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8 Themen, die am Donnerstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Dax +1,41% dürfte am Donnerstag zu Handelsbeginn erneut keine großen Sprünge machen. Kurz vor Handelsbeginn steht der deutsche Leitindex auf Tradegate bei einem Plus von 0,06 Prozent auf 13.143 Punkte. Der EuroStoxx 50 +1,13% wird 0,1 Prozent höher gesehen.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend wie von Ökonomen erwartet den Leitzins nicht angetastet und eine anhaltende Zinspause signalisiert. Jetzt blicken die Anleger nach Frankfurt, wo die Währungswächter der Eurozone ihre Zinssitzung abhalten.

EZB-Entscheid im Fokus

Die EZB wird am frühen Nachmittag ihre Zinsentscheidung verkünden. Wie in den USA wird nicht mit einer Änderung des geldpolitischen Kurses gerechnet. Für Spannung ist dennoch gesorgt: Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird ihre erste Pressekonferenz nach einem Zinsentscheid abhalten. Da Kommunikation für Notenbanken überaus wichtig ist, werden Beobachter mit Argusaugen Lagardes Auftritt verfolgen.

Fed-Zinsentscheid

Die US-Notenbank Fed hat angesichts einer robusten Wirtschaft eine abwartende Geldpolitik in Aussicht gestellt. Wie von Ökonomen erwartet wurde der Leitzins nicht angetastet. Das Zielband für den Leitzins "Fed Funds Rate" bleibe in einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent, teilte die Fed am Mittwoch in Washington mit. Zuvor hatte die Notenbank in diesem Jahr den Leitzins drei Mal in Folge um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt.

Für die nähere Zukunft signalisierte die Fed unveränderte Zinsen. "Der Ausschuss ist der Ansicht, dass der derzeitige geldpolitische Kurs angemessen ist, um eine nachhaltige Expansion der Wirtschaftstätigkeit, starke Arbeitsmarktbedingungen und eine Inflation nahe dem Zwei-Prozent-Ziel zu unterstützen", heißt es in einem Kommentar zur Zinsentscheidung. Zudem deuten die Prognosen der Fed-Mitglieder für 2020 auf einen unveränderten Leitzins hin.

Der Euro nach dem Fed-Zinsentscheid

Der Euro hat am Donnerstag seine deutlichen Gewinne vom Mittwochabend gehalten. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1140 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend.

Profitiert hat der Euro zuletzt von einer breit angelegten Schwäche des US-Dollar. Marktteilnehmer nannten als Grund die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed vom Vorabend. Belastet habe den Dollar auch, dass der Fed-Vorsitzende Jerome Powell die Latte für eine künftige Zinsanhebung hoch gelegt habe.

Reaktion der Wall Street auf den Zinsentscheid

Die Aussicht auf eine weiterhin eher lockere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) hat die Wall Street am Mittwoch gestützt. Nach zwei eher verhaltenen Handelstagen schlossen die wichtigsten Aktienindizes moderat. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial -0,58% schloss 0,11 Prozent höher bei 27.911 Punkten.

Wahl in Großbritannien

Über dem Ärmelkanal findet an diesem Donnerstag mit der britischen Parlamentswahl das zweite große Ereignis für Aktienanleger statt. Neue Umfragen durch das Forschungsinstitut YouGov deuten auf einen geschmolzenen Vorsprung der konservativen Partei von Premier Boris Johnson hin. Um sein Brexit-Abkommen durchs Parlament zu bringen, braucht er aber eine stabile Mehrheit. Das Ergebnis wird offiziell aber erst am Freitag erwartet.

Doch die oppositionelle Labour-Partei hat in den vergangenen Tagen aufgeholt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu einem "hung parliament" kommt, einer Sitzverteilung, die keiner der beiden großen Parteien eine Regierungsbildung mit eigener Mehrheit ermöglicht. Dann wäre sogar eine Minderheitsregierung mit Labour-Chef Jeremy Corbyn als Premierminister denkbar. Corbyn will den Brexit noch einmal verschieben, um einen eigenen Austritt-Deal auszuhandeln.

Vorgaben aus Asien

Die Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag keine einheitliche Tendenz gefunden. Nach dem Zinsentscheid am Vorabend in den USA und dem nach wie vor ungelösten Handelsstreit zwischen den USA und China bleibt Zurückhaltung Trumpf. Nachdem es zuletzt Spekulationen über eine Verschiebung von für den 15. Dezember geplanten neuen Zöllen gab, berichteten Medien nun, dass sich US-Präsident Donald Trump mit seinen dafür verantwortlichen Beratern treffen will.

Für Analysten besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich die beiden Länder noch in letzter Minute zu einer Art Teilabkommen durchringen können, mit denen die Zölle vorerst ausgesetzt würden. "Dann ist mit einer Rally zu rechnen", zitierte der Nachrichtensender "CNBC" einen Experten.

In Japan schloss der Nikkei mit einem leichten Aufschlag von 0,14 Prozent bei 23.425 Punkten. In Hongkong ging es derweil für den Hang Seng +0,11% um 1,35 Prozent auf 27.006 Punkte bergauf. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien stand zum Handelsende dagegen mit 0,30 Prozent im Minus.

Bertrandt nach Zahlen: Gewinne sinken stärker als erwartet

Der Entwicklungsdienstleister für die Auto- und die Luftfahrtbranche Bertrandt -0,94% hat im vergangenen Geschäftsjahr wegen der Probleme bei den Autoherstellern und Zulieferern operativ weniger verdient. Das EBITist um 16,4 Prozent auf 60,3 Millionen Euro gefallen und damit stärker gesunken, als von den Experten erwartet wurde. Bertrandt selbst hatte im Sommer wegen der Schwäche der Autobranche die Ebit-Prognose auf 52,1 bis 80,3 Millionen Euro gesenkt.

Der Umsatz legte in den zwölf Monaten bis Ende September wie von Analysten erwartet leicht auf 1,06 Milliarden Euro zu. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Bertrandt mit einem Umsatzplus zwischen 20 und 50 Millionen Euro. Das Ebit soll zwischen 54 und 83,2 Millionen Euro liegen. Die von Bloomberg befragten Experten gehen im Geschäftsjahr 2019/20 bislang von einem Umsatz von 1,09 Milliarden Euro und einem Ebit von knapp 70 Millionen Euro aus.

Osram-CEO sieht Risiken durch AMS-Übernahme

Die Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram +0,37% durch den österreichischen Sensorhersteller AMS ist nach Ansicht von Osram-Chef Olaf Berlien mit Risiken verbunden: "Meine größte Sorge ist, dass die Integration nicht gelingt", sagte Berlien in einem Interview am Donnerstag.

Bei der Übernahme würden sehr unterschiedliche Firmenkulturen aufeinander treffen. "Hier ist das 113 Jahre alte Unternehmen Osram, ingenieurgetrieben und manchmal etwas langsam. Und da ist AMS mit einer Start-up-Mentalität", so Berlien weiter. Wenn der eine den anderen dominieren wolle, gehe das schief. Daher strebe man jetzt eine Fusion unter Gleichen an.

AMS sei stark im Handymarkt, Osram sei es bei Autolicht. Gemeinsam könnten nun neue Produkte entwickelt werden, zum Beispiel für das autonome Fahren, wo sich beide Technologien ergänzen würden. "So können wir einen europäischen Champion schaffen - und es gibt nicht mehr viele Technologieführer in Europa", ergänzte Berlien.



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Mit Material von dpaAFX.

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