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7 Themen, die am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt dürfte sich auch am Mittwoch fortsetzen. An den US-Börsen hatten die Kurse am Vortag im späten Handel die Verluste eingegrenzt. Das dürfte am Morgen für einen stabilen Leitindex sorgen. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -3,68% rund ein halbes Prozent höher taxiert auf 13.742 Punkten.

Damit ist das Verlaufs-Rekordhoch bei 13.795 Punkten wieder in Schlagdistanz. Der EuroStoxx 50 -4,18% als Leitbarometer der Eurozone wird 0,4 Prozent fester erwartet. - Folgenden Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Coronavirus

In China sind inzwischen nach offiziellen Angaben mehr als 2.000 Menschen am Coronavirus gestorben. Die nachgewiesenen Infektionen kletterten auf 75.199 Fälle, 14.715 Patienten wurden geheilt. Das Reich der Mitte wolle die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus so gering wie möglich halten, für die Börsen und die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung sei das ein ganz klar positives Zeichen, kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die jüngste Entwicklung. Das Eingreifen des Staates zeige aber auch den Ernst der Lage. Das Coronavirus belastet in zunehmendem Maß die Wirtschaft mit ihren weltweiten Verflechtungen.

Vorgaben aus den USA

Angesichts der Umsatzwarnung von Apple ±0,00% ist die Wall Street am Dienstag mit Verlusten aus dem verlängerten Wochenende gekommen. Die Nachricht des Technologiekonzerns stimmte die Anleger wieder sorgenvoll, was die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus betrifft.

Der Dow Jones Industrial -4,06% verlor letztlich 0,6 Prozent auf 29.232 Punkte. Der Leitindex kam damit weiter von seinem Rekordniveau über 29.500 Punkten aus der Vorwoche zurück und verbuchte den dritten Handelstag in Folge mit negativem Vorzeichen. Am breiten Markt sank der S&P 500 ±0,00% um 0,3 Prozent auf 3370,29 Zähler. An der technologielastigen Nasdaq-Börse war das Bild trotz des Apple-Kursrutsches stabiler. Mit Kursgewinnen bei Tesla -1,59% als Gegengewicht ging der Auswahlindex Nasdaq 100 -3,91% leicht höher bei 9.629 Punkten über die Ziellinie. 

Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben sich am Mittwoch etwas von den Kursverlusten am Vortag erholt. Das Auf und Ab an den Börsen hält damit weiter an. Das Coronavirus sorgt unverändert für Unsicherheit. In Tokio legte Japans Nikkei 225 +3,88% zum Handelsschluss um 0,9 Prozent auf 23.400 Punkte zu. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörse gewann 0,4 Prozent und der Hang Seng +0,10% in Hongkong legte um 0,5 Prozent zu.

Quartalszahlen

An diesem Mittwoch nimmt am deutschen Aktienmarkt die Berichtssaison mit Jahreszahlen der Deutschen Telekom und Covestro aus dem DAX ihren Fortgang. Auch einige Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe stehen mit Bilanzen im Fokus. Am Abend wird das Protokoll der vergangenen Sitzung der US-Notenbank Fed veröffentlicht.

Die Anteile des Chemiekonzerns Covestro -7,61% rückten im vorbörslichen Handel auf Tradegate bereits um 1,6 Prozent vor. Ein Händler wertete die Dividende von 2,40 Euro je Aktie als starkes Zeichen. Der Ausblick sei nicht unbedingt gut, aber auch kein Schock.

Die Telekom-Aktien -0,57% gewannen auf Tradegate über ein Prozent dazu. Marktteilnehmer sprachen von soliden Zahlen der Bonner, der positive Kurstrend dürfte sich fortsetzen.

Im SDAX gewannen die Takkt-Aktien -7,22% 2,6 Prozent. Die Jahreszahlen seien etwas besser als erwartet ausgefallen, hieß es aus dem Handel. Der Büromöbelhändler peilt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von insgesamt einem Euro je Aktie an.

