DAX ®13.070,72-0,27%TecDAX ®3.028,04-0,82%Dow Jones27.868,35-0,15%NASDAQ 1008.345,91-0,20%
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8 Themen, die am Montag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Weiter hoffnungsvolle Zeichen im US-chinesischen Handelsstreit und gute Vorgaben von den Überseebörsen dürften den deutschen Aktienmarkt am Montag zunächst stützen. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -0,27% lediglich 0,1 Prozent im Minus taxiert bei 13.331 Punkten.

Am Freitag hatte das Barometer im späten Handel nochmal zugelegt und die sechste Gewinnwoche in Folge verbucht, wenngleich die jüngste Rally zuletzt etwas an Kraft eingebüßt hat. Im Wochenverlauf könnte der DAX weiter an Kraft verlieren, da auch viele technische Indikatoren eine nahende Verschnaufpause andeuten. - Folgende Themen dürften am Montag Einfluss auf die Aktienkurse nehmen.

Handelsstreit USA vs. China

Im Handelskonflikt ließ die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Wochenende verlauten, dass die Verhandlungsführer miteinander telefoniert haben. Dabei soll es um die Kernanliegen beider Seiten für ein Teilabkommen gegangen sein. Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners schränkte hierzu jedoch ein: "Wenn die Beteiligten nach der Telefonschalte als einziges Ergebnis berichten, dass sie in engem Kontakt bleiben wollen, stimmt mich das sehr skeptisch. Für die Anleger bleibt es hier beim Wechselbad der Gefühle." 

Vorgaben aus den USA

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Vortag hat neue Hoffnung im Handelsstreit mit China bereits am Freitag die Rekordrallye an den US-Börsen wieder aufleben lassen. Als Treiber für neue Bestmarken bei den bedeutenden New Yorker Indizes nannten Börsianer Aussagen des US-Wirtschaftsberaters Larry Kudlow. Dieser sieht ein erstes Abkommen zwischen den USA und China in Reichweite. Der Dow Jones Industrial -0,15% nahm zunächst die Marke von 27.900 Punkten und schaukelte sich dann immer weiter hoch. In den Schlussminuten fiel mit 28.000 Punkten sogar noch die nächste Tausenderschwelle.

Am Ende rückte der Leitindex der Wall Street um 0,8 Prozent auf 28.004 Punkte vor, womit er sein Wochenplus noch auf mehr als ein Prozent steigerte. Auch der S&P 500 +0,02% und der Nasdaq 100 -0,20% schraubten ihre Rekorde weiter nach oben: Der marktbreite S&P rückte am Ende um 0,8 Prozent auf 3.120 Zähler vor. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,7 Prozent auf 8.315 Punkte.

Vorgaben aus Fernost

In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte vor allem wegen der Hoffnung auf Fortschritte im Handelskonflikt zwischen China und den USA zum Wochenauftakt ebenfalls zugelegt. In Japan legte der Leitindex Nikkei 225 -0,09% ein halbes Prozent zu.

Auch in China ging es nach oben - hier lag der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen zuletzt 0,9 Prozent im Plus. Vergangene Woche hatten sowohl der CSI 300 also auch der Nikkei etwas nachgegeben. In Hongkong, wo der Aktiemnmarkt wegen der weiteren Eskalation der Proteste in der vergangenen Woche deutlich an Boden verloren hat, ging es um ein Prozent nach oben.

Die chinesische Notenbank hat erneut mit einer begrenzten Zinssenkung die Wirtschaft des Landes gestützt. Der Zinssatz für ein Repogeschäft mit einer Laufzeit von sieben Tagen, mit dem die Geschäftsbanken des Landes mit Zentralbankgeld versorgt werden, sei um 0,05 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent gesenkt worden, teile die People's Bank of China am frühen Montagmorgen mit. Es ist das erste Mal seit 2015, dass der Zinssatz für die siebentägigen Repogeschäfte gesenkt wurde.

