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7 Themen, die am Montag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der starke Anstieg des Ölpreises nach einem Angriff auf die größte Erdöl-Raffinerie in Saudi-Arabien dürfte am Montag die jüngste Rallye am Aktienmarkt erst einmal beenden. Der X-DAX +0,91% als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte vor Xetra-Handelsstart ein Minus von 0,7 Prozent auf 12.380 Punkte. Damit endet die Serie von acht Handelstagen mit Gewinnen, in denen der DAX knapp fünf Prozent zugelegt hatte.

Am frühen Samstagmorgen hatten mehrere Explosionen Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in Churais und Abkaik erschüttert. Experten sehen in der Drohnenattacke einen Angriff auf das Zentrum der saudischen Ölindustrie. Nach Angaben von Saudi Aramco ist der Komplex die größte Raffinerie des Landes und die größte Rohölstabilisierungsanlage der Welt. Ein Militärsprecher der Huthi-Rebellen aus dem Jemen hatte den Angriff mit zehn Drohnen als "legitime Antwort" auf die anhaltende Militärkampagne Saudi-Arabiens im Jemen bezeichnet. - Was heute Einfluss auf die Aktienkurse haben wird.

Stark steigende Ölpreise

Nachdem ein Teil der Ölproduktion Saudi-Arabiens nach einem Drohnenangriff auf die größte Raffinerie ausfällt, verteuerte sich Rohöl sprunghaft. In den ersten Handelsminuten stiegen die Ölpreise zunächst massiv um bis zu zwanzig Prozent. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent -0,22% etwa 66,32 US-Dollar. Das waren über zehn Prozent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um rund neun Prozent auf 59,80 Dollar.

Anleger sind nun verunsichert. "Es gilt das Motto Risk-off, Aktien werden verkauft, sichere Häfen wie Staatsanleihen und Gold gekauft", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Er hält die erste Reaktion an den Börsen gleichwohl noch für recht moderat. "Angesichts der Dimension dieses Anschlags und der weiteren Eskalationsgefahr hätten mich stärkere Kursverluste nicht überrascht", führte er aus.

Vorgaben aus den USA

Nach einer starken Börsenwoche und einem Dow nahe dem Rekordhoch hat der US-Aktienmarkt am Freitag an Schwung verloren. Der Dow Jones Industrial +0,21% rettete am Ende noch ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 27.219 Punkte über die Ziellinie. Nach der Kursrally der vergangenen Wochen könnten Anleger auch Gewinne mitgenommen haben - zumal mit der Fed-Sitzung in der kommenden Woche ein Risikofaktor auf der Agenda steht.

Vorgaben aus Fernost

In Asien hat sich an den Aktienmärkten zum Wochenauftakt keine einheitliche Richtung abgezeichnet. Während die Kurse in China, Hongkong und Indien überwiegend nachgaben, zogen sie in Südkorea an. In Japan sind die Märkte wegen eines Feiertags geschlossen.

Konjunkturdaten

Neben den steigenden Ölpreisen drücken zudem schwache Konjunkturdaten aus China auf die Stimmung. Im August legte die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch um 4,4 Prozent zu und damit noch weniger als im Juli. Experten hatten damit gerechnet, dass die Produktion wieder etwas anzieht.

Auch der Umsatz im chinesischen Einzelhandel schwächte sich überraschend ab. Er zog im August um 7,5 (Juli: 7,6) Prozent an. Auch die Investitionen in Sachanlagen enttäuschten. Sie legten bis Ende August um 5,5 Prozent zu. Die Daten zeigen einmal mehr, wie stark die chinesische Wirtschaft unter dem Handelskrieg mit den USA und strukturellen Problemen leidet.

Um 14.30 Uhr folgt in den USA noch der Empire State Index für September.

Unternehmens-News

Unter dem Ölpreis-Schock litten im DAX vorbörslich die Papiere der Lufthansa +3,35%. Die Anteile der Fluggesellschaft gaben auf der Handelsplattform Tradegate um 3,5 Prozent zum Xetra-Schluss vom Freitag nach.

Im MDAX +0,87% werfen Anleger erneut einen Blick auf Osram +0,30%. Der österreichische Halbleiter-Hersteller AMS +7,73% senkte die Mindestannahmequote für seine Offerte für den Münchner Konkurrenten. Die Schwelle liege nun bei 62,5 Prozent anstelle der zuvor angestrebten 70 Prozent, wie AMS mitteilte. AMS will nach eigenen Angaben mit Blick auf die Aktionärsstruktur das Risiko für die Übernahme senken und schneller zum Ziel kommen. Die AMS-Strategie sei in vielen Teilen vielversprechend, hieß es von Osram.

Vorbörslich stark ins Trudeln gerieten die noch im SDAX +1,24% und ab kommender Woche im MDAX notierenden Aktien der CompuGroup +2,92% nach Senkung der Gewinnprognose. Grund sind angefallene Kosten für eine geplatzte Übernahme, wie der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte Software-Hersteller meldete. Die Aktien verloren auf Tradegate fast sieben Prozent.

Zu guter Letzt könnten Aktien-Umstufungen bewegen. So stufte etwa die US-Bank JPMorgan die Papiere des Versicherers Hannover Rück -0,38% auf "Underweight" ab.

Goldman Sachs hob dagegen den Daumen für Deutsche Wohnen +0,23% und rät nun zum Kauf. Vonovia -0,44% setzten die Goldman-Analysten auf die "Conviction Buy List". Zudem strich das Bankhaus Lampe seine Kaufempfehlung für die Aktien der Optikerkette Fielmann -0,72%.

Brexit-Verhandlungen in Brüssel

Im Brexit-Streit trifft der britische Premierminister Boris Johnson am Montag erstmals EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Beide sind in Luxemburg mittags zu einem Arbeitsessen verabredet. Anschließend trifft Johnson auch den luxemburgischen Ministerpräsidenten Xavier Bettel und gibt ab 15.15 Uhr eine Pressekonferenz.

Klimaschutz-Paket

Vier Tage vor den geplanten weitreichenden Entscheidungen im schwarz-roten Klimakabinett will die CDU heute ihr Konzept für mehr Klimaschutz beschließen. In der Beschlussvorlage sprechen sich die Autoren für die Bekämpfung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 über eine Ausweitung des Zertifikatehandels auf den Verkehrs- und den Gebäudebereich aus. Das würde den Verbrauch fossiler und nicht regenerativer Brennstoffe verteuern.

Mit Material von dpa-AFX

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