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Adidas – Neuer Chef ist über eine Milliarde wert

| Quelle: INV

Die Börse leistete gestern einen interessanten Beitrag zur Diskussion um Werte und Gehälter der deutschen Manager. Im Fokus der Diskussion stand und steht Kasper Rorsted, der Noch-Lenker beim Konsumgüterhersteller Henkel. Im Oktober wird er zu Adidas wechseln, was der Aktie einen imposanten Kurssprung beschert hat. Der Börsenwert von Adidas stieg am Tag der Verkündung um 1,1 Milliarden Euro. In der Spitze lag der Wertzuwachs sogar bei 2,1 Milliarden, bevor sich die Börsianer wieder etwas beruhigt und den Kaufrausch unterbrochen haben. Verlierer des Spektakels war Henkel. Deren Aktien sackten um rund vier Prozent nach unten, woraus sich bei Stämmen und Vorzügen zusammen ein Wertverlust von etwa 1,5 Milliarden Euro ergibt. Falls Herr Rorsted seine Gehaltsverhandlungen bei Adidas noch nicht abgeschlossen haben sollte, dann hat er jetzt ein paar ziemlich gute neue Argumente.

Davon abgesehen stellt sich nun aber vor allem die Frage, wie es bei den beiden Titeln weitergeht. Bei Adidas könnte auch nach dem Kurssprung von gestern weiterhin Luft nach oben bleiben. Im Votum der Analysten weist Adidas eine sehr starke Spanne zwischen hohen und niedrigen Kurszielen aus – was erkennen lässt, dass die Einschätzungen sehr gespalten sind. Wenn man nun unterstellt, dass bei einiger der Skeptiker auch eine gewisse Unzufriedenheit mit dem bisherigen Vorstand ausschlagegebend für das schwache Votum ist, dann ergeben sich aus der Personalie durchaus Chancen, die über das bisherige Plus hinausgehen. Immerhin gibt es auch einige Beobachter, die der Aktie mit Blick auf die bevorstehenden Großereignisse des Jahres 2016 (Olympia, Europameisterschaft) schon vor der Personalmeldung Kurse von zum Teil deutlich über 100 Euro zugetraut hatten. Mit dem zusätzlichen Trigger könnte die Zahl der Optimisten in den kommenden Wochen zunehmen, auch wenn es bis zur Amtsübernahme Rorsteds im Herbst noch eine Weile hin ist.

Noch naheliegender ist allerdings die Überlegung jetzt bei Henkel zuzugreifen und den mächtigen Rücksetzer von gestern zum Einstieg zu nutzen. Denn, wenn Rorsted ein so brillanter Manager ist, wie die Investorenschaft offenbar glaubt, dann sollte er seinen (bisherigen) Hof so gut bestellt haben, dass er auch nach seinem Abtritt nicht sofort im Elend versinkt. Zudem kommt der Wechsel innerhalb des Hauses vermutlich nicht so überraschend wie für die Börse, sodass die Amtsübergabe an Rorsteds Nachfolger annahmegemäß vernünftig vorbereitet worden sein dürfte. Dabei kommt positiv hinzu, dass der neue starke Mann bei Henkel, Hans van Bylen, „sein“ Unternehmen bereits kennt und nach Anmerkung von Analysten auch bisher schon wesentlichen Anteil an dessen guter Entwicklung hatte.

Alles in allem könnten sich hier nun also gleich zwei Kaufgelegenheiten auftun. Beide können über ein indirektes Engagement mit Bonuszertifikaten mit Blick auf das trotz allem widrige Marktumfeld zusätzlich mit einem kleinen Absturzpuffer versehen werden.

Bei Adidas bietet ein bis Januar 2018 laufendes Bonuspapier der Commerzbank (CN80GE) einen Rückschlagpuffer von 27 Prozent bis auf 65 Euro. Solange die Aktie nicht darunter fällt, werden am Ende mindestens 97,50 Euro ausgezahlt (Rendite: 4,3% p.a.). Der mögliche Gewinn ist aber nicht auf diesen Wert beschränkt. Steigt Adidas über 97,50 Euro wird ein entsprechender höherer Betrag gezahlt.

Bei Henkel sehen die Konditionen ähnlich aus, wobei anders als bei den Adidas-Bonussen allerdings ein kleines Aufgeld akzeptiert werden muss. Der ebenfalls im Januar 2018 fällige Henkel-Bonus mit Barriere bei 67 Euro (Puffer: 25%) kostet aktuell rund 92,60 Euro und damit drei Euro mehr als die Aktie. Dieser Aufpreis würde bei einem Absturz unter die Barriere für einen leicht überdurchschnittlichen Verlust führen. Dafür fällt die Seitwärtsrendite mit 4,5% p.a. etwas höher aus und auch hier gilt: Steigt die Aktie bis weit über den Bonuszielwert von 101 Euro, dann bleibt der Anleger ohne jedwede Obergrenze an den Kursgewinnen beteiligt (CD0EFB).

Ralf Andreß

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