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8 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

 Positive Signale im Handelsstreit zwischen den China und den Vereinigten Staaten machen am Freitag einen neuen Angriff auf das Jahreshoch im DAX -0,27% möglich: Vor Xetra-Handelsstart wurde der Leitindex 0,6 Prozent höher taxiert auf 13.259 Punkten. Am vergangenen Dienstag hatte er mit 13.308 Punkten einen Höchststand seit Januar 2018 erreicht. Damit war er alleine seit dem Zwischentief Anfang Oktober um 12 Prozent nach oben gesprintet. 

Die Devisen-Experten der Commerzbank verwiesen auf Aussagen von Larry Kudlow, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, dass das Teilabkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China nur noch 'wenige Federstriche' benötige. "Das war genau das, was nötig war, um die gedrückte Marktstimmung der letzten Tage aufzuhellen", schrieben sie. Allerdings entspreche dies ziemlich genau der Rhetorik von Finanzminister Steven Mnuchin. Dieser habe ein Abkommen zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften schon vor Monaten als "zu 99 Prozent" fertig bezeichnet. - Was heute noch Einfluss auf die Kurse nehmen dürfte.

Vorgaben aus den USA

Die jüngsten Rekorde vor Augen haben es die Anleger an den US-Börsen am Donnerstag gemächlich angehen lassen. Am Ende trat der Dow Jones Industrial -0,10% mit 27.782 Punkten so gut wie auf der Stelle. Er verlor dabei gerade einmal 0,01 Prozent. Ein Kursrutsch beim Netzwerkausrüster Cisco +0,11% galt dabei als schwere Bürde für den New Yorker Leitindex. Am Vortag hatte er erstmals in seiner Geschichte zeitweise die Marke von 27.800 Punkten überwunden. Der marktbreite S&P 500 +0,13% dagegen schaffte es mit 0,08 Prozent über die Gewinnschwelle. Er schloss bei 3.096 Punkten, konnte damit aber nicht erneut ein Rekordhoch erreichen. Gleiches galt für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 -0,10%, der letztlich kaum verändert auf 8.257 Zähler in den Feierabend ging.

Vorgaben aus Fernost

Die meisten wichtigen asiatischen Aktienmärkte haben dank der positiven Signale im US-chineischen Handelskonflikt am Freitag überwiegend Gewinne verbucht. Lediglich die Börsen auf dem chinesischen Festland verzeichneten negative Vorzeichen. Dort belastete die schwächelnde einheimische Konjunktur. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen schloss mit einem Verlust von 0,7 Prozent bei 3.877 Punkten. Für die abgelaufene Woche steht damit beim CSI ein Minus von rund 2,4 Prozent zu Buche.

In Tokio endete der Leitindex Nikkei 225 -0,09% am Freitag 0,7 Prozent höher bei 23.303 Punkten. Damit reduzierte sich der Wochenverlauf auf rund 0,4 Prozent. Der Hang-Seng-Index -0,09% in Hongkong gewann am Freitag zuletzt 0,1 Prozent auf 26.360 Punkte. Trotz des versöhnlichen Wochenschlusses läuft es für den Leitindex in der abgelaufenen Woche auf einen Kursrückgang von knapp fünf Prozent hinaus. Die eskalierten Demonstrationen in Hongkong hatten den dortigen Aktienmarkt massiv belastet.

Konjunkturdaten

Die Verbraucherpreise der Eurozone sowie die Handelsbilanz folgen um 11 Uhr. Am Nachmittag schauen Investoren auf die US-Einzelhandelsumsätze, die Import- und Exportpreise und den Empire State Index (14.30 Uhr). Anschließend folgen um 15.15 Daten zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung im Oktober.

Quartalszahlen

Unternehmensseitig wird am Freitag deutlich ruhiger zugehen als in den vergangenen Tagen. Die Berichtssaison nähert sich ihrem Ende. Nur noch vereinzelt werden Quartalszahlen - fast ausschließlich aus der zweiten und dritten Börsenreihe vorgelegt. An diesem Morgen informierten LEG und Stabilus über ihre vergangenen drei Monate und was sie bis Jahresschluss und auch im kommenden Jahr erwarten.

