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7 Themen, die am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ungeachtet des sich weiter verbreitenden Coronavirus scheinen die Anleger zur Wochenmitte die Risiken vor einer damit verbundenen möglichen Wirtschaftsabschwächung auszublenden. So wurde der DAX -0,62% vor dem Xetra-Start leicht über dem gestrigen Schlussstand taxiert bei nun 13.329 Punkten. Damit knüpft das Barometer an seine Vortageserholung an, nachdem es am Montag bis auf den tiefsten Stand seit gut drei Wochen abgerutscht war.

Positive Impulse vom US-Technologiesektor dürften die Anleger bei Laune halten. Der iPhone-Konzern Apple -0,59% hatte am Vorabend nach dem New Yorker Börsenschluss mit starken Quartalszahlen und der Prognose für den weiteren Geschäftsverlauf die Erwartungen übertroffen.

Vorgaben aus den USA

Nach den klaren Vortagesverlusten haben die US-Aktienmärkte am Dienstag Boden gut gemacht. Der Dow Jones Industrial -0,78% schloss mit einem Gewinn von 0,7 Prozent bei 28.722 Punkten, nachdem er am Montag um fast 1,6 Prozent ins Minus gerutscht war. Der marktbreite S&P 500 ±0,00% stieg am Dienstag um 1,0 Prozent auf 3.276 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 -1,88% gewann 1,6 Prozent auf knapp 9.091 Punkte.

Handel in Fernost

Die Ausbreitung des Coronavirus hat das Geschehen an den Aktienmärkten in Asien auch am Mittwoch das Geschehen geprägt. Nach den jüngsten Verlusten legte in Tokio der Leitindex Nikkei -0,39% um 0,7 Prozent auf 23.379 Punkte zu. Der Hang Seng -1,06% in Hongkong büßte nach den jüngsten Feiertagen allerdings 2,6 Prozent ein. In China ruhte der Handel wegen des Neujahrsfestes weiterhin.

Konjunkturdaten

Bei den Verbrauchern in Deutschland ist nach einer Flaute im vergangenen Herbst wieder ein Stück weit der Optimismus zurückgekehrt: Das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK prognostiziert für das Jahr 2020 einen realen Zuwachs der privaten Konsumausgaben von einem Prozent. Die Erwartungen zum Einkommen der Menschen und die Neigung zu Anschaffungen hätten sich verbessert, teilte die GfK in ihrer Konsumklima-Studie für Februar mit. Der Indexwert für die Konsumlaune erhöhte sich für Februar auf 9,9 Punkte, nach 9,7 Punkten im Januar.

Die Preise von nach Deutschland eingeführten Gütern sind im Dezember erneut weniger stark gefallen. Im Jahresvergleich seien die Importpreise um 0,7 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit hat sich der Rückgang der Einfuhrpreise bereits den zweiten Monat in Folge abgeschwächt. Der Dezember-Rückgang war der schwächste seit vergangenen Mai.

Die Bundesregierung legt am Mittwoch ihren Jahreswirtschaftsbericht vor. Sie rechnet darin mit einer verhaltenen konjunkturellen Entwicklung, auch wenn die Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht auf 1,1 Prozent angehoben wird. Das weltwirtschaftliche Umfeld sei "fragil", hieß es in einem Entwurf des Berichts. Dies zielt vor allem auf internationale Handelskonflikte, die vor allem die exportstarke deutsche Industrie belasten. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt den Jahreswirtschaftsbericht ab 14 Uhr in Berlin vor.

Um 14.30 Uhr folgen in den USA die Lagerbestände im Großhandel, gegen 16 Uhr laufen die schwebenden Hausverkäufe über die Ticker.

Impulse von der Geldpolitik könnte es dann am Abend geben, wenn die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekanntgeben wird. Es wird allerdings erwartet, dass die Fed ihre zuletzt abwartende Haltung bestätigt und den Leitzins nicht antastet. "Nur eine nicht zu erwartende Neueinschätzung der Konjunktur- und Inflationsrisiken durch die US-Währungshüter dürfte zu nachhaltigen Reaktionen führen", äußerten sich am Morgen die Experten der britischen Großbank HSBC.

Coronavirus

Zu einer Gefahr könnte jedoch weiter das von China ausgehende Coronavirus werden. Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Die Zahl der Fälle steigt rasant. In der Volksrepublik sind nun mehr als 6.000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile vier Patienten.

Quartalszahlen

Die Berichtssaison nimmt hierzulande ihren Lauf mit weiteren Quartalszahlen aus dem Technologiesektor. Auf der Agenda standen zum Beispiel die Bilanzen der Software AG -0,06%, die vorbörslich laut Händlern von einer "schockierenden" Entwicklung im zukunftsträchtigen Cloud-Bereich mächtig unter Druck gesetzt wurden. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten sie zum Xetra-Schluss um fast acht Prozent ab.

Mit Zahlen aufwarten konnte ansonsten noch Siltronic -4,07%. Nach einem Jahr leicht über Erwartungen blickt der Wafer-Hersteller nun vorsichtig auf das laufende Jahr. Die Aktien büßten vorbörslich 2,4 Prozent ein, auch wenn die Voraussetzungen für die Chipbranche, der das Unternehmen zugeordnet wird, am Mittwoch nach den guten Vorlagen von Apple als insgesamt gut beurteilt wurden.

Im Tagesverlauf legen unter anderem noch folgende Unternehmen Geschäftszahlen vor: AT&T, Boeing, Comdirect, Facebook, General Electric, KPN, McDonald's, Mastercard, Microsoft, Novartis, Santander und Tesla.

Unternehmens-News

Auf steigende Kurse können sich dagegen die Aktionäre der Lufthansa ±0,00% einstellen. Die Papiere der Fluggesellschaft, die zuletzt stark unter den Sorgen um den Coronavirus gelitten hatten, rückten vorbörslich wegen eines nun optimistischer werdenden Analysten um 1,7 Prozent vor. Adrian Yanoshik von der Privatbank Berenberg rät nun in Erwartung einer verbesserten Gewinnentwicklung zum Kauf. Die negative Stimmung nähere sich ihrem Tiefpunkt, so der Experte.

Ratifizierung Brexit-Vertrag

Zwei Tage vor dem Brexit soll der Scheidungsvertrag der Europäischen Union mit Großbritannien am Mittwoch die letzte entscheidende Hürde nehmen. Das Europaparlament stimmt am Abend (ca. 18 Uhr) über das mehr als 500 Seiten starke Abkommen ab. Viele Abgeordnete bedauern die Trennung, wollen mit dem Vertrag aber Chaos vermeiden. Eine Mehrheit gilt als sicher. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
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RWE ST 34,44 +1,15%
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Flops
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DAIMLER 42,60 -2,63%
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