DAX ®13.282,72+0,46%TecDAX ®3.049,40+0,31%Dow Jones28.135,38+0,01%NASDAQ 1008.487,71+0,25%
finanztreff.de

8 Themen, die am Donnerstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Hin und Her im Handelsstreit zwischen den USA und China scheint die Anleger allmählich zu zermürben. Hierzulande zeigen viele Aktienkurse vor Xetra-Start erneut negative Vorzeichen, der DAX +0,46% wurde zuletzt mit Minus 0,5 Prozent auf 13.091 Punkten taxiert. Der Start des Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,67% wird um 0,6 Prozent schwächer erwartet. - Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Handelsstreit USA vs. China

Nachdem die Börsen seit Anfang Oktober weltweit kräftig von der Hoffnung auf ein Teilabkommen zwischen China und den USA profitiert hatten, kamen mit dem Fortschreiten der Gespräche zuletzt immer wieder widersprüchliche Aussagen. Mal ist von Fortschritten die Rede, mal von neuen Problemen. Nun machten zunächst Meldungen die Runde, ein erstes Teilabkommen zwischen den beiden Großmächten werde möglicherweise nicht mehr in diesem Jahr erfolgen. Auf der anderen Seite war von optimistischen Äußerungen der chinesischen Führung über Fortschritte bei den Verhandlungen die Rede.

Vorgaben aus den USA

Angesichts der neu entbrannten Zollsorgen hatte das jüngste Notenbank-Protokoll der Fed am Vorabend trotz erneuter Signale für eine Zinspause in den USA die Anleger kaum bewegt.  Immer noch viele Mitglieder würden allerdings "hohe Abwärtsrisiken" für den wirtschaftlichen Ausblick sehen.

Der Dow Jones Industrial +0,01% fiel im Verlauf zunächst um knapp ein Prozent, konnte im späten Handel aber einiges wieder wettmachen. Letztlich verlor der Leitindex 0,4 Prozent auf 27.821 Punkte. Der marktbreite S&P 500 ±0,00% sank ebenfalls um 0,4 Prozent auf nun 3.108 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,25% büßte 0,7 Prozent auf 8.283 Punkte ein. An den drei vorherigen Handelstagen hatten die Leitindizes jeweils Bestmarken erzielt.

Der US-Kongress hatte sich demonstrativ hinter die Demokratiebewegung in Hongkong gestellt. Das Repräsentantenhaus billigte fast einstimmig zwei Gesetzesentwürfe zur Unterstützung der demokratischen Kräfte in der chinesischen Sonderverwaltungsregion, die am Vortag bereits der Senat beschlossen hatte. Mit Spannung wird jetzt erwartet, ob US-Präsident Donald Trump die Verordnungen unterzeichnen wird, damit sie in Kraft treten können. China hat für den Fall "Gegenmaßnahmen" angedroht.

Vorgaben aus Fernost

Die Ungewissheit in puncto Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Börsen Asiens am Donnerstag belastet. Hintergrund sind widersprüchliche Medienmeldungen. Auf der einen Seite hieß es, die Aussichten auf ein baldiges Teilabkommen zwischen den beiden Staaten schwinde. Auf der anderen Seite war von optimistischen Äußerungen der chinesischen Führung über Fortschritte bei den Verhandlungen die Rede.

In Japan fiel der Leitindex Nikkei 225 +2,55% um ein halbes Prozent auf 23.038 Punkte. In China sank der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen zuletzt um mehr als ein halbes Prozent. In Hongkong ging es für den Hang Seng um anderthalb Prozent nach unten. Hier verunsichern die fortgesetzten Proteste und Ausschreitungen die Investoren weiterhin zusätzlich.

Konjunkturdaten

Um 13.30 Uhr durchleuchten Investoren das Protokoll der letzten EZB-Sitzung auf Hinweise, wie die weitere Geldpolitik ausfallen könnte. In den USA laufen um 14.30 Uhr die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Philly Fed-Index über die Ticker. Frischen Schwung könnten um 16 Uhr auch die Frühindikatoren, das Verbrauchervertrauen sowie Daten zum US-Immobilienmarkt entfachen.

