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7 wichtige Quartalsberichte vom Dienstag im Überblick

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wir befinden uns noch immer mitten in der Quartalssaison. Heute haben Henkel, Ceconomy, Hellofresh, Deutsche Wohnen, Sixt, Scout24 und Tui ihre Quartalsberichte vorgelegt. Ein Überblick:

Henkel -0,36%

Der Konsumgüterkonzern Henkel wird für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer. So erwartet das Unternehmen keine Belebung der industriellen Nachfrage mehr, teilte Henkel am Dienstag in Düsseldorf bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal mit. Zudem entwickele sich das Geschäft mit Haar- und Hautpflege enttäuschend. Die Aktien fielen im vorbörslichen Handel um mehr als 5 Prozent.

Henkel erwartet nun für 2019 ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von im günstigsten Fall 2 Prozent. Dabei sind Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet. Im schlechtesten Fall dürften die Entwicklung stagnieren. Der Konzern war zuvor von einem Plus von 2 bis 4 Prozent ausgegangen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie dürfte nun im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken, was im ungünstigsten Fall ebenfalls mehr ist als erwartet. Die Prognose für die bereinigte Umsatzrendite bekräftigte Henkel.

Im zweiten Quartal stagnierte der Umsatz bei 5,1 Milliarden Euro, organisch musste das Unternehmen einen Rückgang von 0,4 Prozent hinnehmen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank von 926 Millionen Euro auf 846 Millionen Euro und fiel schlechter aus als von Analysten erwartet.

Ceconomy -0,90%

Der Elektronikhändler Ceconomy hat seinen Nettoverlust im dritten Quartal reduziert. In den drei Monaten bis Ende Juni verbesserte sich der Fehlbetrag im fortgeführten Geschäft von 104 Millionen auf 48 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Dabei wirkte sich auch der Verkauf der restlichen Anteile am Handelskonzern Metro positiv aus, hieß es. Im Vorjahr hatten hohe Abschreibungen auf die Metro-Beteiligung noch zusätzlich belastet. Nach neun Monaten kann der Konzern in die Gewinnzone zurückkehren.

Im Tagesgeschäft musste die frühere Metro-Tochter wegen des laufenden Konzernumbaus aber noch Rückgänge verkraften. Der operative Verlust (Ebit) verschlechterte sich in den Monaten April bis Juni deutlich und betrug 126 Millionen Euro, nach einem Minus von 30 Millionen Euro im Vorjahr. Die Kosten für das Sparprogramm bezifferte Ceconomy auf 80 Millionen Euro.

Bereinigt lag der Fehlbetrag bei 45 Millionen Euro und fiel etwas höher aus, als von Analysten prognostiziert. Das Unternehmen führte neben dem scharfen Wettbewerb, dem Ceconomy mit Marketingaktionen begegnete, auch eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr an. Der Umsatz stagnierte bei 4,6 Milliarden Euro. Die Jahresprognose wurde bekräftigt.

Hellofresh -7,30%

Der Kochboxen-Versender Hellofresh blickt nach den Zahlen zum zweiten Quartal etwas optimistischer. Aufgrund eines starken Halbjahres rechnet das Unternehmen nun, das obere Ende der bisherigen Jahresziele zu erreichen. Demnach soll der um Währungseffekte bereinigte Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa 28 bis 30 Prozent zulegen, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die um Sondereffekte bereinigte Gewinn-Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll im Bereich von minus ein bis plus ein Prozent liegen. Zuvor hatte der Konzern ein Umsatzwachstum von 25 bis 30 Prozent bei konstanten Wechselkursen und eine bereinigte Ebitda-Marge von minus zwei bis plus ein Prozent auf dem Zettel.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 37 Prozent auf 437 Millionen Euro. Rechnet man Währungseffekte heraus, dann betrug das Plus 31,5 Prozent. Davon blieben beim operativen Ergebnis (Ebitda) 4,1 Prozent hängen. Hellofresh wies mit 18,3 Millionen Euro zum ersten Mal ein positives bereinigtes Ebitda aus.

Die Zahl der Bestellungen zog um mehr als ein Drittel auf 8,9 Millionen an. Insgesamt hat der Kochboxen-Versender rund 2,4 Millionen aktive Kunden, etwa ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal.Der Kochboxenversender war Ende 2017 von Rocket Internet an die Börse gebracht worden.

Deutsche Wohnen +0,23%

Höhere Mieten vor allem in Berlin treiben den Immobilienkonzern Deutsche Wohnen weiter voran. In den ersten sechs Monaten stieg der operative Gewinn im Jahresvergleich um 13,1 Prozent auf 283,4 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Den Ausblick für 2019 bestätigte der Konkurrent von Vonovia , LEG Immobilien und TAG Immobilien .

