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7 Themen, die heute für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Dank positiver Vorgaben der US-Börsen dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag freundlich eröffnen und damit seine Vortagesverluste zumindest teilweise wettmachen. Vor Xetra-Handelsstart signalisierte der X-Dax +0,34% als Indikator für den Leitindex ein Plus von 0,3 Prozent auf 12.418 Punkte.

In der Vorwoche hatte der Dax bei 12.656 Punkten den höchsten Verlaufsstand seit August vergangenen Jahres erreicht. Anschließend war er bis an die 21-Tage-Linie bei 12.356 Punkten zurückgefallen.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwoch vor Vertretern des Repräsentantenhauses die Tür für eine baldige Leitzinssenkung weiter offen gelassen, indem er die Unsicherheit um Handelskonflikte und Sorgen um die Weltwirtschaft betonte. Vergangenen Freitag hatten starke US-Arbeitsmarktdaten den Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik dann aber einen Dämpfer verpasst. Heute setzt sich die Anhörung von Powell vor Vertretern des Senats fort. - Was heute die Kurse bewegen könnte.

Vorgaben aus den USA

Das tagelange Warten auf den Auftritt des Fed-Vorsitzenden vor Abgeordneten des Repräsentantenhauses hat sich gelohnt: Nach den Aussagen des obersten Währungshüters zu Wirtschaft und Inflation erklommen die US-Börsen am Mittwoch bereits im frühen Handel neue Allzeit-Höchststände, die allerdings nicht lange gehalten werden konnten. Der Dow +0,17% und der marktbreite S&P 500 +0,54% schlossen nahe ihrer Tagestiefs. Die Gewinne reichten aber für einen positiven Trend in Asien, der nach Europa herüberschwappen dürfte.

Vorgaben aus Fernost

Die Börsen Asiens sind am Donnerstag den guten Vorgaben der Wall Street gefolgt. Die Zweifel vieler Investoren, ob die US-Notenbank Fed den Leitzins bereits im Juli senken wird, scheinen nach Äußerungen des Fed Chefs Jerome Powell zertreut. In Japan schloss der Nikkei 225 um ein halbes Prozent verbessert bei 21.643 Punkten. An Chinas Festlandbörsen ging es für den CSI 300 um 0,3 Prozent nach oben und in Hongkong gewann der Hang Seng zuletzt 0,7 Prozent hinzu. Euphorie kam allerdings nicht auf. So fielen die Kurse im Verlauf vielerorts von ihren Tageshöchstständen zurück.

Konjunkturdaten

In Deutschland hat die Inflation im Juni etwas zugelegt. Im Jahresvergleich seien die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Mai hatte die Inflationsrate bei 1,4 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Juni um 0,3 Prozent. Die höhere Inflationsrate für Juni wurde vor allem durch den erneuten Preisauftrieb bei Pauschalreisen beeinflusst.

In Großbritannien veröffentlicht die Bank of England um 11.30 Uhr ihren neuen Financial Stability Report. Gegen 13.30 Uhr folgt das EZB-Sitzungsprotokoll. Die US-Verbraucherpreise sind dann für 14.30 Uhr terminiert.

Opec-Monatsbericht

Um 13 Uhr wird der Opec-Monatsbericht (mit Schätzungen zu Öl-Angebot und -Nachfrage) veröffentlicht, welcher auch Einfluss auf die Ölpreise haben dürfte. Diese hatten zuletzt kräftig zugelegt. Das Ölkartell Opec und weitere Staaten (Opec+) hatten sich Anfang Juli auf eine Beibehaltung der Ölförderkürzungen bis Ende März 2020 geeinigt. 

Unternehmens-News

Aus Unternehmenssicht sorgten drei weitere Gewinnwarnungen für Aufsehen: Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) +1,21%, der Abfüllanlagen-Hersteller Krones +1,62% und der Maschinenbauer Aumann -0,63% senkten ihre Geschäftsziele. Es zeichne sich ab, dass das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft im Zeitraum 1. April bis 30. Juni um bis zu 50 Prozent niedriger liegen wird als im Vorjahr, teilte die DBAG mit. Folglich werde das Konzernergebnis deutlich niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die DBAG-Aktien fielen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zuletzt um mehr als 9 Prozent.

Aumann schraubte wegen eines enttäuschenden Auftragseingangs im ersten Halbjahr seine Ansprüche an 2019 zurück. Beim Umsatz sei nunmehr mit 240 bis 260 Millionen Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Bisher wollte Aumann auf die 290,8 Millionen Euro des Vorjahres noch etwas draufsatteln. Auf Tradegate brachen die Papiere um 12,5 Prozent auf ein neues Rekordtief ein.

Krones rechnet für das Gesamtjahr nur noch mit einer Vorsteuermarge von drei Prozent und damit der Hälfte des bisher erwarteten. Analystin Nika Zimmermann von der Deutschen Bank rechnet entsprechend damit, dass auch die Markterwartungen für das Vorsteuerergebnis nun auf die Hälfte eingestampft werden. Zudem dürften auch die Prognosen für die Folgejahre gekappt werden. Die Krones-Aktie rutscht vorbörslich auf den tiefsten Stand seit gut fünf Jahren.

Quartalszahlen

Europas größter Zuckerproduzent Südzucker -0,57% hat den Verfall bei den Zuckerpreisen im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres erneut zu spüren bekommen. Das operative Ergebnis brach um fast 40 Prozent ein. Ihre Jahresziele bestätigten die Mannheimer aber immerhin. Die Aktien sanken auf Tradegate um 6,2 Prozent.

Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer +1,43% profitierte hingegen von einer ungebrochenen Nachfrage von Pharma- und Kosmetik-Unternehmen. Der Umsatz stieg im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Mai im Jahresvergleich um 7,2 Prozent. Gerresheimer-Aktien zogen auf Tradegate um 2,5 Prozent an.

Die Optikerkette Fielmann +0,65% steigerte ihren Gewinn im zweiten Quartal um 5,5 Prozent. Das lag in etwa im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Konzernumsatz nahm um rund sechs Prozent zu, was besser war als von Analysten geschätzt. Die Prognose für 2019 bestätigte das Unternehmen. Die Aktien notierten auf Tradegate aber zunächst kaum verändert. Fielmann hält zudem heute seine Hauptversammlung ab.

Zudem kommen Juni-Verkehrszahlen von Lufthansa und Absatzzahlen zum ersten Halbjahr von Audi.

VW-Aufsichtsrat berät über Allianz mit Ford

Der Aufsichtsrat von Volkswagen +1,64% berät heute über einen Ausbau der Zusammenarbeit mit Ford -0,30%. Die Autoriesen kooperieren bereits im Bereich leichter Nutzfahrzeuge und Pick-ups, um Hunderte Millionen Euro in der Entwicklung zu sparen. Die Konzernchefs Herbert Diess und Jim Hackett hatten aber stets die Möglichkeit offengelassen, auch bei der Elektromobilität und dem autonomen Fahren die Kräfte zu bündeln.

Mit Material von dpa-AFX

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