EU-Singapur-Handelsabkommen tritt in Kraft

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur tritt an diesem Donnerstag offiziell in Kraft. Mit dem Abkommen sollen innerhalb der kommenden Jahre fast alle Zölle zwischen den beiden Seiten wegfallen. Ein umstrittenerer zweiter Teil des Abkommens, in dem Investorenschutzregeln festgeschrieben werden sollen, tritt noch nicht in Kraft, da er zunächst noch in den EU-Staaten ratifiziert werden müsste.

Quartalszahlen

Unternehmensseitig stehen am deutschen Markt Thyssenkrupp +0,43% mit Jahreszahlen im Fokus. Der Geschäftsausblick des angeschlagenen Industriekonzerns und die Streichung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018/19 haben die Anleger am Donnerstag enttäuscht. Schlecht gelaufene Stahlgeschäfte, Verluste im Anlagenbau, Restrukturierungskosten sowie Rückstellungen für ein Kartellverfahren schlugen ins Kontor. Auf der Handelsplattform Tradegate büßten die Papiere vorbörslich knapp fünf Prozent ein im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag.

Endgültige Quartalszahlen legen zudem noch der ebenfalls im MDAX zu findende Ticketvermarkter CTS Eventim -0,37% vor sowie die im SDAX +0,96% notierten Jost Werke ±0,00%. Auch die Helaba stellt ihre Quartalszahlen vor.

Unternehmens-News

Dass der Forschungschef von Morphosys +0,23%, Markus Enzelberger, Ende Februar 2020 zurücktreten und das Unternehmen verlassen wird, belastete die Aktie des Antikörper-Spezialisten auf Tradegate mit fast vier Prozent.

Die Aktien von HeidelDruck -0,73% indes gewannen auf der Handelsplattform knapp 2 Prozent. Der Druckmaschinenhersteller, der sich stärker auf sein Kerngeschäft fokussieren will, verkaufte den Bereich Hi-Tech Coatings für Lacke in der Verpackungs-, Etiketten- und Druckindustrie. Zudem gab Heideldruck eine strategische Partnerschaft mit dem Käufer, der Innovative Chemical Products Group bekannt. HeidelDruck erwartet aus der Transaktion, bei einem Kaufpreis von 38,5 Millionen Euro, einen Einmalertrag von rund 20 Millionen Euro.

Ansonsten könnten im Handelsverlauf noch die Anteile von Jenoptik Aufmerksamkeit auf sich ziehen, denn der Technologiekonzern lädt zum Kapitalmarkttag.

Staatlicher Ausgleich für Negativzinsen?

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat die Niedrigzinspolitik der EZB scharf kritisiert und einen staatlichen Ausgleich für Negativzinsen gefordert. "Der Staat sollte nicht tatenlos zusehen, wie das Sparen immer weiter erschwert wird. Es braucht jetzt endlich einen großen Master-Plan, wie man die Sparer schützt und von Negativzinsen befreit", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag) nach der Ankündigung weiterer Banken, Negativzinsen zu erheben.

(Mit Material von dpa-AFX)

Schlagworte:
, , , , , , ,
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
Long  DC7NTV DAX ® WaveXXL L 12590 (DBK) 13,694
Short  XM3FRQ DAX ® WaveXXL S 14010 (DBK) 13,403
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 13.282,72 +0,46%
PKT +61,08
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
VOLKSWAGEN VZ 183,30 +2,07%
BAYER 71,01 +1,73%
SAP 124,16 +1,67%
INFINEON 21,05 +1,67%
DAIMLER 50,63 +1,42%
Flops
WIRECARD 104,45 -1,09%
HEID. CEMENT 67,54 -1,11%
VONOVIA 46,00 -1,79%
MTU AERO 247,30 -2,25%
Henkel VZ 90,92 -3,67%
Nachrichten

10:45
boerse.ARD.de
Geht die Party weiter? DAX ® 13.282,72 +0,46%
10:25 Können DAX und Co nach den Entscheidungen in Brexit und Handelsstreit nun durchstarten? DAX ® 13.282,72 +0,46%
09:53 Wochenausblick: Was den DAX noch am Durchstarten hindert DAX ® 13.282,72 +0,46%

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 51 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen