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9 Themen, die am Dienstag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Auch am Dienstag dürfte der deutsche Aktienmarkt keine großen Sprünge machen. Vor Xetra-Handelsstart wurde der Dax +0,86% 0,5 Prozent tiefer taxiert bei 12.214 Punkten. In der Vorwoche hatte der Dax eine dreiwöchige Rallye um rund sieben Prozent bis auf das neue Jahreshoch bei 12.438 Punkten gekrönt. Hier war ihm dann die Luft ausgegangen.

Nach dem starken Kursanstieg - getrieben von der Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik der Notenbanken - fehlen die Anschlusskäufe: "Auf dem aktuellen Kursniveau steigt kaum noch jemand ein", erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Die Kombination aus hohen politischen Risiken und mittlerweile wieder recht hohen Bewertungen hält viele von Aktienkäufen ab."

Am Wochenende steht dann der G20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vor allem wegen des geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping - Kontrahenten im Handelsstreit - im Fokus. - Folgende Themen könnten heute die Kurse beeinflussen.

Vorgaben aus den USA

Die Anleger am US-Aktienmarkt haben sich am Montag zurückgehalten. Investoren schwankten zwischen Hoffnung angesichts möglicher Zinssenkungen und Angst mit Blick auf eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums, sagten Händler. Der Dow Jones Industrial +1,22% legte schließlich um 0,03 Prozent auf 26.727 Punkte zu, nachdem er am Freitag ein Jahreshoch erreicht hatte. Dabei betrug der Abstand zwischen Tagestief- und Tageshoch weniger als 100 Punkte. Der marktbreite S&P 500 ±0,00%, der am Freitag sogar ein neues Alltimehigh erreicht hatte, verlor am Montag 0,2 Prozent auf 2.945 Punkte. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 +1,07% ging es um 0,1 Prozent auf 7.723 Punkte nach unten.

Vorgaben aus Fernost

Wenige Tage vor dem G20-Gipfel mit einem geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sind Asiens Investoren am Dienstag vorsichtig geworden. Das Treffen dürfte entscheidend werden für die Entwicklung des Handelskonflikts der beiden Staaten.

An den chinesischen Handelsplätzen war die Nervosität der Anleger besonders deutlich zu spüren. So fiel der CSI 300 , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom Festland enthält, kurz vor Handelsschluss um mehr als ein Prozent. Für den Hongkonger Hang-Seng-Index +1,03% ging es zuletzt um 1,3 Prozent nach unten.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,23% verabschiedete sich 0,4 Prozent tiefer mit 21.193 Punkten aus dem Handel. Besonders stark unter Druck gerieten in Tokio Aktien von Versorgungsbetrieben und Energieunternehmen.

Iran-Konflikt

Mit Argusaugen beobachten Börsianer weiter die Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran. Die Rhetorik beider Seiten gewinnt nach den neuen US-Sanktionen an Schärfe. Der iranische UN-Botschafter sprach von einem "Wirtschaftskrieg" und "wirtschaftlichem Terrorismus". Unterdessen wirft bereits der G-20-Gipfel am Ende dieser Woche seine Schatten voraus. Die Investoren erhoffen sich vom geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping Bewegung im seit Monaten ungelösten Handelsstreit.

Handelsstreit zwischen USA und China

Derweil haben die Chefunterhändler beider Seiten wieder direkt miteinander gesprochen. Bei dem Telefonat ging es um die Vorbereitung des geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping diese Woche am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen im japanischen Osaka.

Unternehmens-News

Auf Unternehmenseite ist die Lage am Dienstagmorgen recht ruhig. Vorbörslich konzentrierten sich die Börsianer vorrangig auf Analystenempfehlungen. So belastete etwa eine kräftige Kurszielsenkung durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux den Kurs des Halbleiterunternehmens Siltronic +1,21%. Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie um rund ein Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss nach.

Die ohnehin leidenden Lufthansa +0,95%-Papiere büßten vor dem offiziellen Start rund ein halbes Prozent ein - hier hatte das Bankhaus Metzler nach dem Kapitalmarkttag sein Kursziel gesenkt. Zudem riefen die Metzler-Analysten eine Verkaufempfehlung für Innogy +0,11% aus.

Der Lichtkonzern Osram hat einen Käufer für sein schwächelndes Leuchtengeschäft gefunden. Die 2018 ins Schaufenster gestellte Problemsparte Siteco geht an die Beteiligungsgesellschaft Stern Stewart Capital. Die Osram-Aktien ±0,00% stiegen am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xertra-Schluss um 1,6 Prozent.

In den hinteren Börsenreihen brachen unterdessen die Papiere des Brennstoffzellen-Herstellers SFC Energy +0,98% angesichts einer geplanten Kapitalerhöhung kräftig ein. 

Ausbau von Ladenetz für E-Autos beschlossen

Bundesregierung und Autobranche wollen den Ausbau des Ladenetzes für Elektro-Fahrzeuge in Deutschland weiter vorantreiben. Man habe sich verständigt, einen "Masterplan" dafür zu entwickeln, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, nach einem Treffen von Branchenvertretern und den Spitzen der Koalition am späten Montagabend im Kanzleramt. Industrie, Gewerkschaften und Politik hätten "einen guten Grundstein" für vernünftige Maßnahmen gelegt, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

Verschärfte Richtlinien für Rüstungsexporte

Nach monatelangem Ringen hat sich die Bundesregierung auf eine Verschärfung der fast 20 Jahre alten Richtlinien für den Export von Rüstungsgütern verständigt. Unter anderem soll die Lieferung von Kleinwaffen in Länder außerhalb der Nato und der EU ganz verboten und der Verbleib von exportierten Waffen stärker kontrolliert werden. Allerdings ist auf Wunsch der Union auch eine Förderung der europäischen Kooperationen im Rüstungsbereich im zehnseitigen Entwurf für die neuen Richtlinien verankert. Am Mittwoch soll die Beschlussvorlage des Wirtschaftsministeriums dann vom Kabinett verabschiedet werden.

Konjunkturdaten

Der Dienstag startet früh mit Daten aus Japan. Zum einen wird der Verbraucherpreisindex veröffentlicht, zum anderen das Sitzungsprotokoll der vergangenen Notenbanksitzung. Die Baubranche in Deutschland stößt nach langem Boom zunehmend an Wachstumsgrenzen. Saison-, kalender- und preisbereinigt gingen im April 1,7 Prozent weniger Bestellungen im Bauhauptgewerbe ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Rückgang sei auf das mittlerweile sehr hohe Auftragseingangsniveau zurückzuführen, erläuterte die Behörde. Im Vorjahresvergleich legte der Ordereingang dagegen weiter kräftig zu. Bereinigt um Preiserhöhungen (real) stieg der Auftragseingang um 6,4 Prozent.

Darüber hinaus stehen US-Daten und Termine im Fokus: Um 15 Uhr wird der Case-Shiller-Index für April veröffentlicht. Um 16 Uhr wird das CB Verbrauchervertrauen bekannt gegeben und die Verkäufe neuer Häuser.

Rede von Fed-Chef

Der Chef der amerikanischen Notenbank  Fed-Chef Jerome Powell hält ab 19 Uhr deutscher Zeit in New York eine Rede, die Anleger mit Spannung verfolgen dürften. In der vergangenen Woche hatte die US-Notenbank die Börsianer mit der Aussicht auf Unterstützung der Wirtschaft durch eine Zinssenkung erfreut, falls diese nötig werden sollte. Einen Tag zuvor hatte bereits EZB-Präsident Mario Draghi bei Bedarf eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt.

Mit Material von dpa-AFX

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