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7 Themen, die für Anleger heute wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die vorerst beendete Party an den US-Börsen sorgt am Donnerstag auch am deutschen Aktienmarkt für Katerstimmung. Der Dow Jones Index +1,20% war am Vorabend nach Verlusten nahe dem Tagestief aus dem Handel gegangen. An den asiatischen Märkten setzten sich die Abgaben fort. Der Dax wurde vor Handelsbeginn ein Prozent niedriger taxiert auf 12.218 Punkten. Das ist der niedrigste Stand seit drei Wochen.

"Die Märkte kippen wieder in Richtung schwächeres Wirtschaftswachstum", schrieb Analyst Michael McCarthy vom Broker CMC Markets. Er verwies auf Japan, wo die Exporte im Juni zum siebten Mal in Folge zurückgingen. Doch auch in den USA war am Vortag nicht viel zu holen. Sämtliche Leitindizes, die seit der Vorwoche nahezu täglich Rekordhochs markiert hatten, schlossen im Minus. - Folgende Faktoren dürften am Donnerstag Einfluss auf die Kurse nehmen. 

Vorgaben aus den USA 

Am Mittwoch war an den US-Aktienmärkten für Anleger nichts zu holen. Sämtliche Leitindizes, die seit der Vorwoche nahezu täglich Rekordhochs markiert hatten, schlossen im Minus. Der Dow Jones Industrial +1,20% verlor letztlich 0,4 Prozent auf 27.219 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 ±0,00% fiel um 0,7 Prozent auf 2.984 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 +1,59% büßte 0,5 Prozent auf 7888,76 Punkte ein. 

Die Stimmung bekam nachbörslich weitere Dämpfer. So belastete das Kursminus der Aktien von IBM +2,11% nach Quartalszahlen, vor allem aber der nachbörsliche Kurseinbruch von Netflix +2,61% um mehr als 12 Prozent. Der Streaming-Riese hatte zuletzt seine Preise erhöht und konnte im jüngsten Geschäftsquartal deutlich weniger Abonnenten für sich gewinnen, als ursprünglich angepeilt. 

Die Online-Handelsplattform Ebay +0,82% hatte dagegen die Erwartungen im zweiten Quartal trotz eines Gewinneinbruchs übertroffen. Die Aktie legte nach Börsenschluss um mehr als fünf Prozent zu. Wie es mit dem US-Tech-Markt weitergeht, wird sich am Donnerstagabend mit einem frischen Zahlenwerk von Microsoft -0,10% zeigen.

Vorgaben aus Fernost 

Auch Asiens Aktienmärkte tendierten am Donnerstag schwächer. In Japan schloss der Leitindex Nikkei 225 um zwei Prozent niedriger bei 21.046 Punkten. Japans Exportmotor stottert wegen der Handelsstreits. Im Juni sank der Wert der Ausfuhren überraschend stark und bereits zum siebten Mal in Folge. In Hongkong ging es für den Hang Seng um 0,6 Prozent abwärts. Chinas CSI 300 verlor ähnlich stark.

In Korea gaben die Aktien ebenfalls nach. Die Zentralbank von Südkorea hat angesichts eingetrübter Konjunkturaussichten die geldpolitischen Zügel gelockert. Der Geldmarktausschuss der Bank of Korea beschloss, den Leitzins von 1,75 auf 1,50 Prozent herabzusetzen. Durch die erste Zinssenkung seit drei Jahren soll die Wirtschaft stärker angekurbelt werden. Die Ausschussmitglieder seien zu dem Schluss gekommen, dass sich das Wachstumstempo verlangsamt habe, hieß es in der Mitteilung der Bank.

Neue Gewinnwarnungen

Hierzulande häufen sich indes die Gewinnwarnungen weiter. In der vergangenen Woche hatten sich etwa der Chemiekonzern BASF und der Autobauer Daimler pessimistischer zur eigenen Geschäftsentwicklung geäußert. Am Dienstag gesellte sich der Chemikalien-Händler Brenntag +1,31% dazu. Und zuletzt kassierte der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck -2,144% seine Jahresziele. Im außerbörslichen Handel sackte der Kurs am Donnerstagmorgen bei Tradegate deutlich um über acht Prozent ab.

Auch Villeroy & Boch schickte heute eine Ad-hoc-Mitteilung mit einer gesenkten Prognose raus. Allerdings hatte der Bad-Keramik-Hersteller bereits am Vortag angedeutet, dass es im Geschäftsjahr 2019 schlechter als erwartet läuft.

Quartalszahlen

Bei Europas größtem Software-Anbieter SAP +1,61% hatten zudem höhere Ausgaben für ein laufendes Abfindungsprogramm und die aktienbasierte Vergütung den Gewinn im zweiten Quartal geschmälert. Unterm Strich ging das Ergebnis des schwersten Dax-Wertes um 19 Prozent auf 582 Millionen Euro zurück. Der Umsatz kletterte allerdings hauptsächlich dank des boomenden Cloudgeschäfts um 11 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Die Prognosen bestätigte der Konzern. Die Aktie verlor dennoch rund sechs Prozent im vorbörslichen Handel.

Im weiteren Tagesverlauf dürften die Ergebnisse von Morgan Stanley, Philip Morris, Thomas Cook, Easyjet und Volvo einen Blick wert sein. Nach US-Börsenschluss legt Microsoft seine Quartalszahlen vor.

Unternehmens-News

Auch Papiere des Maschinenbauers Aumann wurden auf "Hold" abgestuft, denn die Geschäftsentwicklung sei nur schwer berechenbar, schrieb Berenberg-Analyst Gerhard Orgonas in einer Studie vom Donnerstag. Die Aktie gab vor Handelsbeginn um eineinhalb Prozent nach.

Bewegung im Kurs könnte es auch bei der Allianz sowie bei Rheinmetall geben, nachdem das Bankhaus Lampe zuletzt seine Kaufempfehlung für die beiden Aktien gestrichen hatte. Beide Titel verloren im vorbörslichen Handel etwas über ein Prozent an Wert.

Die australische Investmentbank Macquarie hatte zudem Deutsche Telekom +0,13% sowie United Internet +12,50% von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft. Der mögliche Aufbau eines vierten Mobilfunknetzes in Deutschland durch die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch +8,25% könnte die Renditen aller Anbieter beeinträchtigen, schrieb Analyst Guy Peddy in einer Branchenstudie. Zudem drohe im Sektor ein Missverhältnis zwischen Umsatz, Bandbreiten und Marktanteilen bei der Datennutzung. 

Positiv könnte sich eine gemeinsame Nutzung von Netzen und Bandbreiten auswirken, wobei Telefonica Deutschland +1,05% in diesem Punkt am besten aufgestellt sei. Peddy stufte die Aktien der O2-Marke somit von "Neutral" auf "Outperform". Sie legten vor Handelsbeginn denn auch um 1,24 Prozent zu.

Konjunkturdaten

Um 14.30 Uhr schauen Anleger auf den Philadelphia Fed Business Outlook, gegen 16 Uhr auf die Frühindikatoren. Zudem spricht der Fed-Präsident, woraus sich neue Hinweise zur US-Geldpolitik ergeben könnten.

G7-Finanzminister-Treffen

Die Finanzminister der großen Industrienationen (G7) schließen heute ihr zweitägiges Treffen in Chantilly nördlich von Paris ab. Der deutsche Ressortchef Olaf Scholz (SPD) will sich dabei zur Entwicklungspolitik zu Wort melden. Dabei geht es unter anderem um eine von Deutschland koordinierte Initiative, in Afrika bessere Rahmenbedingungen für Investitionen privater Unternehmen zu schaffen.

Bereits am Vorabend wurde bekannt, dass die G7 vor einer digitalen Währung des Internetriesen Facebook warnen. Sie hätten alle "schwere Bedenken" gegen die Libra, sagte Scholz. "Ich bin fest davon überzeugt, dass jetzt schnell gehandelt werden muss", forderte der Vizekanzler.

Mit Material von dpa-AFX

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