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8 Themen, die heute für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die US-Notenbank Fed liefert dem Aktienmarkt am Donnerstagmorgen keinen neuen Treibstoff. Nachdem die Währungshüter am Vorabend die Erwartungen erfüllten, wird der DAX +0,03% vorbörslich kaum verändert gesehen. Vor dem Xetra-Auftakt wurde der Leitindex wenige Punkte tiefer als gestern bei nun 12.383 Zählern taxiert.

Die Seitwärtstendenz dürfte beim DAX damit nach einigen starken Wochen erst einmal weitergehen. "Der restliche Wochenfahrplan lautet nun Hexensabbat, der am Freitag nochmals zu Verwerfungen führen könne", kommentierte Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Gemeint ist damit der große Verfallstag am Terminmarkt. Am Devisenmarkt herrschte ebenfalls Ruhe: Der Euro notierte am Morgen bei 1,1046 Dollar wenig verändert. Der Goldpreis sank hingegen leicht auf 1.496 Dollar. - Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Vorgaben aus den USA

An der Wall Street sind die US-Leitzinssenkung sowie Aussagen zur weiteren Geldpolitik am Mittwoch letztlich unbeeindruckt aufgenommen worden. Nach der ersten Kürzung seit mehr als zehn Jahren im Juli kappte die US-Notenbank Fed den Leitzins erwartungsgemäß nochmals um 0,25 Prozentpunkte.  "Eine Schwäche des globalen Wachstums und die Unsicherheit der Handelspolitik haben die Wirtschaft belastet und stellen weiterhin ein Risiko dar", sagte Notenbankchef Jerome Powell zur Begründung der Zinssenkung.

Der vor dem Zinsentscheid schwächelnde Dow Jones Industrial +0,21% verabschiedete sich nach einigen Kursschwankungen mit einem Mini-Plus von 0,1 Prozent auf 27.147 Punkte aus dem Handel. Für den marktbreiten S&P 500 +0,19% ging es am Ende um 0,03 Prozent auf 3.006 Punkte nach oben, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 +0,91% bei 7.888 Zählern ebenfalls nicht vom Fleck kam.

Vorgaben aus Fernost

In Asien zeigen die Aktienmärkte am Donnerstag keine klare Tendenz. Japans Nikkei 225 schloss 0,4 Prozent verbessert auf 22.044 Punkten, Hongkongs Hang Seng verliert 1,1 Prozent auf 26.450 Punkte, und Chinas CSI 300 büßt 0,1 Prozent auf 3.905 Punkte ein.

Weitere Zinsentscheidungen

Die japanische Zentralbank hält an ihrer lockeren Geldpolitik unverändert fest. Das beschloss die Bank of Japan (BoJ) heute nach zweitägigen Beratungen. Damit entschieden sich die Währungshüter der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt anders als ihre Kollegen in den USA und Europa. Diese hatten die geldpolitischen Zügel angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten jüngst weiter gelockert.

Heute beschäftigen dann noch Zinsentscheide in Großbritannien (13 Uhr), sowie um 10 Uhr in der Schweiz und in Norwegen die Anleger.

Konjunkturdaten

Um 14.30 Uhr werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die US-Leitungsbilanz sowie der Philadelphia-Fed-Index für September erwartet. Auch der Index der Frühindikatoren um 16 Uhr dürfte vor dem Hintergrund der zunehmenden konjunkturellen Unsicherheit genauer analysiert werden.

Unternehmens-News

Unternehmensseitig steht an diesem Donnerstag der Start-Up-Entwickler Rocket Internet +0,08% mit Quartalszahlen im Blick. Vorbörslich ging es auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss nach oben.

Bewegung könnte es zudem durch einige Umstufungen geben. So hatte die Berenberg Bank die Papiere der Deutschen Börse +0,21% auf "Sell" abgestuft. Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld sieht Analyst Chris Turner Gefahren für die Ertragskraft des Börsenbetreibers. Die Marktschätzungen für den Gewinn je Aktie seien zu hoch. Vorbörslich ging es auf Tradegate um mehr als ein Prozent zum Xetra-Schluss runter. 

Die Bank of America senkte den Daumen für die Aktien der Chemiekonzerne BASF -0,53% und Covestro -1,51%. Vor allem Covestro gaben vorbörslich recht deutlich nach, ebenso wie Lufthansa -1,39%, deren Aktien von Morgan Stanley auf "Underweight" abgestuft wurden.

Iran-Konflikt

Mit neuen Vorwürfen und der Androhung verschärfter Sanktionen haben die USA die Spannungen mit dem Iran angeheizt. US-Außenminister Mike Pompeo beschuldigte die Führung in Teheran bei seiner Reise nach Dschidda, in einem "kriegerischen Akt" am vergangenen Samstag wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien angegriffen zu haben. US-Präsident Donald Trump teilte am Mittwoch auf Twitter mit, er habe das Finanzministerium angewiesen, die Sanktionen gegen den Iran "bedeutend" zu verstärken.

Der iranische Außenminister hat die Anweisung von US-Präsident Donald Trump zur Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran scharf verurteilt. Mit der Entscheidung, die Strafmaßnahmen gegen Teheran "bedeutend" zu verstärken, ziele Trump bewusst auf die iranische Zivilbevölkerung, erklärte Mohammed Dschawad Sarif über Twitter. "Das ist wirtschaftlicher Terrorismus, illegal und unmenschlich", fügte der iranische Chefdiplomat hinzu.

Freihandelsabkommen EU mit Südamerika vorm Scheitern

Österreich wird das geplante und ohnehin umstrittene Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur wohl kippen. Der EU-Unterausschuss im Nationalrat votierte am Mittwoch gegen das Abkommen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Damit wird die Regierung zu einem Nein zum EU-Mercosur-Abkommen auf EU-Ebene verpflichtet und dem Pakt ein Riegel vorgeschoben, denn Entscheidungen im EU-Rat müssen einstimmig erfolgen.

EU vermittelt bei Gasgesprächen zwischen Russland und Ukraine

Über die heikle Frage russischer Gaslieferungen durch Pipelines in der Ukraine verhandeln beide Länder heute unter Vermittlung der EU-Kommission. Es geht um die Zeit nach 2019, wenn bisherige Verträge beider Länder auslaufen und die neue Ostseepipeline Nord Stream 2 den Betrieb aufnehmen könnte.

Verhandelt werden soll nun über die Dauer eines künftigen Vertrags sowie Mengen und Preise. Es geht neben der Durchleitung auch um Gas, das für die Ukraine selbst bestimmt ist.

Mit Material von dpa-AFX

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DT. TELEKOM 16,15 +1,03%
SAP 119,88 +0,96%
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FRESENIUS 42,47 -3,10%
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