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8 Faktoren, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum Ende einer guten Börsenwoche lassen es die Anleger am deutschen Aktienmarkt angesichts des großen Verfalls an den Terminbörsen erst einmal vorsichtig angehen. Vor Xetra-Handelsstart wurde der Dax +0,86% 0,2 Prozent tiefer taxiert bei 12.338 Punkten.

Im Wochenverlauf ging es dank der Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantik bislang um mehr als zwei Prozent nach oben. So stellte EZB-Präsident Mario Draghi Zinssenkungen in Aussicht, sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern. Und auch die US-Notenbank Fed zeigte sich bereit, der Wirtschaft bei Bedarf unter die Arme zu greifen. - Folgende Einflussfaktoren sollten von Geldanlegern am Freitag beachtet werden.

Vorgaben aus den USA

Die Signale der US-Notenbank für eine Lockerung der Geldpolitik haben dem S&P 500 Index ±0,00% am Donnerstag ein Rekordhoch beschert. Der S&P 500 stieg am Ende um knapp ein Prozent auf 2.954 Punkte. Kurz zuvor hatte er bei rund 2.958 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +1,22% gewann 0,9 Prozent auf 26.753 Punkte und ist damit nur noch knapp ein Prozent von einem neuen Rekordhoch entfernt. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 +1,07% ging es ebenfalls um 0,9 Prozent auf 7.738 Punkte nach oben.

Die Fed hatte bereits am Mittwoch die Tür für eine Leitzinssenkung geöffnet und so ihre Bereitschaft zur Unterstützung der US-Wirtschaft signalisiert. Die Unsicherheiten für den wirtschaftlichen Ausblick hätten zugenommen. Man werde daher neue Informationen genau beobachten und "angemessen handeln", um die wirtschaftliche Expansion zu stützen.

Vorgaben aus Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag keine einheitliche Richtung gefunden. In einer von der Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik in den USA und der Eurozone geprägten starken Woche stand der japanische Aktienmarkt am Freitag etwas unter Druck. Der Leitindex Nikkei 225 +0,23% büßte ein Prozent ein.

In Hongkong gab der Hang Seng +1,03% 0,6 Prozent nach, während in China der CSI 300 zuletzt leicht zulegte. Trotz des eher verhaltenen Ausklangs haben die Aktienmärkte in Asien in der laufenden Woche deutlich zugelegt.

Hexensabbatt

Zum Wochenschluss richten sich die Blicke insbesondere auf die Terminbörsen, wo ab dem Mittag der große Quartalsverfall von Futures und Optionen ansteht - der Hexensabbat. Der kann immer mal wieder für ordentlich Bewegung sorgen, da Investoren dann die Preise ihrer Derivate auf Aktien und Indizes in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

Unternehmens-News

Auf Unternehmensseite deuten sich zunächst wenig starke Kursauffälligkeiten an. Die Aktien der Deutschen Bank +0,85% könnten nach einem skeptischen Analystenkommentar einen Blick wert sein. Amit Goel von der britischen Bank Barclays senkte sein Kursziel für die Papiere und bestätigte sein "Underweight"-Votum. Vorbörslich ging es für die Aktien gut ein Prozent bergab. Eine positive Berenberg-Studie verhalf den Papieren des Anlagenbauers Dürr +1,14% dagegen zu einem Kursplus.

Keine große Euphorie wollte bei den Anlegern hingegen über Berichte aufkommen, wonach Basketball-Legende Shaquille O'Neal Interesse an der Adidas +0,89%-Tochter Reebok anmeldet. Die Marke gilt als Problemfall. Es sei noch sehr unklar, ob das Angebot überhaupt seriös sei, sagte ein Börsianer.

Dax-Schwergewicht SAP +0,07% könnte seine Rekordjagd vom Vortag fortsetzen. Nach guten Quartalszahlen von Konkurrent Oracle +1,07%, die am Donnerstag gut acht Prozent zulegten, und dank Zuwächsen bei seinen Cloud-Dienstleistungen hatte SAP bereits an Fronleichnam ein neues Allzeithoch erreicht.

Iran-Konflikt

Spitzt sich der Konflikt um den Iran weiter zu? US-Präsident Donald Trump hat nach einem Bericht der New York Times Luftangriffe auf den Iran gebilligt, diese dann aber in der Nacht zum Freitag abrupt wieder gestoppt. Über die Entscheidungen sei heftig diskutiert worden. Die Militäraktion sollte laut dem Bericht eine Vergeltung für den Abschuss einer amerikanischen Aufklärungsdrohne durch den Iran sein.

Der Angriff sei bereits im Anfangsstadium gewesen, als er abgeblasen worden sei, schrieb das Blatt am Donnerstag  unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsbeamten, der nicht namentlich genannt werden wollte. Flugzeuge seien bereits in der Luft und Schiffe in Position gewesen, es sei aber nicht geschossen worden. Etwa zeitgleich verhängte die US-Luftfahrtbehörde FAA ein Flugverbot für in den USA registrierte Flugzeuge über Teile des Krisengebietes.

Goldpreis steigt kräftig

Vor dem Hintergrund eines sich möglicherweise zuspitzenden Iran-Konflikts und fallenden Zinsen hat der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold -0,67% kräftig zugelegt. Am Freitagmorgen notierte der Goldpreis am Terminmarkt erstmals seit gut fünf Jahren über der Marke von 1.400 Dollar. "Vor einem möglichen Anschlag gehen Anleger lieber in Deckung und steuern sichere Häfen wie Gold an", schrieb Analyst Timo Emden von Emden Research.

Konjunkturdaten

Japan hat bereits seine Konsumentenpreisentwicklung bekannt gegeben. Die Inflation hinkt demnach weiter deutlich hinter dem Ziel der Notenbank her. Die von den Währungshütern besonders stark beobachtete Kernrate der Inflation, bei der schwankungsanfällige Preise für frische Nahrungsmittel herausgerechnet werden, stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent.

Am Vormittag werden zahlreiche Einkaufsmanagerindizes für den Juni veröffentlicht: Frankreich, Deutschland, EU und die USA. Dort stehen um 16 Uhr zum Ausklang der Woche dann noch Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser auf dem Programm.

Altmaier in China

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat heute in Shanghai den Gründer des unter Druck geratenen chinesischen Telekomriesen Huawei, Ren Zhengfei, getroffen. Im Rahmen der dreitägigen China-Reise Altmaiers kamen beide am Morgen im Hotel des Ministers in der ostchinesischen Hafenstadt zusammen, wie aus Delegationskreisen verlautete. In der Kontroverse um den führenden Netzwerkausrüster und zweitgrößten Smartphone-Hersteller wollte der Minister dem Konzern-Gründer unter anderem die Sicherheitsanforderungen in Deutschland beim Ausbau des Mobilfunknetzes nach dem superschnellen 5G-Standard darlegen.

mmr mit Material von dpa-AFX

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