Die Vertragsmieten stiegen im ersten Halbjahr auf vergleichbarer Basis um 6,1 Prozent auf 411,1 Millionen Euro. Im Durchschnitt betrug die Miete pro Quadratmeter 6,75 Euro. Wegen steigender Mieten in Metropolen stehen große Wohnimmobilienkonzerne unter Dauerbeschuss. Erst kürzlich hatte sich der Berliner Senat auf Eckpunkte für einen Mietendeckel geeinigt, mit dem die Mieten in der Hauptstadt in den kommenden fünf Jahren eingefroren werden sollen. Eine Berliner Bürgerinitiative will zudem die Enteignung großer Immobilienfirmen durchsetzen.

Unter dem Strich blieben in den ersten sechs Monaten 603,1 Millionen Euro als Gewinn hängen nach 652,7 Millionen Euro im Vorjahr. Grund hierfür waren geringere Aufwertungen des Immobilienportfolios. Deutsche Wohnen vermietet bundesweit rund 165 000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten, wovon ein Großteil in Berlin liegt. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime.

Sixt +2,16%

Europas größter Autovermieter Sixt hat im zweiten Quartal erneut von der steigenden Nachfrage nach Mietwagen vor allem im Ausland profitiert. Der operative Konzernumsatz stieg um 14,4 Prozent auf 734,1 Millionen Euro, wie das SDax -Unternehmen am Dienstag in Pullach bei München mitteilte. Insbesondere in den USA legte Sixt stark zu.

Das Vorsteuerergebnis (Ebit) - ohne den Einmalbetrag aus dem Verkauf der Drive-Now-Beteiligung an BMW im Vorjahr - sank zwischen April und Ende Juni auch aufgrund von Investitionen in digitale Angebote und die Fahrzeugflotte um 2,8 Prozent auf 80,4 Millionen Euro. Unternehmenschef Erich Sixt zeigte sich mit dem abgelaufenen Quartal zufrieden. "Wir konnten unsere Position als größter europäischer Mobilitätsdienstleister weiter ausbauen", befand er.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Sixt. Das Unternehmen erwartet im Vergleich zum Vorjahr einen deutlich steigenden operativen Konzernumsatz sowie ein stabiles Vorsteuerergebnis (ohne Berücksichtigung des Verkaufs der Drive-Now-Beteiligung im Vorjahr).

Scout24 -0,28%

Der Onlinemarktplatz-Betreiber Scout24 hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr gesteigert. Dazu trugen vor allem die starken Portale Auto24 und Immobilienscout24 bei. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Die Erlöse verbesserten sich in den ersten sechs Monaten um fast ein Fünftel auf rund 300 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wuchs um 10,9 Prozent auf 154 Millionen Euro. Das auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallende Konzernergebnis betrug 52 Millionen Euro. 66,4 Millionen Euro waren es noch ein Jahr zuvor. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand. Der Umsatz soll 2019 um 15 bis 17 Prozent zulegen.

Tui +4,35%

Das Flugverbot für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max hat dem weltgrößten Reisekonzern Tui von April bis Ende Juni einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von rund 22 Millionen Euro und damit 85 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte. Zudem halten sich die Kunden bei den Buchungen für den Sommer weiter zurück. Bis Anfang August verkaufte Tui ein Prozent weniger Sommerurlaube als ein Jahr zuvor. Dabei stiegen die Preise im Schnitt um ein Prozent.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni steigerte Tui den Umsatz trotz der Probleme um fast vier Prozent auf 4,75 Milliarden Euro. So waren die konzerneigenen Kreuzfahrtschiffe stärker gefragt. Außerdem hat der Konzern sein Geschäft mit Ausflügen in den Urlaubsregionen durch Übernahmen kräftig ausgeweitet. Dennoch brach der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebita) wegen des seit März geltenden Flugverbots für die Boeing 737 Max konzernweit um 46 Prozent auf 101 Millionen Euro ein.

Tui hat 15 Maschinen der Reihe in der Flotte und sollte für diesen Sommer eigentlich acht weitere erhalten. Wegen des Flugverbots musste der Konzern für viel Geld Ersatzmaschinen organisieren und hat sein Gewinnziel bereits gekappt. Vorstandschef Fritz Joussen rechnet nun weiterhin damit, dass der bereinigte operative Gewinn im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September um bis zu 26 Prozent unter dem Vorjahreswert von knapp 1,2 Milliarden Euro liegt.

Mit Material von dpaAFX.
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