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7 Themen, die am Montag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor dem Wochenende pushten im späten Handel gute Nachrichten in Sachen Handelsstreit und Brexit viele Aktienkurse nach oben. Doch zum Wochenanfang kann der DAX -0,34% seinen Ausbruchsversuch vom Freitag zunächst nicht bestätigen: Vor Xetra-Handelsstart wurde der deutsche Leitindex 0,4 Prozent tiefer auf 12.465 Punkten taxiert.

Neue Zuversicht im US-chinesischen Handelskonflikt und ein Kurssprung bei SAP hatten den DAX erstmals seit Juli wieder über 12.500 Punkte katapultiert. "Die Anleger atmen heute erst einmal durch und bewerten die aktuelle Situation", erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Anschlusskäufer seien auf diesem Niveau aber wohl zunächst schwierig zu finden, auch wenn sich die Handelsgespräche mit China in die richtige Richtung bewegten.

Aktuell sehr schwache Außenhandelsdaten belegten derweil, wie wichtig ein Handels-Deal für die Chinesen sei. Am morgigen Dienstag läuten die US-Banken die Berichtssaison ein (siehe Wochenausblick). - Was heute Einfluss auf die Kurse bewegen haben dürfte, folgt nun.

Chart-Signale

Chartexperten bleiben für den DAX aber optimistisch. Aus Sicht der UBS winkt mit einem Anstieg über 12.656 Punkte ein "mittel- bis langfristiger Befreiungsschlag". Mögliche Anlaufziele sehen die technischen Analysten der Schweizer Investmentbank dann bei 13.100 und 13,200 Punkten.

Vorgaben aus den USA

In der Hoffnung auf ein amerikanisch-chinesisches Handelsabkommen haben die Anleger an der Wall Street am Freitag schon reichlich Vorschuss-Lorbeeren verteilt. Entsprechend fehlte ihr nach einigen wenigen Aussagen zur Übereinkunft letztlich die Kraft für weitere Kursgewinne. Der Dow Jones Industrial -0,00% überwand zwar kurzzeitig die Marke von 27.000 Punkte und kam damit wieder in Blickweite seines im Juli erreichten Rekordhochs von 27.398 Punkten. Zum Handelsschluss behauptete er aber nur einen Kursgewinn von 1,2 Prozent auf 26.816 Punkte.

Vorgaben aus Fernost

Beflügelt von der Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China sind die Börsen Asiens überwiegend mit Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Angesichts der Fortschritte in den Verhandlungen konnten selbst die wegen des Handelskriegs schwächer als erwartet ausgefallenen chinesischen Außenhandelsdaten die Stimmung nicht merklich trüben. An den Märkten herrsche derzeit Optimismus, wenngleich sich die nächsten Verhandlungsphasen und damit auch das Risiko noch nicht abschätzen ließen, schrieb Marktbeobachter Stephen Innes für Axitrader. Die Börsianer blieben deshalb gleichwohl weiter vorsichtig.

Während die japanische Börse wegen eines Feiertags zum Wochenstart geschlossen blieb. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen stieg am Montag zuletzt um 1,1 Prozent auf 3.955 Punkte an. Für den Hang-Seng-Index -0,95% in Hongkong ging es zuletzt um 0,9 Prozent auf 26.555 Zähler nach oben.

Konjunkturdaten

Die Woche begann mit Chinas Handelsbilanz. Vor dem Hintergrund des Handelskriegs mit den USA hat sich der Außenhandel dort im September schwächer entwickelt als erwartet. Die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft fielen im Vergleich zum September des Vorjahres um 3,2 Prozent auf 218,1 Milliarden US-Dollar (197,5 Mrd. Euro). Die Importe gingen um 8,5 Prozent auf 178,5 Milliarden US-Dollar zurück.

Um 11 Uhr folgen die Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone. In den USA genießen die Investoren am Anleihemarkt ein verlängertes Wochenende.

IWF-Jahrestreffen

Handelskonflikte und ein schwächeres Wirtschaftswachstum überschatten das heute beginnende Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Finanzminister, Zentralbanker und Chefs von Großbanken werden bei der einwöchigen Tagung darüber beraten, das globale Finanz- und Wirtschaftssystem weiterzuentwickeln. Dabei geht es um so unterschiedliche Herausforderungen wie Entwicklungspolitik, Handelskonflikte, Klimawandel und die internationale Finanzstabilität.

Brexit-Annäherung

Die hohen Erwartungen vom Freitag Richtung Brexit-Annäherung haben sich derweil am Wochenende nicht bestätigt. Im Ringen um einen geordneten EU-Austritt Großbritanniens Ende Oktober gelang noch kein Durchbruch. Die Verhandlungen am Samstag und Sonntag nannte die EU-Kommission konstruktiv, betonte aber auch: "Es bleibt noch eine Menge Arbeit zu tun." Ein britischer Regierungssprecher äußerte sich ganz ähnlich. Die Verhandlungen werden heute fortgesetzt.

Am Donnerstag war nach einem Treffen des britischen Premierministers Boris Johnson mit seinem irischen Kollegen Leo Varadkar Bewegung in den Brexit-Streit gekommen. Nach EU-Angaben hat London Zugeständnisse bei der Frage in Aussicht gestellt, wie Zollkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland vermieden werden können.

Unternehmens-News

Aus Branchensicht könnten Autowerte - vor allem Daimler und Volkswagen - einen Blick wert sein. Zum dritten Mal binnen kurzer Zeit muss Daimler -4,17% wegen einer unzulässigen Abgastechnik Tausende Diesel-Autos zurückrufen. Einen entsprechenden Rückrufbescheid habe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erlassen. Die Rede war von einer mittleren sechsstelligen Anzahl Mercedes-Benz-Fahrzeugen in Europa, die mit einem Euro-5-Dieselmotor unterwegs sind. Auf der Handelsplattform Tradegate verloren die Daimler-Aktien im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Freitag zuletzt rund 0,6 Prozent.

Die Volkswagen-Vorzugsaktien -0,51% sanken auf Tradegate um rund 0,5 Prozent. Der Autokonzern dementierte einen Medienbericht über bestehende strategische Optionen für seine italienische Sportwagen-Tochter Lamborghini. "Es gibt keine Pläne für einen Verkauf oder ein IPO von Lamborgini. Die Spekulationen entbehren jeder Grundlage", teilte ein VW-Sprecher am Sonntag mit. Am Freitagabend hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise ebendies berichtet. Zudem sagte VW-Chefstratege Michael Jost der Automobilwoche, man wolle bis 2024 ein Elektroauto für unter 20.000 Euro auf den Markt bringen.

Mit Material von dpa-AFX

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