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8 Faktoren, die am Donnerstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach zwei stabileren Tagen dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zunächst den Rückwärtsgang einlegen: Vor Xetra-Handelsbeginn notierte der deutsche Leitindex gut 0,8 Prozent tiefer bei 12.070 Punkten. Das bisherige Wochentief lag bei 11.993 Punkten. Die Sorgen um den Handelsstreit zwischen den USA und China nehmen erneut zu. 

Aktueller Belastungsfaktor sind skeptische Kommentare in der chinesischen Presse. An den asiatischen Börsen übernahmen daraufhin Verkäufer wieder das Regiment. "Einen Konflikt, der so immens über Zolle und Firmen-Boykotte ausgetragen wird, hat die Weltwirtschaft lange nicht gesehen. Die Gefahr für die Weltwirtschaft ist massiv", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners in Frankfurt und erwartet deutliche Bremsspuren beim Wirtschaftswachstum. Eine schnelle Lösung sei dennoch weiterhin nicht in Sicht.

Daher drücke der erneut verschärfte Handelskonflikt auch hierzulande auf die Stimmung, und Vorsicht habe für die meisten Anleger wieder höchste Priorität. Was für Anleger heute Einfluss auf ihre Geldanlagen haben dürfte. 

Vorgaben aus den USA

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat die US-Börsen am Mittwoch weiter fest im Griff gehabt. Hatte es am Vortag noch Zeichen der Entspannung und Kursgewinne gegeben, so wurden Anleger nun wieder etwas vorsichtiger. Die US-Regierung erwägt Kreisen zufolge, weiteren chinesischen Unternehmen ähnliche Beschränkungen wie dem Telekom-Ausrüster Huawei aufzuerlegen. Der Dow Jones Industrial -0,95% gab um 0,4 Prozent auf 25.776 Punkte nach.

Die US-Notenbank Fed hatte gestern Abend hiesiger Zeit ihre abwartende Haltung in der Geldpolitik erneut bestätigt. Die "geduldige" Vorgehensweise sei noch "für einige Zeit" angemessen, wie aus dem veröffentlichten Protokoll ("Minutes") der Zinssitzung vom 30. April bis 1. Mai hervorgeht. Viele Währungshüter hätten außerdem die Einschätzung von Notenbankpräsident Jerome Powell gestützt, dass der jüngste Rückgang der Inflation in den USA nur vorübergehend sei.

Vorgaben aus Fernost

Die neuerlichen Sorgen der Anleger machten sich so einmal mehr vor allem in China bemerkbar. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten an den Festlandbörsen fiel dort um zuletzt 1,3 Prozent auf 3.600 Punkte - belastet von deutlichen Verlusten bei Technologiewerten. Besonders unter Druck standen die Aktien jener fünf Unternehmen, denen Kreisen zufolge das selbe Schicksal drohen könnte wie dem von US-Sanktionen geplagten Telekomausrüster Huawei.

Der Hang Seng -0,52% in Hongkong steuerte zuletzt mit 27.194 Zählern auf ein Minus von etwa 1,9 Prozent zu. In Japan schloss der Leitindex Nikkei 225 0,6 Prozent im Minus bei 21.151 Punkten.

Konjunkturdaten

Gab es in den vergangenen Tagen recht wenig Konjunkturdaten, kommen heute umso mehr. Um 8 Uhr wurde das Wirtschaftswachstum Deutschlands für das erste Quartal veröffentlicht. Gemessen an den ursprünglich geringen Erwartungen ist die deutsche Wirtschaft überraschend kräftig in das Jahr 2019 gestartet: Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im ersten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal zu.

Die englische Researchfirma IHS Markit gibt dann um 9.30 Uhr den Einkaufsmanager-Index für die Industrie Deutschlands bekannt, um 10 Uhr folgt jener für die Euro-Zone und um 15.45 Uhr jener für die USA. Ebenfalls um 10 Uhr wird der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Um 16 Uhr werden die US-Daten zu den Verkäufen neuer Häuser bekanntgegeben.

Unternehmenszahlen

Der Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer -0,96% schließt inzwischen nicht mehr aus, 2019 schlechter als im Vorjahr abzuschneiden. "Die präzisierten Jahresziele enttäuschen vor allem ergebnisseitig", sagte ein Händler. Es sollte aber auch nicht vergessen werden, dass Großaktionär Busch Kursrückschläge durchaus für weitere Aktienkäufe nutzen könnte. Auf der Handelsplattform Tradegate indes büßten die Papiere vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Vortagesschluss rund fünf Prozent ein.

Quartalszahlen kommen noch von CTS Eventim und Schoeller-Bleckmann.

Dividenden-Ausschüttungen

Zahlreiche Unternehmen schütten außerdem an diesem Donnerstag ihren Dividenden aus, darunter Daimler +0,81%, die Aareal Bank -0,17%, die Commerzbank -0,08%, Symrise, Uniper, Koenig & Bauer, Patrizia Immobilien und auch der Gebäudeimmobilien-Konzern Alstria Office REIT -1,10%.

Hauptversammlungen

Deutschlands größte Privatbank Deutsche Bank -0,31% lädt heute zur Hauptversammlung. Diese könnte zum Scherbengericht werden, denn Aufsichtsratschef Paul Achleitner droht harsche Kritik der Anteilseigner - bis hin zu einer Klatsche, wenn über die Entlastung des Kontrollgremiums für dessen Arbeit im Geschäftsjahr 2018 abgestimmt wird. Schließlich ist von der einst stolzen Deutschen Bank wenig geblieben. 2018 brachte zwar den ersten Jahresgewinn seit 2014, doch der Jahresauftakt 2019 zeigte einmal mehr, wie angespannt die Lage bleibt.

Außerdem halten ihre Hauptversammlungen ab: Audi, Deutsche Real Estate, DFV Dt. Familienversicherung, Lanxess, Pfeiffer Vacuum, Singulus, United Internet, Wacker Chemie, Westwing, BNP Paribas, Swatch und Zur Rose.

Theresa May vor dem Rücktritt

Die Anzeichen verdichten sich, dass die britische Premierministerin nicht mehr lange im Amt bleiben wird. Nach einem Tag politischer Nackenschläge kämpft Theresa May um ihr politisches Vermächtnis. Am Mittwochabend verlor sie mit dem Rücktritt der Ministerin für Parlamentsfragen eine wichtige Mitstreiterin. Für diesen Donnerstag wird ein Treffen Mays mit dem Leiter des 1922-Ausschusses ihrer Konservativen Partei, Graham Brady, erwartet. Der Ausschuss regelt die Wahl und Abwahl des Parteichefs. Der Tag der Europawahl für die Briten dürfte damit für die Zukunft Mays als Partei- und Regierungschefin entscheidend werden.

Europa-Wahl beginnt

In den ersten EU-Ländern beginnt heute die Europa-Wahl. Als erstes können die Briten und die Niederländer bereits am heutigen Donnerstag ihre Stimmen abgeben. Die Niederländer gehen dabei besonders früh voran: So kann am Großflughafen Schiphol schon ab 5.00 Uhr gewählt werden. Die meisten Wahllokale öffneten aber in den Niederlanden um 7.30 Uhr und in Großbritannien um 8.00 Uhr MESZ. Deutschlands Bürger wählen am kommenden Sonntag.

Mit Material von dpa-AFX

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