Im Tagesverlauf legen unter anderem auch noch folgende Unternehmen ihre Quartalszahlen vor: Analog Devices, Avis Budget Group, Douglas, ElringKlinger, Gerresheimer, Hapag-Lloyd, Intershop, Mosaic, Pirelli, Puma, Scout24 und Telefonica Deutschland.

Unternehmens-News

Eine Hochstufung auf "Add" durch die Baader Bank verhalf den Aktien des Anlagenherstellers Dürr +0,78% zu einem vorbörslichen Kursplus von 2,6 Prozent auf Tradegate. Umgekehrt verhielt es sich mit den Aktien des Bausoftware-Herstelllers Nemetschek -1,91%. Sie sanken um 3,4 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Bewertung mit "Underweight" gestartet hatte.

Aktionäre des Fußballvereins Borussia Dortmund -4,20% freuen sich über den Sieg in der Champions League gegen Paris und über vorbörsliche Kursgewinne von 2,7 Prozent.

Der Telekom-Ausrüster Adva Optical Networking +2,16% rechnet wegen des Corona-Virus nun mit einer negativen Ergebnismarge im ersten Quartal. Die Aktien sackten auf Tradegate zunächst um mehr als sechs Prozent ab.

Konjunkturdaten

Der Coronavirus hat die japanischen Exporte zum Jahresauftakt belastet - allerdings nicht so stark wie befürchtet. Die Ausfuhren gingen im Januar im Jahresvergleich um 2,6 Prozent zurück, wie das Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mitteilte. Das ist der 14. monatliche Rückgang bei den Exporten in Folge. Allerdings verlangsamte sich das Tempo erneut. Im Dezember waren die Ausfuhren noch um 6,3 Prozent gefallen. Experten hatten dagegen damit gerechnet, dass die Geschwindigkeit des Rückgangs unter anderem wegen des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus in China, dem zweitwichtigsten Handelspartner des Landes, wieder an Fahrt aufnimmt.

Nach einem Jahr mit Konjunkturabkühlung und globalen Handelskonflikten keimt in der deutschen Wirtschaft leise Hoffnung auf Erholung. Die Unternehmen erwarten wieder etwas bessere Geschäfte, wie aus der am Mittwoch vorgelegten Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag hervorgeht. Von einer Aufschwungseuphorie seien sie aber weit entfernt, betonte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in Berlin.

Um 10 Uhr legt die EZB ihre Leistungsbilanz für Dezember vor. Wichtige Konjunkturdaten werden ansonsten lediglich aus den USA erwartet. Die Erzeugerpreise sowie Baubeginne und Baugenehmigungen für Januar sind für 14.30 Uhr angesetzt. Das Sitzungsprotokoll der Fed von Ende Januar wird um 20 Uhr veröffentlicht.

Goldpreis in Euro auf Rekordhoch

Der Ansturm der Anleger auf das Edelmetall Gold hält an. Am Morgen kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 1.605 US-Dollar. Damit rangiert der Goldpreis in der Nähe seines höchsten Standes seit März 2013. Nur Anfang dieses Jahres hatte Gold noch etwas mehr als aktuell gekostet. Es war die Zeit starker Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Gold gilt traditionell als Zufluchtsort für Anleger in unsicheren Zeiten. Auch das niedrige Zinsniveau rund um den Globus treibt Anleger in Gold.

In Euro gerechnet stieg der Goldpreis zur Wochenmitte begünstigt durch den unter 1,08 Dollar gefallenen Euro-Kurs auf einen neuen Rekord von 1.487 Euro. Beflügelt wird der Preis des knappen Edelmetalls vor allem durch die Coronavirus-Krise in China. Zum einen besteht die Sorge, dass der Virus sich in größerem Ausmaß auf der Welt verbreitet. Zum anderen fürchten Anleger die wirtschaftlichen Folgen der Krise. (Mit Material von dpa-AFX)

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