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8 Prozent Plus in einem Monat! Bei Gold spricht vieles für eine Ruhepause

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Anleger, die zu Beginn des abgelaufenen Jahres Gold-Anlagen in ihrem Depot hatten, durften sich 2017 über eine tendenziell positive Performance freuen. Zwar kam es zwischendurch immer mal wieder zu stärkeren Rückschlägen. Unter dem Strich verteuerte sich das Edelmetall aber um gut 13 Prozent. Wobei das leider nur auf US-Dollar-Basis gilt, denn der ähnlich deutliche Anstieg des Euro hat bei nicht währungsgesicherten Gold-Produkten sämtliche Gewinne zunichte gemacht. Völlig überraschend ist das nicht, denn auch in der Vergangenheit haben sich Gold und der Euro/Dollar-Kurs recht häufig im Einklang bewegt. Dazu passt, dass die Rohstoff-Strategen der Commerzbank die anhaltende Schwäche der US-Währung aktuell als den entscheidenden Faktor für die laufende Rally beim Goldpreis bezeichnen. Während der Dollar-Index (der sehr stark von Euro/Dollar-Kurs beeinflusst wird) gerade auf ein 3-Jahrestief gefallen ist, kletterte Gold auf den höchsten Stand seit Anfang September. Auf Sicht von gut einem Monat ist der Preis um 8 Prozent gestiegen.

Von Seiten der Commerzbank wird nun aber gewarnt, dass sich das Risiko einer Korrektur erhöht hat, weil die Netto-Long-Positionen der Spekulanten zuletzt massiv zugelegt haben. Hier könnte es demnach zu Gewinnmitnahmen kommen. Dazu passen auch die aktuellen Ergebnisse des Citi-Investmentbarometers, einer alle drei Monate zusammen mit dem Marktforschungsinstitut forsa durchgeführten Umfrage der Citigroup unter privaten und professionellen Marktteilnehmern. Hier hat sich der Anteil der Gold-Bullen im Vergleich zum Vorquartal nämlich glatt halbiert. Während Ende September 62 Prozent der Teilnehmer davon ausgingen, das sich Gold innerhalb der folgenden drei Monate verteuern wird (was tendenziell auch so kam), waren es zum Abschluss des Jahres 2017 nur noch 31 Prozent. Dafür rechnet ungefähr die Hälfte der Befragten bis Ende März nun mit einer Seitwärtsbewegung. Laut der Citigroup haben die Marktteilnehmer mit ihren Prognosen zwar nicht immer Recht. Von der Tendenz her liegen sie aber doch sehr oft richtig.

Der Blick auf die im Chart deutlich zu erkennenden Widerstände im Bereich zwischen 1350 und 1400 Dollar mahnt ebenfalls zur Vorsicht, dass nach dem starken Anstieg eine Verschnaufpause wahrscheinlicher geworden ist. Auf der anderen Seite war das Momentum der jüngsten Rally schon sehr eindrucksvoll, weshalb eine echte Trendwende nach unten zum jetzigen Zeitpunkt eher ungewöhnlich wäre. Kommt es also tatsächlich zu einer Konsolidierung mit tendenziell wenig veränderten Preisen? Anleger könnten von einem solchen Kursverlauf mit Hilfe von Inline-Optionsscheinen profitieren, wobei dann keine der beiden Barrieren bis zum Ende verletzt werden darf. Das macht sie Sache natürlich schwerer, weil es kurzfristig immer mal zu Fehlausbrüchen kommen kann. Die obere Barriere sollten risikofreudige Anleger daher wohl eher etwas oberhalb des o.a. Widerstandsbereich ansetzen. Wobei dadurch eben auch die Gewinnchancen sinken.

Ein bis Anfang April laufender Gold-Inliner mit Barrieren bei 1100 (unter dem Ende 2016 markierten Zwischentief) und 1450 Dollar kostet aktuell schon rund 9,50 Euro, so dass der maximal mögliche Ertrag auf nur noch gut 5 Prozent begrenzt ist (WKN: DM7Z5N; Höchstbetrag 10 Euro). Wird die obere Barriere hingegen auf 1400 Dollar abgesenkt, erhöht sich das Restpotenzial direkt auf über 30 Prozent (WKN: DM7Z5M). Wobei sich Anleger die Frage stellen müssen, wie viel Risiko sie für die erhöhte Gewinnchance eingehen wollen. Schließlich führt ein Barriere-Bruch automatisch zum vorzeitigen Aus und dem faktischen Totalverlust. Als Mittelweg könnte sich daher vielleicht ein Inliner mit Barrieren bei 1025 und 1425 Dollar anbieten, der aktuell für 8,80 Euro zu haben ist und damit im Erfolgsfall ein Kursplus von immerhin noch rund 14 Prozent ermöglicht (WKN: DM7Z6A). Außerdem müssen die Scheine ja nicht zwingend zu den aktuellen Kursen gekauft werden. Sollte Gold noch etwas weiter steigen, sind Abstauberlimits ggf. ein probates Mittel, um die Verdienstmöglichkeiten zu verbessern.

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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