DAX ®13.146,74+0,58%TecDAX ®3.026,17-0,06%Dow Jones27.911,30+0,11%NASDAQ 1008.402,61+0,58%
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7 Themen, die am Mittwoch für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Trotz der jüngsten internationalen Zollquerelen scheint sich am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch-Vormittag eine freundliche Tendenz abzuzeichnen. Der DAX +0,58% wurde vor Xetra-Handelsstart 0,3 Prozent höher taxiert bei 13.024 Punkten. Derweil verschärfen sich die Spannungen zwischen den USA und China weiter. Herauszufinden, in welche Richtung sich der Disput weiterentwickeln werde, sei derzeit sehr schwierig, sagte eine Marktexpertin der UBS.

Nachdem US-Präsident Donald Trump erst vor wenigen Tagen die sogenannten Hongkong-Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone unterzeichnet hatte, beschloss das US-Repräsentantenhaus nun ein Gesetz zur Unterstützung der Menschenrechtslage der Uiguren im Nordwesten Chinas. China zeigte sich empört. Hinzu kommen zuletzt entstandene neue Schauplätze des Zollkonflikts unter anderem mit Frankreich. - Folgende Themen dürften heute ebenfalls Einfluss auf die Kurse nehmen.

Vorgaben aus den USA

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag mit Blick auf eine baldige Einigung im Handelskrieg auf die Bremse getreten und damit die Anleger auch am zweiten Börsentag der Woche auf dem falschen Fuß erwischt. Trump dämpfte die Hoffnungen auf ein baldiges erstes Teilabkommen mit China. Der Dow Jones Industrial +0,11% fiel daraufhin um ein Prozent auf 27.502 Punkte. Immerhin konnten der Dow und die anderen großen Indizes nach ihren Tagestiefständen die Verluste im weiteren Verlauf eingrenzen.

Vorgaben aus Fernost

Der Handelsstreit hat die Aktienmärkte in Asien auch am Mittwoch belastet. Nach wie vor schüren Aussagen von US-Präsident Donald Trump die Sorge vor einer neuerlichen Eskalation. In Japan ging es für den Nikkei -0,08% um 1,1 Prozent auf 23.135 Punkte nach unten. In Hongkong büßte der Hang Seng +1,25% ebenfalls gut ein Prozent ein. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen gab zuletzt um 0,1 Prozent nach.

Konjunkturdaten

Vor Handelsbeginn in Europa laufen der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich in Japan und China über die Ticker. Das Pendant aus Deutschland folgt um 9.55 Uhr, anschließend schaut der Markt auf die Daten der Euro-Zone. Auch aus den USA werden frische Wirtschaftszahlen erwartet: Um 14.15 Uhr sind die Augen auf den US-Arbeitsmarktbericht von ADP gerichtet. Er zeigt an, wie viele Jobs die Privatwirtschaft geschaffen hat. Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor folgt um 16 Uhr, das Energieministerium veröffentlicht den Ölbericht um 16.30 Uhr. 

Auftragseingang im Maschinenbau

Um 10 Uhr berichtet der VDMA über den Auftragseingang im Maschinenbau vom Oktober. Die internationale Handelskonflikte – vor allem der zwischen den USA und China – sowie die Ungewissheit rund um den Brexit dürften die Geschäfte belastet haben. Trotz der aktuellen Flaute suchen Deutschlands Maschinenbauer weiter händeringend Ingenieure. Aktuell sind nach Angaben des Branchenverbandes VDMA 6.500 Stellen nicht besetzt.

Charttechnik DAX

Beim DAX wachsen derzeit auch charttechnisch die kritischen Stimmen. Dass der Leitindex nur Anlauf nimmt für eine Jahresendrally, ist für den Anlagestrategen Christoph Geyer von der Commerzbank nicht realistischer geworden. Dagegen hätten die Marktteilnehmer in den vergangenen beiden Handelstagen ein deutliches Zeichen gesetzt, indem sie den DAX aus seiner Seitwärtsspanne vom November nach unten ausscheren ließen. Am Abend nach 22 Uhr trifft sich dann noch der Arbeitskreis Aktienindizes zur quartalsweisen Überprüfung der deutschen Indizes.

Unternehmens-News

Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage vorweihnachtlich ruhig. Die Aktie des IT-Dienstleisters Cancom -0,58% kam vorbörslich mit fast 3 Prozent unter Druck, weil dieser eine Kapitalerhöhung ankündigte, um neue Zukäufe insbesondere im Wachstumsfeld mit Cloudlösungen stemmen zu können. Die Ausgabe von gut 3,5 Millionen neuen Aktien verwässert nun vorerst den Gewinn. Mit 49,70 Euro wurden sie etwa vier Prozent unter ihrem Xetra-Schlusskurs vom Vortag platziert.

Ansonsten zieht noch eine Analystenstimme etwas Aufmerksamkeit auf sich: Die britische Investmentbank Barclays hat ihre optimistische Haltung zu den Papieren der Allianz +0,56% aufgegeben. Für Analystin Claudia Gaspari sprechen einige zuletzt negative Überraschungen vorerst gegen eine Neubewertung des Versicherers. Die Aktie zeigte sich davon aber mit einer vorbörslich stabilen Entwicklung eher unbeeindruckt.

In Saudi-Arabien endet heute die Zeichnungsfrist für den großen Börsengang des Öl-Riesen Saudi Aramco. Nach jüngsten Meldungen ist allein die institutionelle Tranche mit einem Auftragsvolumen von etwa 50,4 Milliarden Dollar fast dreimal überzeichnet.

Treffen der Euro-Finanzminister

Ab 15 Uhr beraten heute die Euro-Finanzminister unter anderem über ein gemeinsames Sicherungsnetz für Bankguthaben in Europa. Zu dem Treffen wird auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erwartet. Scholz hatte zuletzt nach jahrelangem politischem Stillstand erstmals grundsätzliche Bereitschaft für ein solches in Deutschland hoch umstrittenes Sicherungssystem signalisiert.

Im Kern geht es darum, Sparguthaben, die bislang nur auf nationaler Ebene mehr oder weniger gut gesichert sind, auch europäisch abzusichern. Damit soll vor allem in Krisen verhindert werden, dass Sparer in Panik ihr Geld von der Bank holen ("Bank Run") und die Institute und im schlimmsten Fall die gesamte Eurozone dadurch weiter in Schwierigkeiten stürzen.

Die Finanzminister der Länder mit der Gemeinschaftswährung werden darüber hinaus die Haushaltsentwürfe der Euro-Staaten für 2020 prüfen. Die EU-Kommission hatte zuletzt bei einigen Ländern - darunter die großen Volkswirtschaften Frankreich und Italien - Probleme vorausgesagt. (Mit Material von dpa-AFX)

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