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8 Themen, die am Mittwoch für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem kleinen Rücksetzer vom Vortag dürften Deutschlands Indizes am Mittwoch stabil in den Xetra-Handel starten. Der DAX -1,01% signalisierte vor Handelsstart ein Plus von 0,2 Prozent auf 11.671 Punkte. Nach der jüngsten Erholung von seinem Sechsmonats-Verlaufstief bei 11.266 Punkten hatte der Leitindex die 200-Tage-Linie (bei 11.650 Punkten) zumindest zeitweise wieder zurück erobert.

Angesichts der Bedeutung der geldpolitischen Lockerungen der US-Notenbank dürfte insbesondere die Veröffentlichung des Protokolls ihrer jüngsten Sitzung am Abend im Fokus stehen. Möglicherweise fänden sich hier neue Hinweise auf das Ausmaß der Maßnahmen, heißt es in einem Marktkommentar der Helaba. Dass die bereits ambitionierten Markterwartungen an Zinssenkungen noch verstärkt würden, sei eher unwahrscheinlich. Die Helaba-Experten erinnern zudem an die Rede des Fed-Chefs Jerome Powell auf der Notenbanktagung in Jackson Hole zum Wochenschluss. - Folgende acht großen Themen könnten heute Einfluss auf das Geld der Anleger nehmen.

Vorgaben aus den USA

An der Wall Street hat die jüngste Erholung einen Dämpfer erhalten. Die wichtigsten Aktienindizes der USA gerieten am Dienstag wieder unter Druck. In den vergangenen drei Handelstagen hatte die US-Börse noch einen Teil ihrer zuvor wegen Konjunktursorgen erlittenen Kursverluste wieder aufgeholt. Der Dow Jones Industrial +0,10% verlor am Dienstag 0,7 Prozent auf 25.962 Punkte.

Vorgaben aus Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag überwiegend geschwächelt. Schwache Vorgaben aus den USA und die anstehende Veröffentlichung des jüngsten Protokolls der US-Notenbank am Abend prägten das Geschehen. Auch im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es keine entscheidenden Fortschritte. Die Kursausschläge hielten sich aber weiter in engen Grenzen. An Chinas Festlandbörse büßte der CSI 300 zuletzt nur minimal ein. In Hongkong zeigte sich der Hang Seng ebenfalls nur wenig verändert. In Tokio ist der Nikkei 225 mit einem Abschlag von 0,3 Prozent bei 20.618 Punkten in den Feierabend gegangen.

Regierungskrise in Italien

Im Auge behalten müssen die Anleger auch Italiens Regierungskrise. Nach dem Ende der populistischen Regierungskoalition in Italien muss nun der Staatspräsident einen Ausweg finden. Der Rücktritt des Ministerpräsidenten Giuseppe Conte könne "die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in Unruhe versetzen", sagte Analyst David Madden von CMC Markets.

Quartalszahlen

Ein paar Nachzügler legen noch ihre Quartals- bzw. Halbjahres-Bilanzen vor. Nach dem Zwischenbericht zum ersten Halbjahr sind die schwer angeschlagenen Papiere von Voltabox -0,65% am Mittwoch vorbörslich deutlich nach oben geschossen. Zeitweise kletterten die Aktien des Spezialisten für Batteriesysteme um gut 14 Prozent auf 6,78 Euro. Nachdem Voltabox erst Mitte August mit einer Gewinnwarnung für 2019 geschockt hatte, signalisierte man den Anlegern nun für 2020 eine "nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone".

Aus dem Ausland melden sich noch Analog Devices, Ferratum Oyj, Geely Automobile, Kudelski, Raiffeisen, die Six Group und Target mit ihren Quartalsberichten.

Unternehmens-News

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate stiegen die Aktien von Gea Group um 3,3 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag. Nach sieben Gewinnwarnungen des Anlagenherstellers in drei Jahren sieht Goldman Sachs nun Licht am Ende des Tunnels und stufte die Papiere auf "Kaufen" hoch.

Eine Hochstufung der Leoni -8,73%-Aktien auf "Kaufen" durch die Bank HSBC ließ den Kurs des Autozulieferers um über fünf Prozent zulegen.

Auch die Aktien von Tele Columbus -2,38% haben im vorbörslichen Handel kräftig zugelegt. Auf Tradegate zog der Kurs um knapp sechs Prozent auf 2,02 Euro an. Nach einem Kurseinbruch von Anfang Dezember 2018 bis Ende Mai hatten sich die Papiere zuletzt an der Marke von 2 Euro stabilisiert. Der Kabelnetz- und Telekomanbieter dürfte mit den Ergebnissen bei den Anlegern hinsichtlich des Wachstums aus eigener Kraft für Zuversicht gesorgt haben, schrieb ein Analyst von Goldman Sachs.

Die angeschlagene Restaurant-Kette Vapiano -1,96% hält ab 11 Uhr in Köln ihre Hauptversammlung ab. Vapiano muss mit viel Kritik von ihren Anteilseignern rechnen. Der Aktienkurs ist seit dem Börsengang vor zwei Jahren auf Talfahrt - wer damals zum Ausgabepreis zugegriffen hat, hat mehr als 80 Prozent des Wertes verloren. Die hoch verschuldete Firma steckt tief in den roten Zahlen, erst nach zähem Ringen konnte sie sich im Juni einen dringend notwendigen Kredit von 30 Millionen Euro sichern. Grund für die schlechte Lage ist eine missratene Expansion, bei der viele neue Restaurants zu Verlustbringern wurden.

Konjunkturdaten

Einige US-Konjunkturdaten könnten ab dem Nachmittag in den Mittelpunkt rücken. Um 16 Uhr laufen die Verkäufe bestehender Häuser über die Ticker, um 16.30 Uhr folgt der Ölbericht. Angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten werden sich Anleger auch das Fed-Sitzungsprotokoll um 20 Uhr genau durchlesen. "Da die Zinssenkung bei der letzten Sitzung nicht einstimmig beschlossen wurde, dürfte dem Protokoll diesmal noch mehr Aufmerksamkeit zuteil werden", merkte Analyst Thomas Altmann von QC Partners an.

Teil-Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Die Bundesregierung will heute die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für die meisten Bundesbürger beschließen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Abgabe für 90 Prozent der bisherigen Zahler streichen, weitere 6,5 Prozent sollen den Soli von 2021 an nur noch teilweise zahlen - je höher das Einkommen, desto mehr.

Brexit-Verhandlungen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt heute um 18 Uhr den neuen britischen Premierminister Boris Johnson zum Antrittsbesuch. Das Treffen findet vor dem Hintergrund der festgefahrenen Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU statt. Die deutsche Industrie hat sich derweil gegen Nachverhandlungen des Austrittsabkommens ausgesprochen. "Die Forderung des britischen Premierministers, das Austrittsabkommen nochmal aufzuschnüren, ist unverantwortlich", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Joachim Lang, der Deutschen Presse-Agentur. Brüssel und London müssten die Weichen richtig stellen, um den drohenden harten Brexit abzuwenden. "Das Austrittsabkommen ist für die deutsche Wirtschaft von riesengroßer Bedeutung."

Mit Material von dpa-AFX

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