DAX ®13.579,33-0,62%TecDAX ®3.237,15-0,83%Dow Jones28.992,41-0,78%NASDAQ 1009.446,69-1,88%
finanztreff.de

8 Themen, die am Freitag für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach recht starken Schwankungen am Vortag winkt dem deutschen Aktienmarkt am Freitag ein freundlicher Handelsstart. Bereits mit wenig Bewegung könnte der DAX -0,62% sogar ein neues Rekordhoch erreichen. Vor Xetra-Handelsstart wurde der deutsche Leitindex 0,1 Prozent höher taxiert bei 13.756 Punkten - sehr nahe dem bisherigen Verlaufs-Höchststand vom Mittwoch.

Kurzfristige Rückschläge an den Börsen würden aktuell schnell wieder für Käufe genutzt, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Und auch Martin Utschneider, technischer Analyst bei der Privatbank Donner & Reuschel, sieht gute Chancen für eine Fortsetzung der aktuellen Dynamik im DAX. Eine gewisse "Kaufpanik" könne allerdings auch schnell ins Gegenteil umschlagen, weshalb sich ein aktives Risikomanagement empfehle.

Coronavirus

Nach der neuen Zählweise der Virusfälle in China ist die Zahl der bestätigten Ansteckungen erneut stark gestiegen. Allein in der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina kamen innerhalb eines Tages fast 5.000 nachgewiesene Infektionen hinzu, wie die Gesundheitskommission der Provinz laut Staatsfernsehen berichtete. Damit steigt die Zahl weltweit auf 64.437. Allein in Hubei starben in den vergangenen 24 Stunden 116 Patienten an der Krankheit.

Der sprunghafte Anstieg der Covid-19-Fälle in China am Donnerstag bedeutet nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht, dass sich plötzlich viel mehr Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Vielmehr bezögen sich mehr als 13.000 neu gemeldeten Fälle auf Patienten aus den vergangenen Wochen, sagte der Nothilfedirektor der WHO, Michael Ryan. Bei diesen Patienten sei das Virus nicht mit Labortests nachgewiesen worden, sie hatten sich aber nach Überzeugung der Ärzte mit dem neuen Coronavirus infiziert.

So seien bei ihnen Lungenentzündung, Fieber, Atemprobleme und andere typische Covid-19-Symptome festgestellt worden. Die Fälle wurden laut WHO jetzt in der besonders betroffenen Provinz Hubei - und nur dort - in die Statistik aufgenommen. (Hier eine aktuelle Zusammenfassung rund um das Coronavirus.)

Vorgaben aus den USA

Der drastische Anstieg der Coronavirus-Fälle in China hat die Wall Street am Donnertag zunächst leicht belastet. Im Handelsverlauf jedoch hatten der marktbreite S&P-500-Index ±0,00% und die wichtigsten Börsenbarometer aus der Technologie-Branche moderat ins Plus gedreht und jeweils Rekordhochs erreicht. In den vergangen Tagen hatten viele Experten die Sorglosigkeit viele Anleger mit Blick auf die Viruskrise moniert. Immer mehr Unternehmen sprechen im Zuge der laufenden Berichtssaison von noch nicht absehbaren Folgen.

Der S&P 500 schloss 0,2 Prozent tiefer bei 3.374 Punkten. Der Dow Jones Industrial -0,78% verlor 0,4 Prozent auf 29.423 Punkte. Der US-Leitindex hatte am Vortag mit 29.568 Punkten eine Bestmarke erreicht.

Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag keine einheitliche Tendenz gefunden. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörse legte zuletzt um 0,6 Prozent zu. Der Hang Seng -1,06% in Hongkong gewann 0,4 Prozent. In Tokio sank Japans Nikkei 225 hingegen zum Handelsschluss um 0,6 Prozent auf 23.687Punkte. Für Unsicherheit sorgt weiter das Coronavirus.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten im DAX stehen die Aktien von Wirecard -1,18% nach Geschäftszahlen im Fokus. Vorbörslich zeigten sich die Papiere des Zahlungsabwicklers stabil. Im Fokus stehe momentan die Sonderprüfung der Bücher durch die Experten von KPMG, um Vorwürfe rund um Bilanzierungsunregelmäßigkeiten auszuräumen, sagte ein Börsianer. Dazu habe es aber nichts Neues gegeben. Mit Blick auf die Zahlen monierte ein Händler in einer ersten Reaktion die insgesamt leicht enttäuschende Profitabilität.

Unter anderem legen heute auch noch folgende Unternehmen Geschäftszahlen vor: AstraZeneca, EdF, Eni, Renault, Royal Bank of Scotland, Schindler und Syngenta.