So wurde LEG Immobilien +0,90% wegen vorzeitiger Refinanzierungen und seiner jüngsten Wohnungskäufe zuversichtlicher für 2020. Dann soll der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO1) jetzt auf 370 Millionen bis 380 Millionen Euro steigen, wie das im MDAX -0,37% notierte Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Zuvor hatte LEG eine Spanne von 356 bis 364 Millionen Euro auf dem Zettel. Wie bisher geplant soll der operative Gewinn 2019 auf 338 bis 344 Millionen Euro zulegen. Auf der Handelsplattform Tradegate legte die Aktie im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss um gut ein Prozent zu.

Für das Papier des Autozulieferers Stabilus -2,03% ging es nach vorgelegten Zahlen auf Tradegate um rund drei Prozent hoch. Ein Händler sprach von soliden Zahlen und leicht positiven Aussagen zu 2020. Allerdings erwarteten sich Analysten im Verlauf der an diesem Tag ebenfalls anstehenden Telefonkonferenz noch etwas mehr Klarheit rund um die Ziele für das kommende Jahr.

VW-Aufsichtsrat beschließt Investitionen bis 2024 - Neuer Audi-Chef?

Der Aufsichtsrat von Volkswagen -0,11% will heute die geplanten Investitionen des weltgrößten Autoherstellers über die nächsten fünf Jahre beschließen. Am Vormittag beraten die Mitglieder des Kontrollgremiums über das entsprechende Vorstandskonzept. Danach (ab 14.30 Uhr) wollen der Vorsitzende Hans Dieter Pötsch sowie Betriebsratschef Bernd Osterloh und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) als Mitaufseher zusammen mit Konzernchef Herbert Diess Einzelheiten in einer Pressekonferenz erläutern. Thema der Sitzung zuvor dürfte auch die Führung der VW-Tochter Audi -0,25% sein.

Analystenstimmen

In den Blick könnte noch eine Abstufung der HSBC rücken. Die britische Investmentbank senkte ihr Anlageurteil für die Aktie der Norma Group -3,12% nach der Erholungsrally von "Buy" auf "Hold", beließ das Kursziel aber zugleich unverändert auf 41 Euro. Analyst Jörg-Andre Finke verwies auf spürbaren Gegenwind für das Wachstum des Verbindungstechnikspezialisten und Autozulieferer durch die maue Konjunktur der Autobranche.

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Wacker Chemie +0,37% von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 72 auf 56 Euro gesenkt. Analyst Martin Jungfleisch rechnet in einer am Freitag vorliegenden Studie mit sinkender Profitabilität im Silicongeschäft. Er kappte entsprechend seine Schätzungen und hält die Papiere des Spezialchemiekonzerns für unattraktiv bewertet.

Die Commerzbank hat die Aktien des Maschinenbauers Aumann -2,72% von "Reduce" auf "Buy" hochgestuft. Die Aumann-Aktie legt daraufhin vorbörslich über zwei Prozent zu.

Reform der Unternehmenssteuern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier macht sich weiter für eine Reform der Unternehmenssteuern stark. Der CDU-Politiker legte dafür aus bereits bekannten Vorschlägen vier Kernelemente vor, damit Deutschland angesichts von Steuersenkungen in anderen Ländern wie den USA als Wirtschaftsstandort attraktiv bleibe.

Bundeshaushalt 2020: Mehr Geld für Arbeit und Soziales

Die große Koalition will im kommenden Jahr deutlich mehr Geld für Arbeit und Soziales, Klimaschutz und Familien ausgeben. Der Bundeshaushalt für 2020 sieht Ausgaben von rund 362 Milliarden Euro vor - fast sechs Milliarden Euro mehr als in diesem Jahr. Zum siebten Mal in Folge sollen keine neuen Schulden gemacht werden. Das ergaben die abschließenden Beratungen des Haushaltsausschusses am frühen Freitagmorgen in Berlin. Der Bundestag will den Haushaltsentwurf nun in der Woche vom 25. bis 29. November verabschieden. (Mit Material von dpa-AFX)

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 13.070,72 -0,27%
PKT -34,89
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
FMC 66,00 +1,44%
VONOVIA 46,93 +0,79%
FRESENIUS 49,80 +0,48%
RWE ST 26,10 +0,42%
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