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7 Themen, die für Anleger am Montag wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die jüngste Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China belastet auch zum Wochenbeginn die Kurse am deutschen Aktienmarkt. Vor Xetra-Start wurde der DAX  -0,10% bei 11.520 Punkten taxiert und damit 0,7 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag.

Nachdem China am Freitagnachmittag neue Zölle auf Waren aus den USA angekündigt hatte und US-Präsident Donald Trump Gegenmaßnahmen ankündigte, war der DAX wieder unter die 200-Tage-Linie abgerutscht. Starke Verluste an der Wall Street und am Morgen in Asien halten den Verkaufsdruck hoch.

Die Botschaft an die Börsianer lautet nach den Worten von CMC-Market-Analyst Michael McCarthy nun: "Anschnallen angesichts der Marktturbulenzen!" Die neue Eskalation im bereits seit Monaten währenden Handelskonflikt sei "schwerwiegend". - Was heute Einfluss auf die Börsen nehmen dürfte.

Vorgaben aus den USA

Neue Eskalationsrunden im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Wall Street am Freitag auf Talfahrt geschickt. Die wichtigsten Aktienindizes gerieten nach einem verhaltenen Start immer weiter unter Druck und schlossen tiefrot. China hatte zunächst neue Vergeltungszölle auf US-Importe beschlossen, nachdem die USA Anfang August ähnliche Maßnahmen angekündigt hatten. US-Präsident Donald Trump reagierte mit der Ankündigung von Zollerhöhungen. Die Eskalationsspirale gewinnt damit deutlich an Schwung. Der Dow Jones Industrial knickte -0,19% um 2,4 Prozent auf 25.628 Punkte ein. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von einem Prozent.

Vorgaben aus Fernost

Der endgültig in einen Handelskrieg umgeschlagene Zollkonflikt zwischen den USA und China hat am Montag Asiens Aktienmärkte unter Druck gebracht. Die Börsen in China und Japan, die vor dem Wochenschluss den Handel noch leicht positiv beendet hatten, zeigten sich tiefrot. Noch im Verlauf des Freitag hatten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt weitere Zollanhebungen angekündigt.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,16% schloss letztlich mit einem Minus von 2,2 Prozent auf 20.261 Punkte. An den chinesischen Festlandbörsen gab der CSI 300 zuletzt um 1,4 Prozent auf 3.766 Zähler nach. Der Yuan fiel angesichts der Sorgen über eine Intensivierung des Handelskrieges auf ein Elfjahrestief.

Besonders deutlich sackte der Hang-Seng-Index -0,13% in Hongkong ab. Er verlor zuletzt 3,1 Prozent auf 25.369 Punkte. Belastend wirkte neben dem Handelskrieg eine Abstufung durch die japanische Bank Nomura. Aus Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in Hongkong aufgrund der Massenproteste stuften die Analysten den MSCI Hongkong von "Overweight" auf "Underweight" ab.

China versuchte derweil nach der jüngsten Eskalation die Wogen wieder etwas zu glätten. "Wir sind gewillt, die Probleme durch Beratungen und Kooperationen mit einer ruhigen Haltung zu lösen", sagte Liu He, chinesischer Vizepremierminister und in der Regierung für die Verhandlungen mit den USA zuständig, am Montag nach Angaben des Wirtschaftsmagazins Caixin bei einer Veranstaltung in Chongqing.

Notenbanker-Treffen

Angesichts der neuen Eskalation im Handelskrieg war zuletzt auch das mit Spannung erwartetet Notenbanker-Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole in den Hintergrund gerückt. Analyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank macht indes darauf aufmerksam, dass mit der von US-Notenbankchef Jerome Powell in Aussicht gestellten Revision des Fed-Ziels die Erwartungen des Marktes weiterhin ein realistisches Szenario seien. "Besonders auffällig war: Powell wiederholte nicht, was er im Juli gesagt hatte: dass die jüngste Zinssenkung "kein Beginn eines neuen Zinszyklus sei", so Leuchtmann.

Konjunkturdaten

Neben dem an diesem Montag zu Ende gehenden Gipfel der G7-Gipfel steht als eines der wichtigsten Ereignisse auf der Konjunkturagenda der Ifo-Index aus Deutschland an. Weil der Handelskrieg im Juli auch die Stimmung in der deutschen Wirtschaft stark eingetrübt hatte, dürfte den neuen Daten für August besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Um 14.30 Uhr schauen Anleger dann auf den Auftragseingang für langlebige Güter in den USA.

Unternehmens-News

Auf Unternehmensseite rückt der geplante Mietendeckel in Berlin die Immobilienwerte zurück in den Fokus. Die Papiere der in der Hauptstadt engagierten Immobilien-Konzerne wurden am Montag vorbörslich einmal mehr belastet. Anteilsscheine von Deutsche Wohnen +0,47% sackten auf der Handelsplattform Tradegate um bis zu 6,7 Prozent ab, Ado Properties sanken bis zu 4,2 Prozent und Vonovia +0,68% rutschten bis zu 1,9 Prozent ab.

Aktien des Werbevermarkter Ströer +0,78% stehen unterdessen nach einer gestrichenen Kaufempfehlung durch die US-Bank Goldman Sachs im Fokus. Analystin Katherine Tait sieht nach dem starken Kursanstieg sämtliche positiven Aspekte bereits eingepreist.

Auch Vossloh +0,27%-Aktien könnten einen Blick wert sein. Ein Händler wertete Aussagen von Konzernchef Oliver Schuster in der Börsen-Zeitung" am Wochenende als leicht stützend, wonach der Verkauf des verlustbringenden Lokomotiven-Geschäfts bald über die Bühne gehen dürfte.

Keine Bewegung im Brexit-Streit

Im Ringen um eine einvernehmliche Beilegung des Brexit-Streits gibt es keine Fortschritte. Nach Angaben aus EU-Kreisen kam der neue britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag ohne neue Vorschläge zu einem Treffen mit EU-Ratspräsident Donald Tusk. Das rund 30-minütige Gespräch am Rande des G7-Gipfels in Biarritz sei in "sehr positiver Atmosphäre", aber ohne echte Neuigkeiten verlaufen, hieß es.

Handelsdeal USA-Japan

Nach zähen Verhandlungen haben sich die USA und Japan grundsätzlich auf ein "sehr großes" bilaterales Handelsabkommen geeinigt. Das verkündete US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit Japans Ministerpräsident Shinzo Abe bei einem Treffen am Sonntag am Rande des Gipfels der sieben großen Industrieländer (G7) im französischen Biarritz. Mit der Vereinbarung wollen die größte Wirtschaftsnation USA und Japan, die drittgrößte Volkswirtschaft, ihre Märkte jeweils für die Waren des anderen weiter öffnen.

Mit Material von dpa-AFX

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