Stühlerücken im SDAX

Bevor am späteren Vormittag der Autobauer VW -2,50% seine Pkw-Auslieferungszahlen für den Monat Januar veröffentlicht, dürften zudem noch Umstufungen und eine Änderung im SDAX -0,76% Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

So muss TLG Immobilien -0,67% infolge der Übernahme durch den Konkurrenten Aroundtown +0,41% den Index der kleineren Werte unterhalb des MDAX nach Handelsschluss am kommenden Montag verlassen. Ab Dienstag, 18. Februar, gibt dann LPKF Laser & Electronics +12,56% sein Stelldichein im SDAX. Die Aktie legte auf Tradegate zuletzt um 1,5 Prozent zu.

Unternehmens-News

Metro -0,82% stehen an diesem Freitag nicht nur wegen der Hauptversammlung im Blick, denn das Analysehaus Bernstein hob die Aktie des Handelsunternehmens von "Underperform" auf "Market-Perform".

Die Privatbank Berenberg sprach für die Fielmann -0,49%-Aktie dagegen eine Verkaufsempfehlung aus, was dem Papier auf Tradegate vorbörslich ein Minus von rund zwei Prozent einbrockte. Im Optik-Einzelhandel sei Fielmann lange als unübertroffen gesehen worden, doch die Branche sei inzwischen großen Veränderungen unterworfen, schrieb Analyst Graham Renwick. Die neue Wachstumsstrategie der Optikerkette gehe mit Risiken einher, die Margen stünden zugleich weiter unter Druck und hohe Investitionen belasteten den Barmittelfluss, begründete er seinen Schritt. Dabei verwies er zugleich auf den kräftigen Kursanstieg der Aktie, was nicht zu den Risiken passe und diese nicht widerspiegele.

Die Commerzbank stufte zudem RIB Software -1,31% angesichts des Übernahmeangebots von Schneider Electric -1,94% von "Buy" auf "Hold" ab.

Konjunkturdaten

Am Morgen wurden bereits die BIP-Daten aus Deutschland veröffentlicht. Der deutschen Wirtschaft ist zum Jahresende 2019 die Puste ausgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Analysten hatten im Mittel trotz der Krise in der deutschen Industrie mit einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Monate Oktober bis Dezember um 0,1 Prozent gerechnet. Gegen 11 Uhr gibt es die Zahlen aus der Euro-Zone.

In den USA stehen um 14.30 Uhr die Im- und Exportpreise sowie die Einzelhandelsumsätze an. Um 15.15 Uhr rücken die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung in den Fokus. Das Uni Michigan Verbrauchervertrauen sowie die Lagerbestände folgen um 16 Uhr.

Verlängerung der Mietpreisbremse

Der Bundestag will heute Vormittag die Verlängerung und Verschärfung der Mietpreisbremse beschließen. Die große Koalition möchte diese bis zum Jahr 2025 verlängern, um dadurch den Anstieg der Wohnungsmieten in begehrten Innenstadtlagen zu dämpfen. Vermieter dürfen dort demnach in der Regel maximal zehn Prozent mehr verlangen als die ortsübliche Vergleichsmiete. Anders als bisher sollen Mieter künftig auch zu viel gezahlte Miete rückwirkend für bis zu zweieinhalb Jahre zurückverlangen dürfen.

Bei der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag hatte die Opposition den Gesetzentwurf ausnahmslos abgelehnt. Während die vorgesehenen Maßnahmen nach Ansicht von Linken und Grünen noch nicht weit genug gehen, warnte die FDP davor, Investoren zu verschrecken und damit dringend benötigten Wohnungsneubau zu verhindern.

Die im April 2015 beschlossene Mietpreisbremse war auf fünf Jahre befristet und würde in wenigen Wochen auslaufen. Sie soll nun bis maximal Ende 2025 wirksam sein. (Mit Material von dpa-AFX)


Schlagworte:
, , , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 13.579,33 -0,62%
PKT -84,67
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
ALLIANZ 230,70 +1,18%
RWE ST 34,44 +1,15%
E.ON 11,37 +1,12%
MERCK 124,05 +1,06%
VONOVIA 53,66 +0,56%
Flops
FMC 75,68 -2,45%
DAIMLER 42,60 -2,63%
INFINEON 21,10 -2,88%
COVESTRO AG O.N. 39,96 -2,96%
DT. BANK 9,52 -3,47%
Nachrichten
21.02. NACHBÖRSE/XDAX -0,1% auf 13.565 Pkt - Sixt Leasing gesucht DAIMLER 42,54 -3,21%

21.02.
boerse.ARD.de
Konjunktursorgen ziehen Börsen nach unten DAX ® 13.579,33 -0,62%
21.02. LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte DAX ® 13.579,33 -0,62%

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 9 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen