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8 Themen, die am Donnerstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die zuletzt gute Stimmung an den Aktienmärkten wird getrübt. Vorsichtig stimmt Investoren aktuell die Ausbreitung der neuen Lungenerkrankung in China. Nach dem Rekordhoch in Deutschland gestern scheinen die Anleger nun erst einmal auf Nummer sicher zu gehen. Vor Start des Xetra-Handels wurde der DAX -3,21% bei 13.475 Punkte taxiert und damit etwa 0,3 Prozent unter seinem Vortagesschluss.

Zur Wochenmitte war der DAX bis auf eine neue Bestmarke von 13.640 Punkten nach oben geschnellt, hatte die Gewinne letztendlich aber nicht behaupten können und hatte im Minus geschlossen. - Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse haben.

CoronaVirus in China

Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffene Millionen-Metropole Wuhan praktisch abgeriegelt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sollten ab heute Flüge, Zügen, YangTse-Fähren und Fernbusse gestoppt werden. Bewohner Wuhans wurden aufgefordert, die zentralchinesische Stadt nicht mehr zu verlassen. Auch der Nahverkehr mit U-Bahnen und Bussen wurde demnach eingestellt. In Wuhan, wo das neuartige Coronavirus höchstwahrscheinlich auf einem Tiermarkt ausgebrochen war, leben rund elf Millionen Menschen.

Zudem wurden die Menschen dort aufgefordert, nur noch mit Schutzmasken in die Öffentlichkeit zu gehen. Wer in Hotels, Restaurants, Einkaufszentren oder Parks keine Maske trage, werde bestraft, berichtete die Zeitung China Daily. Wuhan ist von der Krankheit besonders schwer betroffen. Das Virus hat sich aber mittlerweile in großen Teilen Chinas und auch über die Landesgrenzen hinaus verbreitet.

Weil immer mehr Menschen mit Grippe-Symptomen auf das neue Virus getestet werden, nimmt die Zahl der bestätigten Fälle weiter zu. Bis Donnerstag wurde das Virus bei 571 Menschen nachgewiesen, wie die chinesische Gesundheitsbehörde berichtete. Darunter sind demnach 95 schwere Fälle, die alle in der Provinz Hubei mit der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan liegen.

Vorgaben aus den USA

Die US-Börsen sind am Mittwoch zunächst erneut auf Höchststände gestiegen, haben die Gewinne am Ende aber nicht halten können. Der Dow Jones Industrial -4,42% verlor zur Schlussglocke minimal auf 29.186 Punkte. Er verpasste ein Rekordhoch, nicht zuletzt wegen der neuerlichen Kursverluste des Index-Schwergewichts Boeing -5,06%. Als Bremse erwies sich ferner der schwache Energiesektor nach einem starken Rückgang der Ölpreise.

Handel in Fernost

Asiens Aktienmärkte sind von einer neuen Angst vor dem Coronavirus zum Teil tief ins Minus gezogen worden. Japans Nikkei 225 notiert zu Handelsschluss einen Prozent schwächer. Bei Hongkongs Hang Seng liegt der Verlust zur Stunde bei 1,95 Prozent, und beim chinesischen CSI 300 bei über drei Prozent.

Konjunkturdaten

Die japanische Wirtschaft kämpft weiter mit sinkenden Exporten. Im Dezember verlangsamte sich zwar das Tempo des Rückgangs wie schon im November erneut etwas - mit einem Minus von 6,3 Prozent zum Vorjahr fiel dieser aber höher aus, als von Experten erwartet. Vor allem die Ausfuhren der für das Land wichtigen Autobranche waren erneut schwach, wie das Finanzministerium mitteilte. Mit dem Minus im Dezember gingen die Exporte bereits das 13. Mal in Folge zurück. Trotzdem gab es positive Signale. So konnten die Exporte der Halbleiter-Unternehmen zulegen und auch die Ausfuhren nach China zogen zum ersten Mal seit vielen Monaten an.

Um 14.30 Uhr schauen Investoren auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Um 16 Uhr folgt das US-Verbrauchervertrauen, gegen 16.30 Uhr der wöchentliche Ölbericht des Energieministeriums.

Zinssitzung der EZB

Einen Blick wert ist derweil auch die erste Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im neuen Jahr, deren Ergebnisse am frühen Nachmittag veröffentlicht werden. Spannend wird die Pressekonferenz ab 14.30 Uhr. Die EZB dürfte ihre zuletzt abwartende Haltung bestätigen. Neue geldpolitische Entscheidungen werden zwar nicht erwartet, da die zuletzt veröffentlichten Konjunktur- und Inflationsdaten die Erwartungen der Notenbank bestätigt haben sollten. Die EZB wird jedoch auf dieser Sitzung mit der Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie beginnen.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten rückt unter anderem die Lufthansa -1,87% in den Fokus. Die Fluggesellschaft denkt Insidern zufolge nach dem Verkauf ihrer Catering-Sparte über einen Börsengang ihres Wartungsgeschäfts nach. Eine Abspaltung der Sparte Lufthansa Technik solle den Börsenwert des Konzerns nach oben treiben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Prüfung sei noch in einem frühen Stadium, und es gebe noch keine Entscheidung. Ein Lufthansa-Sprecher wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. Auf Tradegate zogen die Papiere um mehr als drei Prozent an.

Bei Hochtief -3,99% drückt die Neubewertung einer indirekten Beteiligung in Nahost das Jahresergebnis. Die australische Konzerntochter Cimic -5,44% des Baukonzerns will ihre Minderheitsbeteiligung Bic Contracting verkaufen. In dem Zuge hatte Cimic seine Finanzposition neu bewertet. Die niedrigere Einschätzung der Vermögenswerte wird das Cimic-Ergebnis des abgelaufenen Jahres belasten. Die Cimic-Aktien knickten in Sydney um rund 20 Prozent ein und die Anteilscheine von Hochtief notierten auf Tradegate mehr als fünf Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. 

Die Aktien des Autozulieferers Continental -1,87% litten auf Tradegate mit einem Minus von knapp ein Prozent unter einem negativen Analystenkommentar. Die US-Bank Citigroup hatte ihre Kaufempfehlung für die Anteilsscheine gestrichen.

Der Fotodienstleister Cewe -2,92% verlagert einen Teil seines Druckgeschäfts von Berlin nach Dresden. Trotz der bereits eingebuchten Kosten für die Verlagerung liege der operative Gewinn im abgelaufenen Jahr aber voraussichtlich am oberen Ende der Zielspanne, hieß es. Die Cewe-Papiere büßten auf Tradegate rund zwei Prozent ein.

Merkel redet in Davos

Am dritten Tag des Treffens des Weltwirtschaftsforums kommt Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag nach Davos. Erwartet wird, dass Merkel den Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt ihrer Rede (14.15 Uhr) stellen wird. Gespannt sind die Spitzenpolitiker und Wirtschaftsbosse im Saal aber auch, ob sich die CDU-Politikerin zu den Drohungen von US-Präsident Donald Trump äußern wird, Strafzölle auf EU-Autoimporte in die USA zu erheben.

Britisches Parlament ratifiziert Brexit-Abkommen

Das britische Parlament hat das Ratifizierungsgesetz für das Brexit-Abkommen verabschiedet. Nach dem Unterhaus passierte der Gesetzesentwurf am Mittwoch auch das Oberhaus. Mehrere Änderungen, die von den Lords an dem Gesetzentwurf vorgenommen wurden, hatten die Abgeordneten im Unterhaus zuvor wieder rückgängig gemacht. Die Lords gaben schließlich nach. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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