Thomas Altmann sagte mit Blick auf die minimale Zinssenkung der chinesischen Notenbank: "Die konjunkturelle Situation in China ist so schlecht wie lange nicht."

Konjunkturdaten

Die Deutsche Bundesbank legt heute um 12 Uhr ihren Monatsbericht für November vor. Um 16 Uhr wird dann in den USA noch der NAHB-Index veröffentlicht, der die Geschäftserwartungen von Bauunternehmen widerspiegelt, die auf Einfamilienhäuser spezialisiert sind.

EU-Haushaltsverhandlungen gehen in die entscheidende Runde

Im Streit über den milliardenschweren EU-Haushalt für 2020 ringen die EU-Staaten und das Europaparlament heute ab 15 Uhr abermals um einen Kompromiss. Die Zeit drängt: Die Frist für das Vermittlungsverfahren läuft nur noch bis Mitternacht. Gelingt bis dahin keine Einigung, muss die EU-Kommission einen neuen Entwurf zum Haushalt vorlegen. Kommt dieses Jahr kein Haushalt mehr zustande, müsste die EU mit einem Notetat wirtschaften.

Umfrage: Deutsche Verbraucher besonders optimistisch

Trotz der jüngsten Konjunktureintrübung in Deutschland blicken die Bundesbürger deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. Nur die Dänen sind mit Blick auf die kommenden zwölf Monate noch optimistischer. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor.

Quartalszahlen

Unternehmensseitig stehen mit Blick auf die Berichtssaison nur noch wenige Nachzügler wie an diesem Tag Grand City Properties -0,96% mit Zahlen im Fokus. Steigende Mieten verhalfen dem Immobilienkonzern in den ersten neun Monaten des Jahres zu mehr Gewinn. Die Jahresziele wurden bekräftigt. Auf der Handelsplattform Tradegate zeigten sich die Papiere im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss bislang davon jedoch nicht bewegt.

Unternehmens-News

Bevor der Autokonzern Volkswagen -0,11% am späten Vormittag Analysten seine fünfjährige Investitionsplanung vorstellt, könnte in der Autobranche noch BMW +0,34% Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Vorstandsumbau könnte hier laut einem Pressebericht weitergehen. Vertriebsvorstand Pieter Nota müsse damit rechnen, dass sein Vertrag 2020 nicht verlängert werde, schrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auf Tradegate gab es auch hierzu allerdings keine Kursreaktion.

Um gut acht Prozent indes stiegen die Aktien von Qiagen +0,05% vorbörslich auf Tradegate und bauten damit ihre jüngsten Gewinne aus. Der Gendiagnostik- und Biotechkonzern erhielt mehrere Interessensbekundungen für eine vollständige Übernahme. In der vergangenen Woche wurde erstmals spekuliert, dass der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific den Kauf erwägt.

Im Blick auf Analystenurteile könnten die Papiere der Deutsche-Bank-Tochter -0,60% DWS -2,31% im Fokus stehen, denn die US-Bank Morgan Stanley +0,17% empfielt das Papier des Vermögensverwalters nun zum Kauf. Die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas +0,20% wurde von der Societe Generale -1,22% nun zum Kauf empfohlen. Auf Tradegate legten beide Werte vorbörslich um etwas mehr als ein Prozent zu.

Beim Lichtkonzern Osram +0,66% ruft die Gewerkschaft IG Metall zu Kundgebungen in München und Berlin auf, um gegen den befürchteten Abbau von 800 Arbeitsplätzen in Deutschland zu protestieren. In einer Stellungnahme in der vergangenen Woche erneuerte die Gewerkschaft auch ihre Kritik am Plan des österreichischen Sensorspezialisten AMS -2,83%, Osram zu übernehmen. Osram selbst hat dagegen empfohlen, die Offerte anzunehmen. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 13.070,72 -0,27%
PKT -34,89
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
FMC 66,00 +1,44%
VONOVIA 46,93 +0,79%
FRESENIUS 49,80 +0,48%
RWE ST 26,10 +0,42%
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