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Absicherung mit VStoxx-Turbos funktioniert (aber nur kurzfristig!)

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Märkte haben sich gestern zwar wieder etwas beruhigt, aber angespannt bleibt die Lage trotzdem. Und dies wohl mindestens bis zu den amerikanischen Zwischenwahlen Anfang November, bei denen sich zeigen wird, wieviel Rückendeckung Donald Trump wirklich weiterhin hat. Und auch die europäischen Unsicherheitsfaktoren (Italien, Brexit) sind längst nicht gebannt, sodass auch von dieser Seite vorerst keine Erlösung zu erwarten ist.

Dazu kommt jetzt noch die anrollende Berichtssaison, die nur insofern für leichte Zuversicht sorgt, weil die richtig groben Gewinnwarnungen tendenziell vor den entsprechenden Bilanzstichtagen ausgesprochen werden. Soll heißen: Es gibt leichte Hoffnung, dass ein Großteil der Negativmeldungen schon verlautbart wurde. 

Aber auch diese Hoffnung ist sehr vage, sodass die Suche nach funktionierenden Absicherungsmechanismen immer noch Sinn macht. Eine davon sind die von der Commerzbank und BNP Paribas angebotenen Knock-Outs auf den VStoxx-Future. Der VStoxx ist das Euro-Stoxx-50-Pendant zum Vdax und spiegelt, die an den Terminmärkten gehandelte Schwankungserwartungen (Volatilität) des Index wider.

Eben jene „Schwankungserwartungen“ steigen regelmäßig an, wenn die Börsenkurse ins Rutschen geraten, sodass im Gegenzug auch die sogenannten Volatilitätsindizes oft sprunghaft in die Höhe schießen. Der VStoxx etwa machte in den letzten Wochen einen Satz von unter 13 bis über 20 Punkte. Bei zwei sehr aggressiven Long-Turbos mit KO-Marken von derzeit gut 14 Punkten sorgte dies seit Anfang Oktober für Kursaufschläge von 400 bis 500 Prozent (CV5UW5, PP39XT)!

Zugegebenermaßen standen die beiden Papiere kurz zuvor auch nahe an der Schwelle zum vorzeitigen KO, aber auch bei etwas weniger aggressiven Papieren mit KO-Marke im Bereich von 10 VStoxx-Punkten gab es ansehnliche Aufschläge von mehr als 100 Prozent (CV7CY9, PX16BQ).

Für eine kurzfristige Absicherung bei sich andeutenden Turbulenzen sind derlei Papiere also durchaus tauglich. Und natürlich funktionieren sie auch in die andere Richtung. Wer keine Absicherung sucht, sondern jetzt eher darauf spekuliert, dass die Erholung weitergeht, für den kommt dann auch die Short-Variante in Betracht. Die profitiert davon, wenn sich die Börsianer wieder entspannen und der VStoxx zurückgeht. In diesem Fall könnte dann die CA0N4B mit aktueller KO-Marke bei 25,70 Punkten die passende Lösung sein.

Dabei ist aber zu beachten, dass beide Emittenten bei Short-Turbos auf den VStoxx sehr weite Abstände zwischen Ko-Marke und Basispreis ansetzen, sodass hier nur sehr geringe Hebel möglich sind. Die Gegenspekulation auf eine fallende Volatilität ist daher nur bedingt reizvoll. Die Long-Turbos als Instrument für die Absicherung taugen hingegen durchaus, sollten aber nur kurzfristig eingesetzt werden. Denn die Anpassungssätze sind durchaus happig, sodass ein Dauer-Investment hier kaum angeraten werden kann.

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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