrauen in der Eurozone für Oktober veröffentlicht. Investoren am Ölmarkt schauen um 16.30 Uhr auf den wöchentlichen Ölbericht des US-Energieministeriums. Ansonsten bleibt die Agenda von Daten mit konjunkturellem Hintergrund heute leer.

Verbot von Ölheizungen

Zwar ohne direkte Auswirkungen auf den Aktienmarkt steht heute eine politische Entscheidung an, die viele Eigenheim-Besitzer interessieren dürfte: Das Bundeskabinett will heute das Einbau-Verbot für neue Ölheizungen ab dem Jahr 2026 auf den Weg bringen. Es ist Teil der Klimaschutz-Beschlüsse vom September und wird mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz geregelt, das die Minister an diesem Mittwoch beschließen wollen. Dann muss sich der Bundestag mit dem Gesetzentwurf befassen.

Gas- oder Ölheizkessel, die 1991 oder später eingebaut worden sind, dürfen demnach ab dem Einbau nur 30 Jahre lang betrieben werden - das ist derzeit bereits an anderer Stelle gesetzlich geregelt. Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1991 eingebaut oder aufgestellt wurden, dürfen nicht mehr betrieben werden. Neue Ölheizungen sind ab 2026 verboten - es gibt aber Ausnahmen, wenn etwa ein Haus weder mit Gas noch mit Fernwärme versorgt werden kann und die Heizung auch nicht aus erneuerbaren Energien betrieben werden kann.

(Mit Material von dpa-AFX)

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