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7 Themen, die am Montag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem schwächeren Wochenausklang und der verworrenenen Lage um den EU-Ausstieg Großbritanniens zeichnet sich am Montag-Morgen ein stabiler Handelsauftakt am deutschen Aktienmarkt ab. Der DAX +0,47% wurde zuletzt um 0,3 Prozent höher taxiert bei 12.669 Punkten.

Mit 12.814 Punkten hatte der Leitindex am Donnerstag einen weiteren Höchststand seit August vergangenen Jahres markiert, kam dann aber etwas zurück. Ein Grund für die Feierlaune der Anleger war Optimismus für ein Ende des Brexit-Theaters zwischen der EU und Großbritannien. Noch ist es allerdings nicht so weit: Das britische Parlament hatte am Samstag eine Entscheidung über ein in der Vorwoche erzieltes Abkommen verschoben.

"Am Aktienmarkt ist die Stimmung weiterhin deutlich besser als die Lage", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. "Die abermalige Verschiebung der Brexit-Abstimmung lässt die Anleger kalt. An der Börse dominiert die Zuversicht, dass Boris Johnsons Deal kurzfristig angenommen wird", sagte er. - Was zum Wochenstart die Kurse bewegen könnte.

Brexit-Chaos

Möglicherweise kommt es am heutigen Montag zu einer Abstimmung, nachdem diese am Samstag verschoben wurde. Die Entscheidung darüber will Parlamentspräsident John Bercow am späten Nachmittag im Unterhaus in London bekanntgeben. Gibt er den Weg dafür frei, könnten die Abgeordneten noch am selben Tag abstimmen.

Vorgaben aus den USA

Kurseinbrüche bei Boeing und bei Johnson & Johnson sowie schwache Konjunkturdaten aus China haben den US-Anlegern zum Wochenende die Stimmung vermiest. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen am Freitag teils recht deutlich im Minus. Der Dow Jones Industrial +0,80% fiel um ein Prozent auf 26.770 Punkte.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bekommt zunehmend die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu spüren: Das Wirtschaftswachstum Chinas war im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Auch die Unklarheiten über den Brexit-Deal verunsicherten.

Vorgaben aus Fernost

Die Börsen Asiens haben zum Wochenstart überwiegen zugelegt. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen stieg zuletzt um 0,2 Prozent und der Hang-Seng-Index -0,00% in Hongkong schwankte um seinen Freitagsschlussstand. Der japanische Nikkei-225 +0,70% rückte um 0,3 Prozent auf 22.548 Punkte vor. Das Exportland hat nach wie vor unter den Handelskonflikten zu leiden: Im September sind die Ausfuhren den zehnten Monat in Folge gefallen, der Rückgang war etwas höher aus als Experten erwartet hatten. Im August waren die Ausfuhren allerdings noch stärker zurückgegangen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat.

Konjunkturdaten

In Deutschland bleibt die Preisentwicklung auf Herstellerebene schwach. Die Erzeugerpreise gingen im September im Jahresvergleich um 0,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der erste Rückgang auf Jahressicht seit Oktober 2016. Analysten hatten im Mittel einen etwas stärkeren Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im August waren die Preise noch um 0,3 Prozent im Jahresvergleich gestiegen.

Um 11 Uhr veröffentlicht die Europäische Statistikbehörde Eurostat Zahlen zu öffentlichem Defizit und Verschuldung der EU-Staaten 2018. Und um 12 Uhr legt die Bundesbank ihren Monatsbericht für Oktober vor.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten dürften an diesem Morgen eine ganze Reihe an Unternehmen Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bei SAP etwa steht vor allem die neue Führungsriege im Blick, nachdem die finalen Quartalszahlen die guten vorläufigen bestätigten. Nach dem überraschenden Rücktritt von Bill McDermott vor gut einer Woche haben Jennifer Morgan und Christian Klein übernommen.

Die beiden neuen Vorstandschefs wollen den Software-Konzern weiter auf Effizienz trimmen und betonten außerdem, dass ihnen "Kontinuität wichtig" sei. Erst am 12. November zum Kapitalmarkttag wollen sie aber genauer informieren, wie sie den Konzern künftig führen werden. Dann soll es auch Aussagen zum Thema Aktienrückkäufe geben. Die SAP-Aktien +0,79% stiegen vorbörslich im Vergleich Xetra-Börsenschluss um knapp ein Prozent.

Im MDAX +0,44% dürften die Papiere des Pharma- und Laborzulieferers Sartorius +0,78% steigen. Sartorius meldete glänzend gelaufene Geschäfte mit biopharmazeutischen Produkten im dritten Quartal und ist nun auch optimistischer für das Gesamtjahr geworden.

Unternehmens-News

Der stark in die Kritik geratene Zahlungsdienstleister Wirecard will nun doch mit einer Sonderprüfung Vorwürfe rund um seine Bilanzierungspraktiken ausräumen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich entschlossen, die Wirtschaftsprüfungsgeselschaft KPMG mit einer unabhängigen Untersuchung zu beauftragen, wie der DAX-Konzern am Morgen mitteilte. Damit sollen den Angaben zufolge alle Vorwürfe, die von der britischen Zeitung Financial Times  aufgebracht wurden, umfassend und unabhängig aufgeklärt werden.

Über das Wochenende hatte es Verwirrung darum gegeben, ob sich das Unternehmen zu einem solchen Schritt durchringt. Die Wirecard-Aktie -0,08% kletterte vorbörslich um etwa 3,5 Prozent.

Die kurzfristig ausgeweiteten Warnstreiks der Flugbegleiter, die am Sonntag bei verschiedenen Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns -0,31% zu rund 100 Flugausfällen geführt hatten, könnten die Anteilsscheine der Fluggesellschaft belasten.

Die Aktien der Deutsche Wohnen -0,69% fielen angesichts des Berliner Mietendeckels vorbörslich deutlich. Auch für Vonovia +0,11% ging es nach unten.

Auch Osram -0,20% dürften im Blick stehen, denn der österreichische Sensorspezialist AMS +1,59% startet einen neuen Anlauf zur milliardenschweren Übernahme des Lichtkonzerns. Das Gebot soll wie die gescheiterte Offerte bei 41 Euro je Aktie liegen. Zugleich aber wurde die Mindestannahmeschwelle auf 55 Prozent der Osram-Anteile gesenkt. Der erste Anlauf war erst kürzlich daran gescheitert, dass AMS die selbst gesetzte Mindestschwelle von 62,5 Prozent der Anteile verfehlt hatten. Die Osram-Aktie stand am Montag-Morgen unter ihrem Freitagsschluss.

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank +1,35% gibt Kreisen zufolge dem Druck eins aktivistischen Investors nach und erwägt den Verkauf seiner IT-Dienstleistungstochter Aareon. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Vor einigen Wochen hatte der Hedgefonds Teleios Capital Partners Kreisen zufolge das Aareal-Management aufgefordert, genau dies zu tun.

Deutsche Banken wollen 'digitalen Euro'

Die deutschen Banken wollen sich für die Einführung einer Digitalwährung im Euroraum stark machen. "Wir brauchen in Europa einen digitalen Euro", sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Hans-Walter Peters, am Samstag auf der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Washington. Mit einer Digitalwährung sollen beispielsweise Überweisungen schneller funktionieren. Sie könnte Bitcoins und der umstrittenen, von Facebook +0,38% geplanten Währung Libra Konkurrenz machen.

(mmr mit Material von dpa-AFX)

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